Auch am Sonntag bestraft
0,1 km/h zu schnell – Hamilton verliert wichtige WM-Punkte

Im Qualifying zum Ungarn-GP behindert Lewis Hamilton Oscar Piastri, im Rennen ist der Ferrari-Brite dann in der Boxengasse zu flott unterwegs. Kein Wunder, wächst der Rückstand des siebenfachen WM-Champions gegenüber Leader Kimi Antonelli so auf 50 Punkte an.
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Der WM-Zweite Lewis Hamilton wird in Ungarn nur Fünfter.
Foto: NurPhoto via Getty Images
Roger Benoit aus Budapest

Weltmeister McLaren-Mercedes hat vor der Sommerpause gerade noch seine Pflicht erfüllt: Erste Pole-Position und erster Sieg 2026 hier in Ungarn für Lando Norris und sein Papaya-Team.

Kommen da mit Norris und sogar Verstappen, der im Red-Bull-Ford souveräner Zweiter wurde, vielleicht noch zwei bis Budapest kaum beachtete Piloten bei der heissen Titelfrage dazu?

Nun, bei Mercedes und Ferrari hat man in der Sommerpause genug Zeit, die Punktesituation zu analysieren und ab Zandvoort am 23. August erste Schritte einzuleiten. Denn beide Teams glauben wohl nicht, dass ihre Stars bis zum Finale (wo auch immer) punktemässig schön nebeneinander liegen.

Bei Mercedes müsste man nach Budapest schon auf Antonelli setzen, der vom siebten Startplatz (strafversetzt wegen zu schnell unter Gelb) wieder fehlerfrei aufs Podest fuhr, während Russell den Start verhaute und als Siebter fast 40 Sekunden hinter dem Italiener ins Ziel kam.

Bei Ferrari hat man aus der klaren Favoritenrolle im 32 Grad warmen Mogyorod nichts gemacht, strategisch versagt – und am Ende wurde Leclerc nur Vierter vor dem kampffreudigen Teamkollegen Hamilton, der beim zweiten Reifenwechsel mit 80,1 km/h (erlaubt sind 80) zu schnell durch die Boxengasse fuhr. Und mit fünf Sekunden bestraft wurde.

Hamilton-Strafe auch schon am Samstag

Bereits am Samstag hatte der wegen einer falschen Ferrari-Taktik frustrierte siebenfache Weltmeister Hamilton Piastri geblockt – und war aus der ersten Reihe in die dritte strafversetzt worden.

Beim GP Ungarn wurde Piastri wieder ein «Opfer» – diesmal attackierte und berührte ihn der Spanier Carlos Sainz im schwachen Williams.

Die fünf Sekunden warfen Sainz am Ende einfach auf den 18. Platz hinter Teamkollege Albon. Nur noch schwächer war Cadillac, das wie in Österreich beide Autos verlor. Bottas mit Bremsdefekt, Pérez mit kaputter Aufhängung.

Monza-Skandal immer noch präsent

Bei McLaren bleibt man ein Ein-Mann-Team. Oder Norris über alles. Als Piastri wegen Sainz die Führung verlor, hätte man Norris bitten können, dem Australier wieder seinen Platz zu überlassen.

Weit gefehlt: In Monza 2025 musste WM-Leader Piastri (!) Norris am Ende des Rennens vorbeiwinken, weil das Team dessen Boxenstopp verschlampt hatte. Der Skandal vor einem Jahr ist noch nicht vergessen (im Boxenstopp).

Wie angekündigt ersetzt am 4. Oktober Malaysia das abgesagte Rennen im 6000 Kilometer entfernten Bahrain. Sepang bei Kuala Lumpur, vor neun Jahren zuletzt im Kalender, steigt eine Woche nach Baku und eine Woche vor Singapur.

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