Schmid narrt HCD-Fora vor seinem Tor
2:50
Fribourg – HC Davos 4:0:Schmid narrt HCD-Fora vor seinem Tor

Erfolgreiche Transferpolitik
Fribourg ist reif für den Titel

Im Rampenlicht stehen (noch) andere – aber in Fribourg ist etwas gewachsen, das auch im verdichteten Klima der Playoffs bestehen kann. Von der Schönspielerei hat man sich verabschiedet.
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Coach Roger Rönnberg: Bringt er Fribourg den ersten Titel der Vereinsgeschichte?
Foto: Freshfocus

Darum gehts

  • Fribourg Gottéron steht auf Platz zwei und visiert den Titel an
  • Verletzungen von Schlüsselspielern erschwerten 2025 den Finaleinzug gegen Lausanne
  • Genf gewann 2023 erstmals; Fribourg könnte dies ebenfalls schaffen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Im Schatten der Himmelsstürmer aus Davos hat sich Gottéron still und leise auf dem zweiten Platz festgesetzt. Ansprüche auf den Titel haben Klub und Trainer längst angemeldet, alles andere wäre bei dieser aggressiven Transferpolitik ja auch unglaubwürdig. Sportchef Zenhäusern hat konsequent aufgerüstet, die Abwehr erweist sich jetzt als eine der robusteren der Liga und ist in der Lage, die Pucks auch unter Druck nach vorn zu bewegen.

Auch im Angriff hat Zenhäusern mit Rücksicht auf die Durchschlagskraft transferiert, allerdings ohne dabei die Raffinesse zu vergessen. Spielwitz und Kombinationsfestigkeit sind auch in den Playoffs gefragt, aber dafür muss man sich Räume verschaffen können – und das gelingt im verdichteten Klima gelegentlich nur mit der Kopf-durch-die-Wand-Strategie.

Topspieler wachsen nicht auf Bäumen

Im vergangenen Frühling ging Fribourg die Puste aus, als erst Jacob De la Rose und im Halbfinal auch noch Topskorer Lucas Wallmark durch Verletzungen aus dem Verkehr gezogen wurden. Verblüffend war, wie man sich gegen den Favoriten aus Lausanne trotz der Ausfälle von zwei Dreh- und Angelpunkten zwei Finalpucks erobern konnte, ehe die beiden letzten Partien verloren gingen. Gegen Verletzungen kann man sich eben nur bedingt absichern, erwischt es die Topspieler, ist Ersatz meist nur von akademischem Wert. Topspieler wachsen nicht auf Bäumen.

Was Genf schaffte? Können die auch

Fribourg kann es aber recht sein, dass der HCD dank formidabler Leistungen seit Saisonbeginn im Scheinwerferlicht steht, dazu kamen schon im Herbst ein paar Trainerwechsel, die für Schlagzeilen sorgten. Trainer Roger Rönnberg konnte sich abseits des Getöses in Ruhe sein Team zurechtlegen, als der Motor erst etwas stotterte, ging das im heftigen Grundrauschen der Liga fast unter. Fribourg ist für einen tiefen Vorstoss in die Playoffs bestens gerüstet, man ist reif für den Titel. Warum sollten die das nicht hinbekommen? Für Genf war es im Frühling 2023 auch zum ersten Mal so weit. Das können die Copains auch.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
45
58
99
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
46
45
88
3
ZSC Lions
ZSC Lions
45
29
80
4
HC Lugano
HC Lugano
45
30
78
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
45
7
77
6
Lausanne HC
Lausanne HC
46
21
76
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
46
-14
67
8
EV Zug
EV Zug
45
-18
64
9
SC Bern
SC Bern
45
-9
61
10
SCL Tigers
SCL Tigers
45
1
61
11
EHC Biel
EHC Biel
45
-21
58
12
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
45
-41
52
13
EHC Kloten
EHC Kloten
45
-24
51
14
HC Ajoie
HC Ajoie
46
-64
39
Playoffs
Qualifikationsspiele
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