Der Brasilianer Gabriel Bortoleto führt im internen Duell gegen den vermeintlichen Teamleader Nico Hülkenberg (38) bereits mit 6:0 Punkten. Das ist bitter für den Deutschen, der vor einem Jahr in Silverstone mit dem dritten Platz für die Sensation und den ersten Podestrang gesorgt hatte.
Aber 2025 war in England wettermässig die Hölle los. Diesmal lachte nur die Sonne bei 24 Grad und der Rekordzuschauermasse von 564'000 Fans.
Für Hülkenberg hatte das Rennen noch gut begonnen. Er durfte in der sechsten Reihe neben Teamkollege Bortoleto starten, weil Gasly wegen Behinderung von Stroll drei Plätze zurückmusste.
Probleme am Start
Aber beide Audi-Piloten kamen nicht gut weg, verloren einige Plätze. Doch Bortoleto kämpfte sich bald in die Top Ten. Und konnte am Ende seinen Fluch von drei elften Positionen in den letzten drei Rennen besiegen.
Entsprechend zufrieden zeigt sich der Brasilianer nach dem Rennen: «Ich freue mich wirklich über das heutige Resultat. Das Team verdient das wirklich. Das ist sicherlich ein grosser Boost für uns alle. Ich glaube, Rang acht gibt wieder, wo wir momentan stehen.»
Als Hülkenberg in der 36. Runde überraschend als einziger mit dem weichen Gummi unterwegs war, hatte er auch wieder die Defekthexe (Getriebe) mit ins Cockpit genommen. Keine fünf Minuten später musste er den Audi wieder abstellen. Seine Horror-Saison nahm ihre Fortsetzung. «Das Ende ist frustrierend. Vom Start weg ist es nicht so gelaufen wie gewünscht. Bereits beim Einfahren fühlte es sich nicht gut an und der Start war ich nicht so, wie er sein sollte.»
An Kampfgeist mangelte es beiden Fahrern diesmal wirklich nicht. Aber wenn das Glück einseitig verteilt wird, gibt es eben immer einen grossen Sieger und einen leidenden Verlierer.