So steht es bei den McLaren-Jägern
Verstappen brennt, Hamilton zweifelt, Russell ruhig

Wenige Stunden vor dem ersten Training in Zandvoort (Freitag, 12.30 Uhr) spielt das Wetter einen grossen Faktor. Blick hörte sich im Fahrerlager bei Red Bull, Ferrari und Mercedes um.
Publiziert: 08:00 Uhr
Teilen
Anhören
Kommentieren
1/7
Max Verstappen freut sich auf sein Heimrennen in Zandvoort.
Foto: IMAGO/Jay Hirano

Darum gehts

  • Max Verstappen freut sich auf Heimrennen, glaubt aber nicht an WM-Titel
  • Lewis Hamilton kämpft mit Motivation, Charles Leclerc überrascht Bruder
  • Mercedes wartet auf Vertragsverlängerung von George Russell
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Bildschirmfoto 2024-10-14 um 07.40.08.png
Marco MäderStellvertretender Leiter Sport-Desk

Bei Red Bull brennt Weltmeister Max Verstappen (27) auf sein Heimrennen. Der Holländer (223 Rennen, 65 Siege) scheint die Pause genossen zu haben: Mit braungebrannter Nase kommt er in Zandvoort an. Zusammen mit seiner Partnerin Kelly Piquet und Töchterchen Lily (im Mai 2025 geboren) verbrachte der Red-Bull-Superstar die letzten Wochen auf Sardinien – auf dem Jetski, auf dem Surfbrett und auf einer Yacht vor Porto Cervo.

Jetzt freut er sich auf seine Fans, die den Holland-GP in ein oranges Meer verwandeln werden. «Das zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht», sagt der vierfache Champion. Doch eine Aussage sorgt für Stirnrunzeln. Auf die Frage, ob er noch an den WM-Titel glaube, meint er kurz und knapp: «Nicht wirklich, nein.»

Hamilton am Boden?

Währenddessen gibt Lewis Hamilton (40) bei Ferrari in Zandvoort weiter den gebrochenen Mann. Der siebenfache Weltmeister (370 Rennen, 105 Siege) hatte in der Sommerpause viel zu hinterfragen. «Ich bin nutzlos», sagte er noch in Ungarn. Seine bisherige Saisonbilanz: 109 Punkte, kein Podestplatz, ein Sprintsieg in China, WM-Platz sechs. «Ich habe die Zeit genutzt, um mit meiner Familie und meinen Freunden zu sein», sagt er leise, mit gesenktem Kopf. «Im Moment geht es darum, einige Dinge zu beruhigen und wieder Freude an meiner Arbeit zu finden.» Das löst bei seinen Fans sicher kein Optimismus aus.

Ganz anders die Stimmung bei Charles Leclerc (27). Der Monegasse (161 Rennen, acht Siege) strahlt am Donnerstagabend übers ganze Gesicht. Er habe seinen Bruder Lorenzo überrascht, erzählt er: «Er durfte in Le Castellet meinen Ferrari von 2019 fahren. Das war ein unglaublicher Tag – für ihn und für die ganze Familie.» Lorenzo ist der ältere Bruder von Charles. Dazu kommt noch der dritte im Bunde: Arthur (24), der im Nachwuchs im Rennsport nie richtig durchstarten konnte.

Russell und sein Vertrag

Und bei Mercedes? Dort wartet man weiterhin auf die Vertragsverlängerung von George Russell (27). Sein Kontrakt läuft nach dieser Saison aus. Die Ferien verbrachte der Brite (142 Rennen, vier Siege) mit Partnerin Carmen Montero Mundt ebenfalls auf Sardinien.

Zum Vertrag sagt er in Zandvoort: «Toto Wolff und mein Team waren sehr offen für Gespräche während der Pause. Aber ich wollte diese zwei Wochen nutzen, um abzuschalten und neue Energie zu tanken.» Nun fühle er sich bereit, wieder Gas zu geben. «Auch wenn es hier in Zandvoort recht nass ist.»

Tatsächlich: Glaubt man dem Wetterbericht, dürfte es hier am Wochenende zum Regenchaos kommen.

Teilen
Fehler gefunden? Jetzt melden
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen
      Meistgelesen