Diese Nebengeschichten geben am siebten Champions-League-Spieltag zu reden
Juve-Coach ohrfeigt Spieler – Kritik an Bayern-Star

Im neuen Jahr geht die Ligaphase der Champions League in die Entscheidung. Da können die Nerven schon einmal blank liegen, wie bei Juve-Trainer Spalletti. Die ManCity-Fans erhalten dagegen eine Wiedergutmachung – und es gibt historische Tore zu bestaunen.
Kommentieren
1/6
Luciano Spalletti legt sich am Mittwoch zunächst mit einem Fan an, dann ohrfeigt er einen Spieler.
Foto: AP
Gian–Andri_Baumgartner_Online Redaktor_Blick Ringier_3.jpg
Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Ein wütender Coach, entschädigte Fans und historische Tore: Neben einigen Überraschungen bietet der siebte Spieltag der Champions-League-Ligaphase zahlreiche Nebengeschichten – ein Überblick.

Historische Tore bei den Champions-League-Exoten

Aserbaidschan und Kasachstan zählen eher nicht zu den grossen europäischen Fussballnationen. Dank Karabach Agdam und Kairat Almaty sind sie aber in diesem Jahr in der Champions League vertreten – und sorgen am zweitletzten Spieltag der Ligaphase für historische Tore: Ädilet Sadybekow erzielt gegen Brügge das erste Heimtor von Kairat in der Königsklasse überhaupt. Auch wenn die 1:4-Niederlage das endgültige CL-Aus bedeutet, wurde der Treffer ausgiebig bejubelt.

Sportlich deutlich besser dran ist Karabach Agdam, das mit dem 3:2-Coup gegen Frankfurt seinen bereits dritten Sieg in dieser Champions-League-Kampagne holt und damit reelle Chancen auf ein Weiterkommen hat. Auch in diesem Spiel kommt es zu einer Torpremiere: Der Siegtreffer von Bahlul Mustafazada in der Nachspielzeit ist das erste Tor eines aserbaidschanischen Spielers in der Geschichte der Champions League.

ManCity zeigt sich spendabel

Es ist eine der grössten Überraschungen in dieser Champions-League-Kampagne: Bodø/Glimt ringt vor heimischem Anhang die Milliardentruppe von Manchester City mit 3:1 nieder. Die Reise ins eiskalte Nordnorwegen hat sich für die 374 mitgereisten Fans der Skyblues resultatmässig also nicht gelohnt. Immerhin: Das Ticket müssen sie nicht selbst bezahlen. In einem gemeinsamen Statement erklären sich ManCity-Captain Bernardo Silva und seine Stellvertreter Ruben Dias, Rodri und Erling Haaland dazu bereit, die Eintrittspreise für die eigenen Anhänger in Bodø/Glimt zu übernehmen. Beim Eintrittspreis von 27 Franken kostet diese Initiative die Spieler rund 10'000 Franken – eine schöne Geste gegenüber den Fans, welche das Quartett als das «Mindeste, was wir tun können» bezeichnet.

Juve-Trainer ohrfeigt eigenen Spieler

Einen etwas kuriosen Auftritt legt am Mittwochabend Luciano Spalletti hin: Der Juventus-Trainer ist zunächst wenig angetan von der lautstarken Kritik eines Fans unmittelbar hinter der Trainerbank im Juventus Stadium. Als Reaktion faucht er zurück: «Das nächste Mal bleibst du zu Hause.» Obschon sich sein Team kurz darauf mit zwei Toren in zehn Minuten den 2:0-Sieg sichert, kommt der Übungsleiter nicht wirklich zur Ruhe: Weil Stürmer Loïs Openda bei den taktischen Besprechungen vor seiner Einwechslung in der 70. Minute nach Spallettis Geschmack zu wenig aufmerksam ist, straft er seinen Spieler mit einer Ohrfeige ab.

Ballack kontert Bayern-Reklamationen

Bayern-Verteidiger Min-jae Kim kann es nicht fassen, als Schiedsrichter Rade Obrenovic bei der Partie gegen Union Saint-Gilloise nach 63 Minuten wegen eines taktischen Foulspiels die Gelbe Karte zückt und ihn mit der zweiten Verwarnung vom Platz stellt. Kimmich und Kane belagern den Referee im Nachgang intensiv, und Kim selbst raunt dem Linienrichter bei seinem unfreiwilligen Abgang gut hörbar zu: «Das ist nicht richtig! Ich schwöre zu Gott, das ist kein Gelb!» Anderer Meinung ist Ex-Fussballer und Dazn-Experte Michael Ballack: «Das war ein blödes Foul. Er muss da nur das Laufduell mitgehen. Stattdessen zieht er ihn am Arm und hält ihn zu lange, der Stürmer nimmt das dann natürlich an. Es war eine zweite Gelbe Karte, da braucht sich Kim nicht zu beschweren.» Es ist Kims erster Platzverweis im Bayern-Trikot.

Lewandowski trifft beide Tore

Über 700 Tore hat Barcelona-Stürmer Robert Lewandowski in seiner Karriere gegnerischen Teams eingeschenkt. Am Mittwoch trifft er für einmal ins eigene Tor: Bei der Partie gegen Slavia Prag lenkt er den Ball nach 44 Minuten mit der Schulter unglücklich und unhaltbar für Keeper Garcia ab. In der 70. Minute versenkt er das Leder dann aber auch noch im gegnerischen Tor und leistet damit seinen Beitrag zum 4:2-Auswärtserfolg der Katalanen in der tschechischen Hauptstadt.

Champions League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
7
18
21
2
Bayern München
Bayern München
7
13
18
3
Real Madrid
Real Madrid
7
11
15
4
Liverpool FC
Liverpool FC
7
6
15
5
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
7
8
14
6
Paris Saint-Germain
Paris Saint-Germain
7
10
13
7
Newcastle United
Newcastle United
7
10
13
8
Chelsea FC
Chelsea FC
7
6
13
9
FC Barcelona
FC Barcelona
7
5
13
10
Sporting Lissabon
Sporting Lissabon
7
5
13
11
Manchester City
Manchester City
7
4
13
12
Atletico Madrid
Atletico Madrid
7
3
13
13
Atalanta BC
Atalanta BC
7
1
13
14
Inter Mailand
Inter Mailand
7
6
12
15
Juventus Turin
Juventus Turin
7
4
12
16
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
7
4
11
17
Galatasaray SK
Galatasaray SK
7
0
10
18
Qarabag FK
Qarabag FK
7
-2
10
19
Olympique Marseille
Olympique Marseille
7
0
9
20
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
7
-4
9
21
AS Monaco
AS Monaco
7
-6
9
22
PSV Eindhoven
PSV Eindhoven
7
1
8
23
Athletic Bilbao
Athletic Bilbao
7
-4
8
24
Olympiakos Piräus
Olympiakos Piräus
7
-5
8
25
SSC Neapel
SSC Neapel
7
-5
8
26
FC Kopenhagen
FC Kopenhagen
7
-6
8
27
FC Brügge
FC Brügge
7
-5
7
28
Bodö/Glimt
Bodö/Glimt
7
-2
6
29
SL Benfica
SL Benfica
7
-4
6
30
Pafos FC
Pafos FC
7
-6
6
31
Union Saint-Gilloise
Union Saint-Gilloise
7
-10
6
32
Ajax Amsterdam
Ajax Amsterdam
7
-12
6
33
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
7
-9
4
34
SK Slavia Prag
SK Slavia Prag
7
-11
3
35
Villarreal CF
Villarreal CF
7
-10
1
36
FC Kairat Almaty
FC Kairat Almaty
7
-14
1
Playoffs
Qualifikationsspiele
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen