Darum gehts
- Red Bull kämpft um Verstappen, entscheidet sich bis Oktober 2026
- Nur 55 Punkte und 7. Platz nach sieben Rennen für Verstappen
- Red Bull kündigt grösstes Update seit Jahren für Spielberg-Rennen an
Vor allem das Heimrennen von Red Bull steht unter grossen Fragezeichen. Vor wenigen Tagen traf sich die Spitze des Dosen-Konzerns in Salzburg zu einer heissen Diskussionsrunde. Mit Mateschitz-Sohn Mark, dem deutschen CEO Mintzlaff, Bullen-Chef Mekies sowie Max Verstappen und dessen Manager Vermeulen.
Wie entscheidet sich Max?
Das Problem: Der langjährige Vertrag mit dem Holländer läuft bis Ende 2028. Doch wenn die Resultate fehlen, greifen die verschiedenen Klauseln.
Die Blick-Leser wissen seit mehr als zehn Tagen: Nach Budapest am 26. Juli muss Verstappen seine erste Entscheidung fällen. Und im Oktober wird der vierfache Champion bis Singapur den Daumen nach oben oder eben nach unten zeigen.
Heimrennen: Die letzte Hoffnung
Die Facts nach sieben Rennen sind klar: zwei Ausfälle in China und Monaco. Nur ein Podestplatz (3. in Montreal), die 55 Punkte reichen gerade mal zum 7. Platz, 101 Zähler hinter Leader Antonelli.
Für Spielberg hat Red Bull das «grösste Update der letzten Jahre» angekündigt. Also der letzte Notschrei aus dem Bullen-Quartier, um Verstappen zu halten.
Der Steiermark-Crash von 2025
Sollte das Paket so gut sein wie jenes von Ferrari vor Barcelona, dann kann sich Max freuen. Aber glaubt er tatsächlich noch an eine Wende, ist sein Rucksack mit der Loyalität langsam leer?
Und Spielberg 2025 lässt beim 71-fachen GP-Sieger nicht gerade Euphorie aufkommen. Da schubste ihn Antonelli mit dem Mercedes kurz nach dem Start in der dritten Kurve von der Strecke. Am Ende fehlten Verstappen gegen Norris (McLaren) zwei Punkte zum fünften Titel.
Hat Red Bull den besten Motor?
Was man bei Red Bull – und wohl zu Recht – nicht versteht, ist der FIA-Entscheid, dass Red Bull (mit dem Eigenbau und der Hilfe von Ford) den offenbar stärksten Motor hat. Das bedeutet: Die Konkurrenz darf nachrüsten und dabei bis zu 10 Millionen Dollar verwenden, ohne diese aufs Budget setzen zu müssen.
Vor allem Mercedes schmunzelt mit seinen drei Partner-Teams über diese Einschätzung, Ferrari und Audi versuchen den Vorteil zu nutzen und bei Honda spielt diese Hilfe eigentlich keine Rolle mehr.
Spielberg top – ORF flop
Spielberg ist für den Klassiker in der Steiermark mit nur zehn Kurven gerüstet. Bereits füllen sich die ersten Zeltplätze. Die orange Army rückt an, obwohl die Siegesaussichten für den stärksten Fahrer im Feld fast bei null angelangt sind. Ausser die Modifikationen schlagen endlich voll ein. Wie bei Ferrari.
Für den Staatssender ORF hat am Montag mit dem WM-Spiel Österreich – Argentinien (0:2) eine harte Woche begonnen. Man musste den Knüller gegen den Weltmeister mit einem Millionen-Publikum der Konkurrenz von Servus TV überlassen. Und der Bullen-Haussender hat diesmal auch das alleinige Live-Recht beim Grand Prix.