Telenovela à la Ticinese
Wenigstens sind in Ambri die Rollen jetzt klar verteilt

Ambri liefert ein Spektakel von grösstem Unterhaltungswert. Live am TV. Mittendrin, der Bösewicht und Fremdgeher. Daneben die verratenen, unversöhnlichen Gehörnten. Und einer, der schweigt. Ein Kommentar von Blick-Eishockeyreporter Stephan Roth.
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Ambri-Quartett (von links): CEO Andreas Fischer, Sportchef Paolo Duca, Präsident Filippo Lombardi und Trainer Luca Cereda.
Foto: Michela Locatelli/freshfocus

Darum gehts

  • Ambri-Präsident Lombardi trifft sich heimlich mit Ex-Gottéron-Coach Dubé
  • Sportchef Duca und Trainer Cereda fühlen sich hintergangen
  • Lombardi ist VR-Delegierter von Teleticino und sitzt in Luganos Stadtregierung
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Die Rollenverteilung in dieser Telenovela, die am Mittwoch live auf Teleticino ausgestrahlt wird und beste Unterhaltung bietet, ist klar. Der Bösewicht ist Ambri-Präsident Filippo Lombardi. Niedergeschlagen gesteht er vor laufenden Kameras einen grossen Fehler ein und sagt, dass er dem VR seinen Rücktritt angeboten habe.

Lombardi hatte sich hinter dem Rücken von Sportchef Paolo Duca und Trainer Luca Cereda mit Ex-Gottéron-Coach Christian Dubé getroffen, was publik wurde. Dabei hatten die drei wichtigsten Männer des Klubs noch am Sonntag vereinbart, dass man zusammen nach Lösungen suchen werde. Auch im Fall, dass ein Wechsel an der Bande nötig würde. Gemeinsam, schliesslich ist Ambri kein hundsgewöhnlicher Klub.

Duca und Cereda, die bei der Medienkonferenz neben Lombardi sitzen, sind die Opfer. Fremdgehen ist für jede Beziehung eine Belastung, da damit die Basis auf ein Vertrauensverhältnis im Eimer ist. Die unversöhnlichen Gehörnten ziehen die Konsequenzen aus diesem «Stich in den Rücken».

Vielleicht hätten es die beiden Jugendfreunde, die zusammen durch dick und dünn gegangen sind, ahnen können. Oder kann man einem Politiker trauen?

Und der vierte Mann im Ambri-Sakko auf der Bühne in der Gottardo-Arena? Gut sieht auch CEO Andreas Fischer in dieser Telenovela nicht aus. Er sagt kein Wort.

Kritische Worte vom Haussender bleiben freilich aus. Mitte-Politiker Lombardi sitzt nicht nur in der Stadtregierung von Lugano, sondern ist auch der VR-Delegierte von Teleticino. Eine solche Seifenoper ist wohl nur im Tessin denkbar.

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Luca Cereda (rechts, neben Präsident Filippo Lombardi) und Paolo Duca (links) bei Ambri: Höhen, Tiefen und ein Verrat zum Schluss.
Foto: Michela Locatelli/freshfocus
National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
10
18
27
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
11
4
21
3
SCL Tigers
SCL Tigers
11
7
19
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
11
9
18
5
Lausanne HC
Lausanne HC
12
-1
18
6
HC Ajoie
HC Ajoie
12
-6
16
7
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
10
-6
15
8
HC Lugano
HC Lugano
10
3
15
9
SC Bern
SC Bern
9
1
14
10
EV Zug
EV Zug
7
10
13
11
HC Davos
HC Davos
11
-4
13
12
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
11
-14
11
13
EHC Biel
EHC Biel
10
-4
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
11
-17
9
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