WM-Finale plötzlich in Portugal?
Nahost-Krieg wirbelt Formel-1-Kalender durcheinander

Endlich hat auch in der Formel 1 die Vernunft gesiegt. Oder die Logistik hat den Verantwortlichen keinen anderen Weg erlaubt. Es wird wohl bei 22 von 24 Rennen bleiben. Ausser, der Krieg zwischen dem Iran und den USA geht weiter.
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Wird 2026 – wie hier 2021 – wieder in Portimao gefahren?
Foto: Lukas Gorys

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bahrain-Rennen wegen Sicherheitsrisiken abgesagt, Ersatz in Portimao möglich
  • Pirelli verweigert Bahrain-Rennen im Oktober wegen Zeitdruck und Krieg
  • 2021 gewann Hamilton in Portugal, Alfa-Sauber kollidierte in Runde eins
Roger Benoit aus Spa

Dann wären auch Katar am 29. November und das Finale am 6. Dezember in Abu Dhabi gefährdet. Gleich nach Jahresbeginn mussten die April-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien (die jetzt weiter wegen der US-Stützpunkte beschossen werden) abgesagt werden.

Bahrain zu gefährlich

Jetzt versuchte man, am 4. Oktober wenigstens Bahrain zwischen Baku und Singapur zu schieben. Pirelli lehnte ab. «Die Zeit ist zu knapp. Und wer garantiert der Formel 1, dass bis dann der Krieg zu Ende und die Strasse von Hormus wieder offen ist?», hiess es aus dem Reifen-Hauptquartier in Mailand.

Und was passiert im schlimmsten Fall? Da es Las Vegas Ende November beim möglichen Finale ablehnt, zwei Rennen im Spielerparadies durchzuführen, guckt man jetzt nach Europa. Genauer nach Portugal. Nach Portimão.

Das Covid-Rennen 2021

Die 4,653 km lange Strecke an der Algarve stand 2021 schon mal im Formel-1-Programm. Als Covid-Ersatzlösung. Ab 2027 und 2028 kehrt man dann offiziell an den Atlantik zurück.

Kurzer Rückblick auf 2021? Es siegte Hamilton (Mercedes) 30 Sekunden vor Verstappen (Red Bull). Horror-Start für Alfa-Sauber: Räikkönen und Giovinazzi kollidierten nach der ersten Runde. Der Finne war draussen, der Italiener wurde 12.

Wo lädt man die Batterien?

Hier in Spa, wo die Sonne und 30 Grad den Zirkus empfangen haben, soll es erst am Wochenende regnen. Alles andere wäre für den GP Belgien fast eine Enttäuschung.

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Mehr Sorgen machen sich auf der längsten und einst gefährlichen Piste der Welt die Fahrer über das Energie-Management. Vor allem in der früheren Mut-Kurve Eau Rouge. Da muss jetzt wieder gelupft werden, sonst geht den Boliden bei so vielen Vollgas-Passagen einfach der Elektro-Saft aus. Dann kommt das sogenannte Clipping, wo sich nur noch der Benziner anschiebt.

Bortoleto nervt sich über Gejammer

«Das wird für das Energie-Management die schlimmste Strecke des Jahres», sagt Weltmeister Norris. Drei Trainings sollten den 22 Fahrern reichen, um die beste Möglichkeit (längst in den Werkhallen am Simulator ausprobiert) herauszufinden.

Aber die negativen Stimmen über die neuen Regeln werden hier wieder hörbar werden, auch wenn einige Notlösungen bereits in die richtige Richtung zeigen. Am meisten genervt ist Audi-Star Bortoleto (21): «Ich kann dieses Gejammer meiner Kollegen nicht mehr hören. Wir sollten das Thema langsam abhaken. Denn wir müssen damit bis 2030 leben. Die Autos machen noch immer Spass.»

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