Später Dank an Alpine-Pilot Colapinto
China-Held Hamilton – wer stoppt Mercedes?

Der Formel-1-Zirkus macht in China seinen zweiten Stopp. Vor einem Jahr gewann Lewis Hamilton im Sprint sein bisher einziges Rennen im Ferrari – gelingt dieses Kunststück erneut?
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Vor einem Jahr gewann Lewis Hamilton in China im Sprint sein bisher einziges Rennen im Ferrari.
Foto: Lukas Gorys
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Die Formel 1 ist nach der Premiere 2004 (Barrichello-Sieg) zum 19. Mal im Reich der Mitte angekommen. Nach dem eher umstrittenen Start in Melbourne bekommt der Zirkus auf dem 5,451 km langen Kurs in Schanghai eine zweite Chance. Für Systemkritiker Max Verstappen (28) ist klar: «Wir müssen mit der FIA und der FOM reden, damit wir spätestens für 2027 die richtigen Korrekturen machen. Jetzt haben die wenigsten Fahrer den nötigen Spass. Klar, dass bisher nur Mercedes und vielleicht Ferrari zufrieden sind.»

Verstappen: «Wir hatten in Australien Glück, dass Colapinto beim Start einen grossen Crash verhinderte. Eine tolle Reaktion.» Und Pierre Gasly, der Alpine-Kollege von Colapinto: «Ich habe Franco in China nur mit den Worten begrüsst: Danke, danke, danke!»

Der Argentinier verhinderte die Katastrophe, indem er Lawson im Racing Bulls mit über 150 km/h um Zentimeter ausweichen konnte. Verstappen: «Auch die Tempounterschiede auf der Geraden sind ein Punkt, den wir diskutieren müssen.»

Ferrari hofft auf Turbolader

Der Start wird auch beim zweiten WM-Lauf das Problem sein, wenn nicht alle Batterien voll sind, und der Motor sollte den richtigen Ladedruck haben. Ferrari hat die Probleme mit dem kleinsten Turbolader offenbar schon im Griff und muss nicht unbedingt von ganz vorne losfahren. Dazu kommt ein sehr wendiger Heckflügel.

Aber strategisch müssen die Roten zulegen, sonst werden die Funksprüche von Leclerc und Hamilton wieder so giftig wie 2025. China wäre der 30. WM-Lauf ohne Sieg!

Lewis 2025: Wer erinnert sich?

Hamilton, der in China mit sechs Siegen Rekordmann ist, kommt natürlich gerne nach Shanghai. Dort hat er vor einem Jahr aus der Pole-Position das Sprintrennen gewonnen! Dieses steht auch diesmal auf dem Programm (Samstag, 4 Uhr MEZ, ORF live). Von den bisher 24 «Mini-Rennen» über rund 100 Kilometer (13-mal siegte Verstappen) hat Sauber nur einmal gepunktet: Bottas als Siebter 2022 in Imola auf Alfa-Sauber. Kann jetzt Audi zuschlagen?

Wegen des ersten von sechs Sprints hat die Formel 1 nur 60 Trainingsminuten. Gerade in der jetzigen Zeit, etwas wenig, um die grossen Probleme in den Griff zu bekommen.

«Kimi kann Champion werden»

Nur Mercedes scheint nach dem Doppelsieg in Australien schon gut gerüstet. Vor allem der zweite Startplatz und der zweite Rang im Rennen von Kimi Antonelli (19) überraschten. Der Italiener war nach einem Totalschaden am Samstag und der Rekordzeit der Mechaniker mit einem nicht abgestimmten Auto sofort vorne aufgetaucht.

«Ja, Kimi kann Weltmeister werden», sagte Verstappen an der Medienkonferenz, «aber McLaren und Red Bull können den momentanen Rückstand sicher etwas verkürzen. Ich habe vom 20. Startplatz mit Position 6 das Maximum erreicht. Wäre ich etwas weiter vorne gestartet, wäre ich höchstens Fünfter geworden.»

McLaren-Ärger mit Mercedes

Mit Hadjar hat der Holländer bereits den sieben Teamkollegen bei Red Bull. «Isack macht sich gut. Schade, dass ihn als Trainingsdritter ein Motorproblem stoppte.»

Bei Weltmeister McLaren ist nach dem negativen Start bereits Feuer im Dach. Die Briten greifen – noch sachte – ihren Motorenpartner Mercedes an. McLaren fragt sich: Bekommen wir das gleiche Material? Antwort: Ja, aber bei den Software-Ingenieuren für das Energiemanagement darf McLaren nicht auf deutsche Hilfe hoffen.

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