Erste Formel-1-Boliden der Saison 2026
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Testfahrten in Barcelona:Erste Formel-1-Boliden der Saison 2026

Barcelona: Bluffen, tarnen, täuschen
Geister-Tests im Tiefkühlfach – Verstappen geht fremd

Mit nur sieben der elf Teams begannen auf der eiskalten Rennstrecke von Barcelona, die fünftägigen Geister-Tests der Formel 1. Bei sieben Grad Asphalt-Temperatur werden die Teams bis zu den Bahrain-Tests Mitte Februar kaum schlauer.
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Erste Runden im Redbull: Isaac Hadjar bei den Testfahrten in Barcelona.
Foto: Lukas Gorys
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Um 9 Uhr raste zuerst Antonelli im Mercedes vor Bortoleto im Audi und Colapinto im Alpine (jetzt mit Mercedes-Power) auf den Kurs. Ein erster Prestigeerfolg im neuen deutschen GP-Duell.

Verlierer ist Williams

Der WM-Fünfte Williams hatte für Barcelona schon vor einer Woche Forfait erklärt (im Blick), weil einige Teile in der Produktion hängenblieben. Weltmeister McLaren, Ferrari und Aston Martin wollen erst am Dienstag oder Mittwoch ihre ersten Testrunden drehen.

Mehr als drei Tage darf kein Team bis Freitag auf der 4,657 km langen Testwiese auftauchen. Am 14. Juni steigt dann dort die Abschiedsvorstellung im Kalender, weil der Zirkus wieder nach Madrid zurückkehrt.

McLaren wartet bis Bahrain

McLaren, das sich am Montag im Internet im Tarnkleid präsentierte, wird erst in der Wüste von Bahrain die Papaya-Farben vor den königlichen Teambesitzer enthüllen.

In Barcelona wollen die Teams noch ihre Ruhe haben, keine kritischen Stimmen in den Medien oder am TV erlauben. Am Mittag wurde sogar der Zeit-Computer abgestellt – und die Sicherheitskräfte verstärkt, weil einige Fans auf das Gebiet der abgesperrten Streckenanlage eingedrungen waren.

Drei rote Flaggen

Aber die Angst vor Spionen muss jedes Team im Fahrerlager bekämpfen. Von dort dringen auch sofort Gerüchte nach draussen. Nun, bis zum Mittag wurde der Test dreimal mit einer roten Flagge unterbrochen: Colapinto, Bortoleto und Lawson im Racing Bulls rollten aus – noch keine Spur von einem Crash.

In dieser Hinsicht machen sich die Teams grosse Sorgen, wenn bei einem Unfall der Frontflügel beschädigt wird. Denn in Zukunft dürfen die Fahrer die Heck- und Frontflügel vom Cockpit aus bewegen. Das DRS wurde abgeschafft, jetzt muss man nicht mehr innerhalb einer Sekunde vom Vordermann sein, um den Heckflügel flacher zu stellen.

Hadjar und Antonelli «schnell»

Da jetzt beide Systeme mit einer Hydraulik arbeiten, wäre eine beschädigte Nase nicht mehr so schnell zu ersetzen. Also müssen die Piloten Frontalaufpralle möglichst vermeiden.

Technische Sensationen lassen die ersten Bilder noch nicht erkennen. Alle bluffen, tarnen und täuschen die Gegner, was das Zeug hält. Bis zur Mittagspause waren Hadjar im Red Bull und Antonelli die schnellsten. Bei den Bullen scheint also der eigene Motor (mit Hilfe von Ford) zu funktionieren. Die Typenbezeichnung DM01 ist eine Ehrung an den 2022 verstorbenen Teamgründer Didi Mateschitz (+78).

Verstappen fährt Mercedes

Jetzt ist es offiziell: Bullen-Superstar Max Verstappen geht schon im März fremd – und dreht (nach den Estoril-Tests im Dezember) auf einem Mercedes GT3 bei einem Rennen seine ersten schnellen Runden im Hinblick auf seinen Einsatz bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Dies ist nur möglich, weil die Nordschleifen-Serie den Rennkalender umbaute!

Dort in der grünen Hölle hatte der Holländer bei seinem erste Mini-Einsatz (damals noch auf dem Ferrari GT3) mit Rekordrunden und einem Sieg geglänzt.

Schumi jetzt im Rollstuhl?

Wenn die Nachrichtenlage (noch) dünn ist, melden sich meist die britischen Sozialen Medien. Diesmal mit der «News», dass der am 29. Dezember 2013 verunglückte Michael Schumacher (57) nicht mehr im Bett liegen muss.

Der siebenfache Champion soll, so die Gerüchte, in Zukunft in einem Rollstuhl sitzen. Wenigstens reden die Briten nicht von einem Wunder oder einer baldigen Genesung.

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