Patrick Geering: Der stille Leader der ZSC Lions
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Captain mit Charakter:Patrick Geering: Der stille Leader der ZSC Lions

ZSC-Captain Patrick Geering
Sind 1000 Spiele nur ein Anwesenheitsrekord?

Dauerhaftigkeit verdient eine Auszeichnung – oder sind Anwesenheitsrekorde einfach nur langweilig? Was haben Patrick Geering und Cal Ripken Jr. gemeinsam?
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1000 Spiele und ein paar Kübel – Ausdauer kann auch ein Erfolgsgarant sein.
Foto: keystone-sda.ch
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Wer ist Cal Ripken Jr., fragt jeder, der mit Baseball überhaupt nichts am Hut hat. Cal Ripken Jr. absolvierte 2632 Spiele am Stück für die Baltimore Orioles und wurde damit zum «Iron Man» des Baseballs. Als er den Rekord der Yankees-Legende Lou Gehrig gebrochen hatte und dafür abgefeiert wurde, entzündete sich eine hitzige Diskussion über das, was Kritiker abwertend als Anwesenheitsrekord abstempelten. Old School sei das, kalter Kaffee, langweilig und nur eine reine Gefälligkeit, weil Ripken ausser grosser Ausdauer nichts zu bieten habe. Was nicht der Wahrheit entsprach, weil Ripken auf seiner Position (Shortstop, Google fragen) einer der besten seiner Ära war. 

Und was hat dieser Baseball-Spieler jetzt mit Patrick Geering und seinen 1000 Partien in der National League zu tun? Weil aufgrund dieser 1000er-Marke inzwischen auch Genörgel vernehmbar ist: Das sei doch längst nichts Besonderes mehr, schon gar kein exklusiver Zirkel, und jetzt komme schon wieder einer. Oder: Was bedeutet es schon, wenn man immer dabei ist?

Muss einer auch noch Banken ausrauben?

Die Antwort? Eine ganze Menge bedeutet das. Nur ist es für einige nicht bemerkenswert genug, wenn einer «nur» jeden Tag zur Arbeit erscheint und nebenbei nicht auch noch die Klatschspalten füllt, Banken ausraubt oder einen Zug zum Entgleisen bringt. Ist man als Profisportler nur dann eine grosse Nummer, wenn nebenbei auch noch das Leben aus der Kurve fliegt?

Patrick Geering hat nebst 1000 Spielen – allesamt für die ZSC Lions – auch fünf Meister- und zwei Champions-League-Titel auf dem Konto und meistert nebenbei die historisch wuchtige Seger-Nachfolge als Captain des Vereins mit Stil, Klasse und angenehmer Zurückhaltung. Old School? Ja gerne. Langweilig? Auf gar keinen Fall. Wenn einer nichts zu bieten hat, kommt er nie auf 1000 Spiele. 

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
49
63
108
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
49
45
94
3
ZSC Lions
ZSC Lions
49
28
85
4
HC Lugano
HC Lugano
49
31
85
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
49
2
82
6
Lausanne HC
Lausanne HC
49
22
81
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
49
-11
73
8
EV Zug
EV Zug
49
-14
73
9
SC Bern
SC Bern
49
-7
66
10
EHC Biel
EHC Biel
49
-21
64
11
SCL Tigers
SCL Tigers
49
0
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
49
-18
61
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
49
-49
54
14
HC Ajoie
HC Ajoie
49
-71
39
Playoffs
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