Nach der Pause haben sich die Fahrer lange unterhalten. Die Bilanz: Nur an zwei Stellen auf dem 22-Kurven-Labyrinth kann einigermassen gut überholt werden. Schon jetzt warten Fans und Experten auf die Qualifikation vom Samstag um 16 Uhr. Da werden viele über den Verkehr oder eben einzelne Fahrer reklamieren. Wie in Monaco.
Weltmeister Norris Letzter
Nach einer Viertelstunde sahen wir weiter die beiden Mercedes und Ferrari vorne. Weltmeister Norris, dessen Getriebe Probleme machte, und Alonso (kaputte Kupplung) hatten noch keine Rundenzeit auf dem Computer. Am Ende blieben die Plätze 17 für den Spanier und 22 für den Champion mit zwei Runden.
Interessant, dass die beiden Mercedes (durch 66 WM-Punkte getrennt) bei der Halbzeit die schnellsten Runden drehten – auf dem gelben Medium-Reifen. Dann schlugen Leclerc und Lindblad auf dem weichen Gummi zurück.
12. Hülkenberg, 13. Bortoleto
Aber kaum gefahren, lagen wieder Antonelli und Hamilton ganz vorne. Während sich das Audi-Duo – wie meist in dieser Premierensaison – gut im Mittelfeld zeigt. Also dort, wo jeweils die letzten WM-Punkte verteilt werden.
Vor allem Pechvogel Gabriel Bortoleto (21) kann davon ein Lied singen – mit fünf 11. Plätzen 2026. Auch hier ist das Trainingsduell offen. Hülkenberg (12.) war 0,110 Sekunden schneller als Bortoleto (13.)
«Sorry, mein Fehler»
Und dann war es nach 36 Minuten so weit: Rote Flaggen! Der Brite Arvid Lindblad (19) flog mit seinem Racing Bulls an vierter Stelle hinter Antonelli, Leclerc und Hamilton liegend (!), nach einer Linkskurve aussen in die Tecpro-Mauern. «Sorry, ich habe das Auto verloren», funkte der Junge mit bereits 29 Zählern in seiner ersten Saison. Also eine klare Erklärung, ohne nach Entschuldigungen zu suchen. Eher selten.
Erst nach elf Minuten und einer nothelfmässigen Reparatur ging das Training weiter. Für die letzten 13 Minuten. Es gab kaum noch Rangverschiebungen.