Rückkehrer
Die Pause vor dem Start der Playoff-Viertelfinals kam beiden Teams gelegen. Bei den ZSC Lions haben sich die zuvor verletzten Denis Malgin, Willy Riedi, Yannick Weber und Patrick Geering zurückgemeldet. Trainer Marco Bayer kann abgesehen von Thierry Bader (Saisonende) auf sein komplettes Kader zurückgreifen. Lugano bekommt wieder mehr Substanz in der Defensive: Die zuletzt verletzten Mirco Müller und Carl Dahlström sind zurück. «Sie waren ein wesentlicher Bestandteil unseres Erfolgs, und mit ihrer Präsenz werden wir insgesamt mehr Energie ins Spiel bringen», freut sich Trainer Tomas Mitell. Auch Stürmer Aleksi Peltonen steht wieder zur Verfügung. Lugano ist damit komplett. Lugano-Captain Calvin Thürkauf freut sich gemäss «HeShootsHeScores», dass Nati-Kollege Malgin zurück ist: «Wir wollen die besten Zürcher schlagen und nach der Serie keine Diskussionen über Ausfälle hören.»
Vorlage
In Sachen Kaderbreite kann den ZSC Lions ohnehin niemand etwas vormachen. Acht Verteidiger und 15 Stürmer nahmen diese Woche am Training teil, dahinter stehen auch noch zahlreiche Spieler von Farmteam GCK Lions bereit, das bis Ende März trotz des Outs in den Playoffs der Swiss League weitertrainiert. Danach soll sich ein Teil von ihnen mit einer zweiten Trainingsgruppe dem ZSC anschliessen. Die jüngeren GCK-Akteure wie Daniil Ustinkov, Alessandro Segafredo, Daniel Olsson, Endo Meier oder Nino Niedermann, die alle auch schon in der National League gespielt haben, halten sich zudem mit Einsätzen in der U21-Elit in einem guten Rhythmus. Dort haben die GCK Lions am Freitagabend ihre Playoff-Halbfinal-Serie mit einem souveränen 3:0-Erfolg beendet. Gegen wen? Richtig: Lugano.
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Letzte Mohikaner
Im Final 2018 trafen die ZSC Lions und Lugano letztmals in den Playoffs aufeinander. Von den damals Beteiligten sind bei beiden Teams noch je drei Mohikaner übrig geblieben: Patrick Geering, Christian Marti und Chris Baltisberger bei den Zürchern, Luca Fazzini, Giovanni Morini und Alessio Bertaggia bei den Tessinern. Captain Geering war es auch, der den ZSC bei der Finalissima in Lugano mit seinem Treffer zum 1:0 zum Meister machte. Für den 2:0-Endstand sorgte Ronalds Kenins 20 Sekunden vor Schluss mit einem Tor ins verlassene Gehäuse.
Endziel
Die ZSC Lions möchten in dieser Saison zum dritten Mal in Folge Meister werden. Mehr als zweimal in Folge konnte letztmals Kantonsrivale Kloten in den 90er-Jahren den Pokal in die Höhe stemmen. «Wir wollen Geschichte schreiben. Dreimal in Folge den Titel zu holen, ist fast unmöglich, aber wir wollen es möglich machen. Das ist das Endziel», sagt Trainer Marco Bayer. Dieses Endziel ändert jedoch nichts daran, dass der Respekt vor Viertelfinal-Gegner Lugano gross ist: «Lugano hat sich stabilisiert und spielt ein gutes Hockey. Es ist der Vierte gegen den Fünften, es sind zwei Punkte Unterschied und wird eine enge Serie, in der Details entscheiden.»
Hunger I
Bei so erfolgsverwöhnten Teams wie den ZSC Lions (zuletzt zwei Meistertitel und ein Champions-League-Triumph), stellt sich immer die Frage, wie gross ihr Hunger noch ist. Stürmerstar Denis Malgin dazu: «In den Playoffs ist es immer etwas anderes als während der Regular Season, man spielt um etwas Zusätzliches. Wir wissen, was wir bis jetzt geschafft haben und wir wissen, was wir schaffen können. Der Hunger ist auf jedem Fall da – den spürt man mittlerweile.»
Hunger II
Apropos Hunger: Nach einem Jahr Absenz zelebriert der HC Lugano die Rückkehr in die Playoffs. Nach Heimspielen bleiben die Stände hinter der Westtribüne bis in die Nacht geöffnet, auch für musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Bei Auswärtsspielen kann im Restaurant Club 41 mitgefiebert werden. Dort ist nicht nur Pizza im Angebot, sondern bei Spiel 1 auch Risotto mit Ossobuco und bei Spiel 3 Fondue Chinoise.
