Achtmal in neun Spielen
Captain Bürki ist der Thuner Kartensammler

Thuns Captain Marco Bürki fliegt im Champions-League-Quali-Rückspiel in Zagreb vom Platz. Nach einer Notbremse sieht er Rot – und Thun verspielt eine 2:0-Führung. Auffällig: Die Karten haben beim Innenverteidiger ein Muster.
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Erst ist Thun-Captain Marco Bürki der Held, weil er in der 22. Minute das 2:0 macht.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Thuns Captain Bürki kassiert Rote Karte in Champions-League-Quali-Rückspiel in Zagreb
  • In neun Pflichtspielen nur eine Partie ohne Karte, zweimal Rot
  • Thun verliert 2:0-Führung, verpasst Champions League, spielt nun Europa League
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Andri BäggliRedaktor Sport

Thun reckt am letzten Spieltag gegen YB den Pokal in der sensationellen Meisterschaftssaison schon gedanklich in die Höhe, als Captain Marco Bürki noch vor der Pause vom Platz gestellt wird. Sein Ellenbogenschlag und ein Tritt auf Alvyn Sanches taxiert die Liga als grobe Unsportlichkeit und zieht den Innenverteidiger gleich für fünf Spiele aus dem Verkehr.

Immerhin durfte er international eingesetzt werden – bis zum Rückspiel der Champions-League-Quali in Zagreb, als der Innenverteidiger zur tragischen Figur wird. Erst trifft der 33-Jährige per Kopf zum 2:0 der Thuner, ehe er wegen einer Notbremse in der 67. Minute vom Platz gestellt wird. Klar haben sich die Kroaten vor der Szene nicht ganz sportlich verhalten, aber Bürki lässt sich den Ball auch etwas gar einfach abnehmen.

Weil Lukas Kacavenda aufs Tor hätte ziehen können, bittet der VAR Schiedsrichter Radoslav Gidzhenov an den Bildschirm, der daraufhin die Gelbe Karte in eine Rote umwandelt. Es ist der Anfang vom Ende aus Sicht der Thuner, die eine 2:0-Führung aus der Hand geben und den Traum der Königsklasse begraben müssen.

Sechsmal Gelb, zweimal Rot

Somit muss der Captain nicht nur in der Super League auf die Tribüne, sondern auch kommende Woche, wenn seine Mitspieler bereits wieder in der Europa League im Einsatz stehen.

Das könnte zum Problem werden für die Thuner, denn weil Genis Montolio immer noch verletzt ist, fällt damit in beiden Wettbewerben die eigentliche Stamminnenverteidigung aus – die Doppelbelastung für die Mitspieler wird noch deutlicher. Ebenfalls auffällig: Bürki ist der Kartensammler der Berner Oberländer. In den letzten neun Pflichtspielen hat er nur einmal keinen Karton gesehen. Am 35. Spieltag gegen Basel. Sonst gab es sechsmal Gelb und zweimal Rot.

Aufmunternde Worte gibt es aber von Trainer Gian-Luca Privitelli nach dem bitteren Aus an der Pressekonferenz: «Was er jeden Tag dem Team gibt, ist unglaublich. Er ist ein wunderbarer Spieler und ein noch viel besserer Mensch. Es ist bitter, dass er jetzt fehlt, aber auch da finden wir Lösungen.»

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