Playoff-Halbfinal statt Frust-Saisonende
SCB rettete MacLeod nach dem Langenthal-Aus

Lea MacLeod ist eine der Spielerinnen, die nach dem Langenthal-Aus bei einem anderen Klub untergekommen sind. Die Kanadierin kehrte zu ihrem Ex-Team nach Bern zurück und kommt so überraschend zur Chance, den Meistertitel zu verteidigen.
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Nach dem Rückzug des Frauenteams endete die Saison in Langenthal für Lea MacLeod frühzeitig.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nach Langenthals Rückzug holte der SCB Lea MacLeod für die Playoffs
  • Statt gegen den Abstieg kämpft die Kanadierin jetzt um den Meistertitel
  • Ihr Vater und Bruder wohnen in Deutschland
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Ihre Saison wäre eigentlich abgeschlossen und sie stünde vor dem Nichts, was ihre sportliche Zukunft betrifft. Doch für Lea MacLeod (26) geht es nach dem Aus des Frauen-Teams des SC Langenthal weiter.

Statt gegen den Abstieg zu spielen, bekommt die Kanadierin überraschend die Chance, den Meistertitel zu verteidigen: Die 26-Jährige ist eine der Spielerinnen, die nach dem chaotischen Ende bei einem anderen Klub Unterschlupf gefunden haben. Der SCB nimmt die Stürmerin auf für die Playoffs.

«In Langenthal war es eine stressige Saison für uns», räumt MacLeod ein. Das Team habe im letzten Dezember rund eine Woche vor der öffentlichen Bekanntmachung des Klubs vom geplanten Rückzug erfahren, «wir konnten zunächst nicht glauben, dass das wahr ist». Als die Spielerinnen realisieren, dass nichts mehr dagegen getan werden kann, bringen sie ihre Namen bei Liga-Konkurrenten ins Spiel. Bern schlägt bei ihr sowie Captain Anja Luternauer (23) zu.

MacLeod bekommt nochmals ein Schaufenster

Der Transfer mitten in der Saison löst bei MacLeod zunächst gemischte Gefühle aus. «Ich wusste nicht, was mich bei der Rückkehr nach Bern erwartet.» Die Stürmerin hat letzte Saison für den SCB gespielt und den Titel gewonnen. «Doch schnell fühlte es sich an, als wäre ich gar nie weg gewesen.»

Zudem sei es ein gutes Zeichen, dass man sie für die anstehenden Playoffs geholt habe. Denn nach Langenthal gewechselt ist MacLeod 2025 primär, weil der Klub ihr eröffnet hat, diese Saison mit einer Ausländerin weniger bestreiten zu wollen. Titel- statt Abstiegskampf, «eine völlig andere Ausgangslage». Und für sie die Chance, sich nochmals in einem Schaufenster zu zeigen mit dem Ziel, ihre Karriere in unserer Women’s League fortsetzen zu können.

Zurück zu den Wurzeln

Vor ihrem Wechsel in die Schweiz spielt MacLeod in Ingolstadt (De). Kein Zufall, sondern nach vier College-Jahren an der Saint Francis Xavier University im kanadischen Antigonish eine Reise zu ihren Wurzeln. Die Kanadierin ist während des Engagements ihres Vaters Jeff (54) in Kassel geboren worden. Der Ex-Verteidiger ist seit drei Jahren Headcoach von Deutschlands Frauen-Auswahl und lebt in Ingolstadt. Ihr älterer Bruder Gregor (27) spielt erfolgreich bei den Kölner Haien (53 Punkte in 36 Partien).

Der Aufschwung des Schweizer Frauen-Hockeys bleibt Lea MacLeod vor zwei Jahren nicht verborgen, «man sagte mir, dass die Women’s League kompetitiver ist». Deshalb entschliesst sie sich zum Wechsel, ohne die Nähe zu Vater und Bruder zu verlieren. Mit Gregor, der der Grund für ihre Hockey-Leidenschaft ist, pflegt sie ein nahes Verhältnis, «an freien Wochenenden habe ich ihn oft besucht». Doch bald sind die Playoffs Trumpf. Im Halbfinal gegen Ambri sieht MacLeod ihre Bernerinnen im Vorteil und hofft auf den Final-Einzug.

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