Darum gehts
Gewinner: Brendan Lemieux und der HCD
Manometer, macht der Spass. Am Dienstag zieht Lemieux sämtliche Register, schleift gleich zwei EVZ-Stürmer am Kragen übers Eis, schiesst zwei Tore und prügelt sich als Schlussbouquet auch noch mit dem wiederbelebten Daniel Vozenilek. Am Sonntag trifft er gegen Fribourg zum 1:0 und steht mittlerweile bei 13 Saisontreffern. Der HCD? Knackt am 1. Februar die 100-Punkte-Schallmauer und geht mit 14 Zählern Vorsprung in die Pause. Die Spitzenposition ist in Stein gemeisselt.
Gewinner: Daniel Vozenilek
Der tschechische EVZ-Haudegen darf wieder Haudegen sein – das elektrisiert nicht nur die Zuschauer, das bringt der Mannschaft auch einen gehörigen Energieschub. Selbst wenn der ausschliesslich als disruptives Ereignis auf dem Eis herumkurvt, ist er mehr wert als im Mitläufer-Modus ohne Ecken und Kanten, jetzt müssen die Gegenspieler wieder über die Schulter schauen, wenn Vozenilek auf dem Eis steht. Etwas Rabatz tut dem EVZ gut.
Verlierer: Ambris Strippenzieher
Im Panik-Modus sollte man keine Entscheidungen treffen, hat mal ein schlauer Fuchs gesagt. Hat sich offenbar nicht bis in die Leventina rumgesprochen, diese Binsenweisheit. Also schmeisst man Eric Landry raus, nachdem man in Genf und Fribourg Punkte holt, und muss dann durchsickern lassen, dass man Landry den Entscheid bereits vor diesen Spielen beigebracht hatte. Man hat sich offenbar dafür entschieden, Unruhe mit Bohei zu bekämpfen, und hofft dabei auf das mathematische Prinzip «Minus mal Minus gleich Plus». Nach dem 3:6 in Langnau ist die Gemengelage aber klar: Das wird ein Fernduell über sechs Spiele mit Kloten um Rang 12, mehr nicht. Die Play-Ins können die auch mit Jussi Tapola am Schaltpult vergessen.
Gewinner: Dean Kukan
Der Nati-Verteidiger bringt kurz vor Olympia auf den Punkt, wie es um seine ZSC Lions steht: «Unser Spiel haben wir wirklich noch nicht gefunden, da müssen wir über die Bücher». Und das nach einer Serie von zehn Spielen mit Punkten. Kritische Töne, die am Tag danach durch eine Niederlage gegen Zug bestätigt werden. Der Meister will also über die Bücher – das klingt wie eine Warnung an die Konkurrenz.
Gewinner: Hardy Häman Aktell
Der SCB-Verteidiger mit dem Zungenbrechernamen kommt gut durch die Woche: Doppelpack am Dienstag, frei am Freitag, Doppelpack am Sonntag. Wenn Hardy trifft, gewinnt der SCB. Als Hardy nicht trifft, sondern auf der Tribüne sitzt, verliert man in Davos. Die logische Konsequenz? Hardy soll spielen und treffen, nicht rumsitzen.
Verlierer: Biels Hoffnungen auf Zählbares
Fünf Punkte muss der EHCB nach der Olympiapause in sechs Partien gutmachen, damit man nach der Quali noch um Zählbares spielen kann. Bummer. Das scheint nicht unmöglich, ist aber doch eine ziemliche Hypothek. In Kloten verschenkt man am Sonntag in der Schlussphase einen Zweitore-Vorsprung und fährt mit einem statt drei Punkten nach Hause. Ist der Dubé-Effekt schon gegessen?
Gewinner: Die SCL Tigers
Immer wenn man glaubt, die SCL Tigers sind am Ende, setzen die doch wieder einen drauf. Gegen Ambri war nach vier Pleiten in Folge eine Reaktion gefragt, ein Sechspunkte-Spiel, und dabei war nur ein Vollerfolg gut genug. Erledigt. Trainer Paterlini hat offenbar an den richtigen Schrauben gedreht, das Nervenkostüm ist unter Druck offenbar ebenso dicht wie der Abwehrverbund.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 46 | 61 | 102 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 47 | 42 | 88 | |
3 | HC Lugano | 46 | 34 | 81 | |
4 | ZSC Lions | 46 | 27 | 80 | |
5 | Genève-Servette HC | 46 | 3 | 77 | |
6 | Lausanne HC | 46 | 21 | 76 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 46 | -14 | 67 | |
8 | EV Zug | 46 | -16 | 67 | |
9 | SC Bern | 46 | -4 | 64 | |
10 | SCL Tigers | 46 | 4 | 64 | |
11 | EHC Biel | 46 | -22 | 59 | |
12 | EHC Kloten | 46 | -23 | 53 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 46 | -44 | 52 | |
14 | HC Ajoie | 47 | -69 | 39 |











