Gina Schumacher (29) hält sich grösstenteils aus der Öffentlichkeit zurück. Als Tochter von Formel-1-Legende Michael Schumacher (57) weckt sie das öffentliche Interesse dennoch. In einer neuen ZDF-Doku, die im Mai im deutschen TV zusehen sein wird, gibt die 29-Jährige Einblicke in ihr Leben und ihre Gefühlswelt rund um ihren Papa.
Im Zentrum der Doku, die der Bild-Redaktion vor Ausstrahlung vorliegt, steht aber nicht die Beziehung zu ihrem Vater, der seit einem Ski-Unfall 2013 zurückgezogen lebt, sondern ihre Liebe zum Pferdesport. Schumacher gehört im Westernreiten zu den Besten des Sports. Doch die Verbindung zwischen ihr und den Tieren ist nicht nur rein sportliche, sondern auch eine emotionale.
«Könnte nicht ohne Pferde»
Nach dem Drama um ihren Vater habe sie Zuflucht bei den Pferden gefunden, wie sie in der Doku preisgibt. «Nach Papas Unfall habe ich mich da wirklich reingehangen, weil ich musste irgendwas machen. Die Pferde waren schon immer wichtig.» Aber seither seien sie wirklich wichtig. «Also ich könnte ohne Pferde nicht. Die haben mir geholfen, das alles durchzustehen.»
Wie sehr Schumis Tochter und die Vierbeiner harmonieren, wird bei der Reining-WM auf der Ranch der Familie Schumacher deutlich. In Givrins VD gewinnt sie zwei Titel im Einzel und in der Mannschaft gewinnt. Ginas Erfolge prophezeite Papa Schumacher bereits in Kindertagen.
«Sonst wirst du nichts»
«Michael hat mal zu mir gesagt, da war Gina zehn: ‹Die Gina wird viel besser sein als du›», erzählt Mama Corinna, die selbst leidenschaftlich reitet und Pferde züchtet, in der ZDF-Doku. Gina sei egoistischer, habe er erklärt. «Wenn du Sportler bist, musst du in gewisser Weise egoistisch sein. Und das ist super. Sonst wirst du nichts. Heute denke ich: Der hat so recht gehabt.»
Doch Talent und eine gesunde Portion Egoismus alleine reichen nicht, um an die Weltspitze zu kommen. Das ist sich auch Gina bewusst: «Ich bin dankbar, dass meine Eltern mir das ermöglicht haben. Deshalb war mir immer wichtig, dass ich in der Hinsicht hart arbeite. Dafür, dass ich das dann so gut mache, wie ich kann.»