Neuling Audi überrascht weiter
Mercedes-Duo in China klar vorne – McLaren schlägt Ferrari

Im turbulenten Formel-1-Training in Shanghai glänzte Russell mit der Bestzeit. Währenddessen sorgten Hamiltons Bremsprobleme und Lindblads rauchendes Auto für Aufsehen. McLaren liess Ferrari hinter sich.
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George Russell war im Training in China der Schnellste.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Chaos im China-Training: Colapinto, Hamilton und Lindblad mit Problemen auf der Strecke
  • Audi auf den Plätzen 9 und 12
  • Mercedes vor McLaren und Ferrari
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Ausgerechnet in der heiklen Lernphase können sich die Formel-1-Fahrer in China nur 60 Minuten auf den ersten Sprint vorbereiten. Trainingsschnellster war wie schon im ersten Rennen Russell vor Mercedes-Teamkollege Antonelli.

Das Training startete mit einem Aufreger. Bereits nach wenigen Sekunden drehte sich Franco Colapinto (22) im Alpine. Also der Argentinier, der am letzten Sonntag in Melbourne mit einem sensationellen Manöver einen Startcrash gegen Lawson verhindert hatte.

Hamilton plötzlich weg

Kaum war Colapinto wieder in der richtigen Richtung unterwegs, erwischte es auf dem 5,4 km langen Kurs in Shanghai den sechsfachen China-Sieger Sir Lewis Hamilton (41). Ganz klar, dass die Bremsen blockierten, als der Brite die Kurve verpasste. Offenbar ein Softwarefehler der Ingenieure im Energie-Management.

Es wird nicht der letzte mysteriöse Zwischenfall gewesen sein. Nach 15 Minuten bat Racing Bulls GP-Greenhorn Arvid Lindblad (18) sein Auto sofort abzustellen. Aus dem Cockpit war weisser Rauch gestiegen. Der Brite lag da an 15. Stelle.

Schumi und Vettel in China

Kurz zur China-Historie. Für zwei deutsche Weltmeister mit zusammen elf WM-Titeln war Shanghai eine entscheidende Rennstrecke: Michael Schumacher (57) eroberte 2006 dort seinen 91. und letzten Sieg, es war der 72. für Ferrari.

Und für Sebastian Vettel (38) war China drei Jahre später die Stätte seines ersten von 52 Triumphen mit Red Bull-Renault. Ein Jahr zuvor hatte der Wahlschweizer im Monza-Regen sensationell seinen ersten GP-Erfolg herausgefahren – im Toro Rosso-Ferrari.

Audi weiter gut dabei

Mit Sauber-Nachfolger Audi ist der Deutsche Nico Hülkenberg (38) noch lange nicht auf den erfolgreichen Spuren seiner legendären Landsleute. Nach dem Nichtstart bei der Audi-Premiere in Australien (er blieb auf der Aufwärmrunde liegen) brennt «Hülk» auf die ersten Punkte. Diese hat Teamkollege Bortoleto mit Platz neun in Australien bereits auf dem Konto.

Im einzigen Training glänzte Hülkenberg mit Position 9, Bortoleto verbesserte sich am Ende noch auf Platz 12 – gutes Mittelfeld!

McLaren überholt Ferrari

Von Beginn gaben bei nur 12 Grad Aussentemperatur und 15 Grad auf dem Asphalt die zwei Dominatoren vom letzten Wochenende den Ton an: Mercedes und Ferrari. Am Ende überholten Norris und Piastri im McLaren die roten Boliden aus Maranello.

Weiter überraschend stark ist Haas-Ferrari von Bearman (7.) und Ocon (14.). Verstappen verbesserte sich mit dem eigenen Motor nach dem missglückten WM-Start auf Position acht. Hadjar liegt auf Rang 13.

Auch Cadillac hat weiter Mühe

Weiter im Elend ist Aston Martin-Honda, auch wenn Alonso und Stroll als erste Fahrer den roten weichen Gummi zum Einsatz brachten.

Sie teilten sich die letzten vier Plätze (neben Ausfallopfer Lindblad) mit Bottas und Pérez im Cadillac, dem anderen Neuling neben Audi.

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