Das 300-Millionen-Fahrerlager
Wer hat den schönsten F1-Tempel?

Wenn die Formel 1 durch Europa zieht, rollt eine Millionen-Maschinerie mit. Hinter den Kulissen entstehen im Fahrerlager Luxuswelten. Hier gehts zum Formel 1 inside von Blick-Reporterlegende Roger Benoit.
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Audi stieg mit diesem 15-Millionen-Projekt ein.
Foto: Lukas Gorys
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Die Tempel der Eitelkeit und des Stolzes

Es sind die Bilder, die man am TV nur sehr selten sieht. Es sind die Tempel der Eitelkeit und des Stolzes an die Adresse der Konkurrenz. Neunmal pro Jahr können die Formel-1-Teams ihre Millionen-Gebäude im Fahrerlager aufstellen. Aber nur neunmal in Europa. Vom 7. Juni in der weltberühmten Glitzerwelt von Monaco bis zur GP-Premiere am 13. September in Madrid.

Sonst werden alle Teams vor Ort mit grossen Bungalows oder gigantischen Gebäuden verwöhnt. Doch dieser Luxus von Australien bis Abu Dhabi hat seinen Preis. Bis zu 200'000 Dollar pro Team. Ein Schnäppchen für die Geldmaschine Formel 1. Denn in Übersee fällt der Auf- und Abbau weg. Dazu braucht es keine eigenen Lastwagen oder Transporter, die immer mehr von Elektro-Monstern angetrieben werden. Vorreiter auf dem Landweg in Europa ist da klar Mercedes.

Die Kosten bleiben natürlich das Geheimnis der Teams, die längst alle einen Verkaufswert von über einer Milliarde Dollar haben. Die Spitzenwerte belaufen sich bereits auf über fünf Milliarden Dollar! Ja, wer sich da einkaufen will, muss viele Hunderte von Millionen Dollar hinlegen – für 24 Prozent, die zum Beispiel beim letztjährigen WM-Schlusslicht Alpine der Investment-Riese Otro aus Boston (nach über zwei Jahren) angeboten hat. Mercedes und Ex-Red-Bull-Chef Horner war die Summe zu hoch. Bleibt Otro Capital?

Bis zu 30 Lastwagen – pro Team

Die Formel 1 boomt weltweit. Und im Fahrerlager werden die Tempel in Europa mit bis zu 30 Lastwagen pro Team (!) transportiert. Da ist der geschätzte Wert des Vorzeige-Zirkus von locker über 300 Millionen Dollar eher unterbewertet!

Der pure Luxus

In den Tempeln (natürlich haben die FIA und das F1-Management FOM längst ihre eigenen Gebäude) wird nicht gespart. Mit den modernsten Möbeln, den Superküchen mit dem besten Essen, den Duschen für die Fahrer, Konferenzzimmern und meistens mit Dachterrassen. Man könnte beim Viertage-Einsatz vor Ort kurz von Luxus pur reden.

Jetzt ist Ihre Stimme gefragt

Entscheiden Sie nun hier unten, wer in der Formel 1 den schönsten Tempel hat. Blick-Fotograf Lukas T. Gorys hat alle Paläste abgelichtet: Red Bull und Racing Bulls teilen sich einen ganzen Komplex. Ferrari hat zwei Gebäude. Jetzt zählt nur noch Ihre Stimme. Favorit? Sie entscheiden.

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Der Fall Verstappen bleibt mysteriös

Zwei Themen stehen vor der Sommerpause beim Doppelrennen in Spa und Budapest (19./26. Juli) im Mittelpunkt. Der Fall Verstappen bleibt mysteriös, auch wenn viele Medien schon in die Richtung McLaren spekulieren. Aber aufgepasst, erst wenn sich die holländische Presse einschaltet, könnte man in die richtige Richtung gehen. Im anderen Fall wird es heikel. Nachdem der Iran wieder US-Stützpunkte am Golf angreift, dürfte der Ersatzplan mit Bahrain (zwischen Baku und Singapur) bald platzen.

Max Verstappen.
Foto: IMAGO/PsnewZ
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