Ösi-Trainer Bader nach 0:9 gegen Nati
«Wir waren eine Schlachtplatte»

Österreich-Trainer Roger Bader hatte sich für sein Heim-WM-Spiel als Schweizer gegen die Nati mehr erhofft. Desillusionieren kann ihn das 0:9 gegen die Schweiz aber trotzdem nicht – er haut danach ordentlich Sprüche raus.
Kommentieren
1/4
Es gab für Roger Bader viel zu notieren, aber wenig Hoffnung.
Foto: keystone-sda.ch
RMS_Portrait_AUTOR_378.JPG
Marcel AllemannReporter Eishockey

Roger Bader (61) spricht auf die Frage, nach seinen Empfindungen nach dem Spiel, nicht lange um den heissen Brei herum. «Wir waren eine Schlachtplatte», meinte Österreichs Nationaltrainer. «Wir haben gehofft, dass es nicht ganz so schlimm wird, aber mussten es ein wenig erwarten, dass es so kommen könnte. Erstens sind die Schweizer brutal stark besetzt, sie haben eine wahnsinnige Qualität und ihr Heimpublikum im Rücken. Wir dagegen waren müde im vierten Spiel in fünf Tagen, das sind sich meine Spieler nicht gewohnt.»

«Wurden für unsere Geradlinigkeit und Pace belohnt»
2:06
Meier nach Kantersieg:«Wurden für unsere Geradlinigkeit und Pace belohnt»

Bewusst hat der Zürcher gegen die Schweiz mit den angeschlagenen Dominic Zwerger (Ambri) und Vinzenz Rohrer (ZSC) zwei seiner wichtigsten Spieler geschont: «Wir sehen das grosse Bild und streben noch einen Sieg an, was wir für heute als nicht ganz realistisch betrachtet haben.» Mehr rechnet man sich bei Österreich nach zwei freien Tagen am Samstag gegen Deutschland aus – trotz der Kanterpleite gegen die Schweiz ist die zweite Viertelfinal-Qualifikation in Folge greifbar.

«Man hat den besten Stehplatz im Stadion»

Bader glaubt nicht, dass dieses 0:9 bei seinem Team bleibende Schäden hinterlässt. «Es muss sich niemand schämen, ich zumindest tue es nicht. Viel bitterer wäre es gewesen, wenn wir gegen Grossbritannien oder Ungarn verloren hätten.» Der Winterthurer sagt aber auch: «Natürlich war es nicht angenehm. Man steht unten, hat den besten Stehplatz im Stadion und hofft dann, dass die Uhr etwas schneller läuft. Normalerweise habe ich ja Freude, der Schweiz zuzuschauen. Einfach nicht heute.» 

Dass die Schweiz über die gesamte Spieldauer nicht locker gelassen hat, konnte Bader nicht überraschen: «Eine Mannschaft, die Weltmeister werden will, muss so über 60 Minuten spielen und will sich keine flauen Phasen leisten. Die waren nicht zufrieden, wollten immer noch mehr Tore schiessen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es dieses Jahr für die Schweiz für Gold reicht.»

«Wichtig, dass wir Sachen noch verbessern»
2:00
Josi tritt auf Euphoriebremse:«Wichtig, dass wir Sachen noch verbessern»
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Meistgelesen