Der 7. März 2025 war für die Formel 1 kein normaler Tag. Es war der Tag, an dem die FIA und die Grand-Prix-Macher – nach über zehn Jahren – einem elften Team das Okay für den Auftritt in der grössten Manege der Welt gaben.
Nach monatelangem Streit um den Milliarden Kuchen, der jetzt durch elf geteilt werden muss. Das goldene Ticket in den Formel-1-Zirkus hatte für die Amerikaner, die spätestens für 2029 einen eigenen Motor bauen müssen (General Motors), ihren Preis: 400 Millionen Dollar. Diese Summe wurde unter den zehn Teams aufgeteilt, die ab 2027 den Kuchen mit Cadillac teilen müssen.
Ohne die Kultfigur von Mario Andretti (86) hätten die Amis nie den Zuschlag bekommen. Sein Sohn Michael (63), einst Teamkollege von Ayrton Senna (†34) bei McLaren, war mit seinem Projekt stets gegen unüberwindbare Mauern gerannt. «Dazu sage ich nichts», lachte der Formel-1-Weltmeister von 1978 auf Lotus. «Aber geniessen wir diesen 7. März 2026, der Amerika stolz machen soll und wir mit beiden Autos fast problemlos bei der Premiere am Start stehen.»
Andretti ist von der jetzt «grünen» Formel 1 wahrlich nicht begeistert: «So wären wir früher kaum in die Autos geklettert. Wir wollten Rennen fahren, kämpfen, siegen – und nicht dauernd überlegen, was ich jetzt im Cockpit oder mit dem Gaspedal machen muss oder darf.»