Darum gehts
- US-Hockeyteam feiert Gold am 22. Februar 2026 mit FBI-Direktor
- Donald Trump mischt sich ein, lädt Männer- und Frauen-Teams nach Washington ein
- Erstes amerikanisches Männer-Gold seit 1980 – Einladung der Frauen abgelehnt
Wenn Hockey-Mannschaften etwas gewinnen, wollen alle mitfeiern. Dann darf man auch selbst mal in die Garderobe und eine Skibrille aufsetzen, damit die Alkohol-Dusche nicht in den Augen brennt. In der Garderobe der US-Amerikaner lag nach dem Triumph am letzten Sonntag aber nicht bloss Schampusdampf in der Luft, da lungerte auch noch der FBI-Direktor Kash Patel herum. Was der da zu suchen hatte? Muss man Bill Guerin fragen, der General Manager des US-Teams hatte den Direktor der Bundesbehörde in die Kabine eingeladen.
Skibrillen beschlagen – Onkelwitz sei Dank
War das nur unbeholfen? Oder doch eher kriecherische Schmeichelei? Wer solche Typen auf die Bühne bittet, weiss, welches Festprogramm gespielt wird: Eine narzisstische Ego-Show und Stimmungsmache. Dass Donald Trump einen Erfolg über die Kanadier kapern und für seine Zwecke verwenden würde, stand bereits fest, bevor die Goldmedaillen verteilt wurden.
Trump wäre nicht Trump, wenn er den Goldgewinnern nur per Telefonanruf gratuliert hätte, der Blabla-Fixstern unter den Dauersendern muss dann immer auch noch jemanden beleidigen. In diesem Fall die US-Olympiasiegerinnen: Die Frauen müsse er ja auch nach Washington einladen, ansonsten drohe ihm ein Amtsenthebungsverfahren, grölte er am Telefon, das sein Lakai Patel in den Griffeln hielt. Einige der feiernden Männer kicherten artig über den Onkelwitz, andere nicht, aber die Stimmung war trotz Gold vergiftet, die Skibrillen beschlagen, Trump hatte sein Ziel erreicht: Auch hier geht es ausschliesslich um ihn. Die Olympiasiegerinnen lehnten die Einladung dann ab, die Männer nicht – und der eigentlich handelsübliche Auftritt in Washington wurde zum Politikum.
Zutritt nur für Team-Mitglieder
Das erste Gold der US-Männer seit 1980? Ist auch schon fast eine Woche her, im Normalfall wäre die Sache längst aus den Schlagzeilen raus. Aber man kann ja auch nicht vom Normalfall ausgehen, wenn man einen FBI-Direktor in eine Eishockey-Garderobe einlädt. In der Regel hängt an jeder Garderobentüre ein Stoppschild: Zutritt nur für Team-Mitglieder. Jetzt weiss man warum.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 48 | 65 | 108 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 49 | 45 | 94 | |
3 | ZSC Lions | 48 | 29 | 85 | |
4 | HC Lugano | 48 | 34 | 85 | |
5 | Genève-Servette HC | 48 | 1 | 79 | |
6 | Lausanne HC | 48 | 19 | 78 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 48 | -12 | 70 | |
8 | EV Zug | 48 | -17 | 70 | |
9 | SC Bern | 48 | -6 | 66 | |
10 | SCL Tigers | 48 | 1 | 64 | |
11 | EHC Biel | 48 | -22 | 61 | |
12 | EHC Kloten | 48 | -20 | 58 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 48 | -46 | 54 | |
14 | HC Ajoie | 49 | -71 | 39 |
