Noch immer wird heftig über die neue Fahrerpaarung von GP-Einsteiger Cadillac diskutiert. Mit Sergio Pérez (35) und Valtteri Bottas (36) schickt man 2026 das älteste Team ins Rennen. 527 Rennen, 16 Siege und 106 Podestplätze stützen die Erfahrung. Aber wie gut harmoniert das Duo?
«Drugovich verdient Chance»
Für den aufstrebenden Sauber-Piloten Gabriel Bortoleto (20): «Eine Wahl, die Cadillac sicher gut überlegt hat. Da liegt es nicht an mir, Kritik anzubringen oder zu bewerten. Aber ich hätte in einem Auto gerne meinen Landsmann Felipe Drugovich gesehen. Er verdient ein Formel-1-Cockpit, wie alle Formel-3-Meister!»
Drugovich (25), Formel-2-Champion 2022, ist seit drei Jahren Ersatz- und Testpilot bei Aston Martin. Viele Teams haben den zuverlässigen Südamerikaner auf dem Zettel, wenn sie mal einen schnellen Ersatzfahrer finden müssen.
Unfall von Antonelli
Das erste Training wurde bereits nach wenigen Minuten unterbrochen, weil Mercedes-Rookie Kimi Antonelli (18) ins Kiesbett rutschte – rote Flagge.
Dann ging die Heimshow von Weltmeister Verstappen im Red Bull los – 1:11,986. Die Bestzeit hielt nicht lange. Da zeigte sich WM-Leader Piastri mit dem überlegenen McLaren ganz vorne – 1:11,794. Zur Erinnerung: Die Pole-Zeit auf dem 4,259 km langen Kurs von Norris 2024 war 1:09,673. Und was machte Verstappen: Er wurde Sechster und beendete das Training im Kiesbett.
Kurzes Ferrari-Hoch ...
Als einer der ersten Fahrer liess Hülkenberg den weichen Gummi aufziehen und schoss sich sofort in die Top Ten. Und was machte Norris, der in der WM neun Punkte hinter Piastri liegt? Der Brite schockte gleich mit 1:10,278. Immerhin einige Zehntel vor seinem Teamkollegen. Vergessen wir nicht, dass Norris von den letzten vier Rennen drei gewonnen hat. Dazu kam der zweite Platz in Spa!
Nach einer halben Stunde demonstrierte das Sauber-Duo die Form der letzten sechs Rennen, in denen Hülkenberg und Bortoleto jeweils Punkte für die Hinwiler Mannschaft holten. Der Deutsche war da Vierter vor den beiden Ferrari von Leclerc und Hamilton sowie seinem Teamkollegen Bortoleto. Was für ein Bild für den Moment.
Starke Sauber-Gegner
Doch für Sauber sind mit bisher 51 Zählern im Kampf um den 5. WM-Rang vor allem Williams (70 Punkte) und Aston Martin (52) wichtig. Und die klopften in Zandvoort in den ersten 60 Trainingsminuten alle tüchtig an die Top-Ten-Türe: 3. Stroll, 4. Alonso, 5. Albon, 8. Sainz. Dann erst Bortoleto – 13. Hülkenberg.
Tiefpunkt bei Ferrari?
Bei Ferrari ging es nach dem Zwischenhoch weit nach hinten: 14. Leclerc, 15. Hamilton. Und der seit Monaten unzufriedene Monegasse schlug noch im Cockpit Alarm. «Wir müssen schnell reagieren. Wir sind sehr weit weg, sehr weit!» Das Fazit von Leclerc ist alt: «McLaren hat einen verdammt guten Job gemacht. Die haben etwas gefunden, was wir leider nicht gefunden haben.»