Darum gehts
- Bei Cadillac und Racing Bulls wirbeln Transferfragen umher
- Bekommt Ocon eine Chance beim F1-Neuling Cadillac?
- Lage bei Racing Bulls noch komplizierter
Offen sind im Zirkus auch noch zwei Cockpits. Bei Neuling Cadillac will man offenbar nicht mehr mit den zwei Oldies Sergio Pérez (36) und Valtteri Bottas (37) weitermachen. Aber wer bringt frisches Blut ins US-Team?
Vor der Türe steht und hofft ein Bald-Arbeitsloser: Esteban Ocon (30). Bei Haas-Ferrari ausgemustert, weil die Roten ihr Eigengewächs Rafael Camara (21), Leader der Formel 2-Serie, beim Partnerteam auf oberster Stufe testen möchten.
Ocon zu Cadillac? Dann müsste der Millionen-Vertrag mit Bottas ausbezahlt werden. Wir erinnern uns noch an die Abschiedsworte des Finnen Ende 2024 bei Sauber: «Schade, das waren drei verlorene Jahre!»
Der Vorteil von Ocon: Der neue polnische Teamchef Budkowski (49) soll gute Beziehungen zum Franzosen pflegen. Und der Ungarn-Sieger von 2021 sagt: «Ich möchte noch fünf Jahre in der Formel 1 fahren!» Aber wo?
Was passiert bei Racing Bulls?
Noch komplizierter ist der Transferfall bei Racing Bulls. Ein Team, das unter der Leitung des Vorarlberger CEOs Peter Bayer (55) fast geräuschlos durch die Saison zieht und auf dem tollen 5. WM-Platz höchstens noch Alpine fürchten muss.
Das Fahrerduo wäre mit dem Briten Arvid Lindblad (19) und dem Neuseeländer Liam Lawson (24) gegeben. Rookie Lindblad grüsst mit 38 Punkten als WM-Elfter, Lawson ist sogar WM-Neunter, hat 69 Zähler (14 davon als Hadjar-Ersatz bei Red Bull).
Warum also dieses Duo nicht bestätigen? Bayer weicht aus: «Das wird von oberster Stelle entschieden!»
Formel-2-Fahrer soll der neue Star werden
Der entscheidende Faktor kommt aus Bulgarien, heisst Nikola Tsolov (19) und ist neben Camara der Superstar in der Formel 2. Ein Talent aus der eigenen Bullen-Akademie, in die jetzt auch Kimi Räikkönens Sohn Robin (11) aufgenommen wurde.
Tsolov soll also der neue Star in der eigenwilligen Red-Bull-Familie werden. Die Frage: Kann man deswegen Lawson mit 65 Punkten entlassen? Dass dieser bei fast allen GP-Kollegen unbeliebt ist, sollte keine Rolle spielen.