Jetzt schimpft sogar der Weltmeister über die neue Formel 1
«Es wird schwere Unfälle geben»

Der Formel-1-Start in Australien brachte Action – aber vor allem bei den Fahrern auch viel Kritik. Die FIA wird sich mit heissen Fragen beschäftigen müssen.
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Der Saisonstart in der Formel 1 ist durch – die Diskussionen zum neuen Regelwerk aber noch lange nicht.
Foto: Lukas Gorys

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lando Norris kritisiert FIA-Regeln nach enttäuschendem fünften Platz in Australien
  • Norris: McLaren von besten zu schlechtesten Autos der Formel 1 abgerutscht
  • Mercedes-Motor mit Verdichtung 1:18 bleibt bis zur Prüfung am 1. Juni umstritten
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Ausgerechnet Lando Norris (26), der Max Verstappen (28) wegen dessen Regel-Kritik zum Rücktritt geraten hat, fährt jetzt selbst mit der nackten Angst um die Kurven. «Das kann nicht gut gehen. Es wird schwere Unfälle geben, die hoffentlich keine Fans verletzen!»

Wer im Vorfeld einer Saison mit 1000 Fragezeichen dumme Sprüche macht und Kollegen in die Pfanne haut, sollte jetzt eigentlich lieber schweigen. Aber wer mit 51 Sekunden hinter Melbourne-Sieger George Russell (Mercedes) als Fünfter ins Ziel kommt, hat wohl echte Probleme.

Die schlechtesten Autos?

Der Champion 2025, der im Zirkus nie richtig gelobt wurde, hat in Australien gemerkt, dass sein McLaren nicht konkurrenzfähig ist. Und was sagt Norris dazu: «Wir sind von den angenehmsten und besten Autos der Formel 1 wahrscheinlich bei den schlechtesten Boliden gelandet. Plötzlich bauen einige Fahrer seltsame Unfälle oder bleiben ohne Grund liegen.»

Norris steht nach dem ersten von 24 Rennen (oder 22, wenn Bahrain und Saudi-Arabien wegen des Iran-Konflikts ausfallen sollten) mit seiner Kritik nicht alleine da. Auch der zehnfache GP-Sieger Gerhard Berger (67) meldet sich zu Wort: «Ich kann nicht verstehen, dass ein Pilot, der früher vom Gas geht, dafür noch belohnt wird. Das widerspricht meiner Liebe zum klassischen Motorsport.»

Sainz: «Niemand ist happy»

Während Vordenker Verstappen jetzt mal «vom fehlenden Spass» spricht, sagt Sainz (Williams): «Das Reglement, das viele für richtig hielten, muss geändert werden. Die 50/50-Aufteilung von Verbrenner und Elektromotor scheint nicht zu funktionieren. Und niemand ist damit happy.»

Die Regelhüter der FIA sind also bereits vor dem GP China am nächsten Sonntag (live ab 8 Uhr Schweizer Zeit) gefordert. Die heissen Manöver in den ersten Runden zwischen Russell und Leclerc, die viele begeisterten, werden der Künstlichen Intelligenz des Energie-Managements zugeschrieben. Aber auch da fand Russell wieder ein Haar in der Suppe: «Das ist doch von Leclerc ein gefährliches Fahren!»

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Ist der Mercedes-Motor legal?

Der Mercedes-Doppelsieg, den Ferrari wegen einer schlechten Boxenstopp-Strategie («wir hatten Angst, dass der Gummi bei einem frühen Stopp nicht hält») schon bald verschenkte, ändert nichts an der Tatsache: Das umstrittene und von den Rivalen angeprangerte Verdichtungsverhältnis von 1:18 bei laufendem Mercedes-Motor wird erst am 1. Juni von der FIA geprüft. Erlaubt sind 1:16.

Mercedes-Chef Toto Wolff: «Wir werden auch dann legal sein.» Und zur neuen Formel 1: «Sie muss den Fans gefallen und nicht den Piloten.» Da könnte sich der Wiener leicht täuschen. Nun, für die englischen Buchmacher ist Russell mit einer Quote von 1,7:1 fast schon Weltmeister vor Verstappen und Antonelli (je 6:1) sowie Leclerc (11:1) und Hamilton (13:1). Der Brite hat am Sonntag hier seinen alten Kampfgeist ausgepackt.

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