Darum gehts
- Lewis Hamilton beeindruckt mit 61 Punkten aus drei Rennen seit Barcelona
- Ferrari und Mercedes müssen über Stallorder nachdenken, Leclerc in Bedrängnis
- Monaco-GP: McLaren und Red Bull legen Berufung gegen FIA-Urteil ein
Beginnt die WM am nächsten Sonntag im malerischen Spielberg ab 15 Uhr neu? Die Explosion von Sir Lewis Hamilton (41) im Ferrari hat auch die Wettbüros aufgeschreckt. Einst boten sie den Briten als Weltmeister 2026 mit 70:1 an. Nach dem Sensationserfolg in Barcelona und den 61 Punkten aus den letzten drei Rennen ist der beste GP-Sieger (siehe Kasten) nur noch zu einer Quote von 6:1 auf dem Markt. Hinter dem Mercedes-Duo Kimi Antonelli (1,45 zu 1) und George Russell (4,3 zu 1). Das «Wunder» hat für beide Teams Folgen. Sie müssen langsam daran denken, wen sie als Nummer 1 einsetzen. Bei Ferrari verliert Leclerc (trotz kürzlicher Vertragsverlängerung) plötzlich den Nummer-1-Status. Seit Lewis alle Simulator-Auftritte abgesagt hat («ich verlasse mich nur noch auf mich») ist er eine echte Titelgefahr geworden – nur noch 41 Punkte hinter Antonelli.
Das Problem der Teamchefs
Bei Mercedes sieht Chef Wolff die Gefahr: «Wenn Lewis Blut geleckt hat, dann ist er nicht zu unterschätzen. Und wir haben in Spanien beim für die Fans wieder hinreissenden Teamduell leider gute sechs Sekunden verloren. Da müssen wir sofort über die Bücher.» Heisst: Stallorder? Das Problem von Wolff ist mit dem von Vasseur bei Ferrari gleichzusetzen. Leclerc hat ja bereits 81 WM-Zähler weniger als der fünffache Saisonsieger Antonelli. Und der Monegasse ist seit 616 Tagen (Austin 2024) ohne Erfolg – und auch etwas angeschlagen. Mercedes gegen Ferrari: Für die Hardcore-Fans das richtige Duell, um am TV selbst mal Teamchef zu spielen.
Die Blick-Reporterlegende Roger Benoit kennt die Formel 1 wie kaum ein anderer. Im neuen Buch «Formel Wahnsinn» schaut er zurück auf über 825 Grand Prix und sein verrücktes Leben. Dabei verrät er einzigartige Anekdoten, unglaubliche Skandale und tragische Geschichten.
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Protest
Der GP von Monaco vom 7. Juni ist immer noch nicht zu Ende. Nachdem die FIA den Protest von Alpine gegen die zwei Fünf-Sekunden-Strafen gegen Gasly guthiess und den Franzosen vom 7. auf den 3. Platz nach vorne hievte, haben jetzt McLaren und Red Bull gegen das Urteil Berufung eingelegt. Wie Mercedes, das aber auf das Recht auf Wiederaufnahme verzichtete: Keine Chance! Das sollten sich auch die zwei anderen Teams sagen. Denn zweimal gibt sich die FIA im gleichen Fall sicher keine Blösse mehr!
Crash 2025
Der GP von Österreich hatte 2025 nach wenigen Sekunden den Crash des Jahres. Antonelli verbremste sich und riss Verstappen ebenfalls aus dem Rennen! Am Ende lagen beide McLaren (Norris vor Piastri) vor den beiden Ferrari (Leclerc vor Hamilton). Freude bei Sauber: 8. Bortoleto, 9. Hülkenberg.
Gerüchteküche
Spanien-Wirbel. Beide Fahrer in der Gerüchteküche. Sainz hat von Williams genug und soll, auf Druck von Papa, endlich bei Audi vorsprechen. Alonso (44) verhandelt mit Alpine und seinem Manager Briatore, der dort das Sagen hat.