Der Pilot hat noch heute Millionen von Fans auf der ganzen Welt: Sie leiden seit Jahren mit dem siebenfachen Formel-1-Weltmeister Sir Lewis Hamilton (41). Nach seinem Katastrophenjahr 2025 (erstmals seit 19 Jahren ohne Podest) startet der Brite «mit grossen Hoffnungen» in das zweite Ferrari-Abenteuer, «die Hoffnung auf bessere Zeiten oder ein gutes Auto ist am Anfang immer dein einziger Begleiter. Bei Ferrari kommen die Emotionen dazu – und die unendliche Leidenschaft. Ich liebe diesen Sport.»
Jetzt muss Hamilton abliefern
Viele Experten hatten Hamilton nach 2025 (trotz des Sprint-Siegs in China) zum Rücktritt geraten. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Lewis taten die Ratschläge seiner früheren Rivalen weh – und weckten neue Geister in ihm. So wollte er nicht abtreten.
Und vielleicht erinnerte sich der WM-Sechste an seine früheren Worte: «Mit 40 Jahren will ich eine Familie haben und mit meinen Kindern herumtollen!» Ob dieser Traum je in Erfüllung geht? Oder bleiben Mode, Film und Musik bis ins hohe Alter seine Wegbegleiter?
Aber jetzt muss der 105-fache GP-Sieger abliefern. Findet Lewis unter den total neuen Bedingungen und mit einem neuen Renningenieur zu seiner alten Klasse zurück? «Ich war seit Saisonende jede Woche mindestens einmal im Werk von Maranello.» Noch nie sass er in seiner Karriere mit 380 Rennen so oft im Simulator. «Ich habe die ganze Geburt des SF26 hautnah miterlebt. Die ersten Runden in Fiorano waren dann wie ein Geschenk. Für mich und jeden Mitarbeiter.»
Ab Montag gehts in Barcelona zu den ersten Tests (hinter geschlossenen Toren). Hamilton weiss, worum es bis zum WM-Start am 8. März in Melbourne geht: Er muss versuchen, seine alte Stärke, sehr tief in eine Kurve hineinzubremsen, zurückzugewinnen. Doch der einzige Gradmesser bleibt sein Teamkollege Charles Leclerc (28). Der selbst will sich die Trauerspiele nicht lange mitansehen. Acht Siege in sieben Jahren gehen dem Monegassen an die Nerven. Da droht Ärger, wenn die Erfolge weiter ausbleiben. Ein Ersatzmann steht bereit: Oliver Bearman (20) vom Partner-Team Haas.
Mercedes und Microsoft
Was bringt Barcelona? Die Ingenieure und Technikdirektoren werden sich an den Boxen oft begegnen. Denn bis jetzt deckte noch kein Team wichtige Details am Auto auf, auch wenn die Technikfreaks schon viele Analysen über mögliche Favoriten machen!
Der Bluff wird sich bis Bahrain (11. bis 13. Februar) hinziehen. Erster Sieger auf dem Transfermarkt: Mercedes. Die zogen jetzt Microsoft an Bord. Der Technologieriese erhöht den Wert des Teams auf sechs Milliarden Euro. Rekord.