Davos – Bern 2:1
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Ein Duell, das Knüller-Potenzial hat, ist zunächst etwas einseitig. Trotz ihres Höhenflugs von zuletzt vier Siegen in Serie brauchen die Berner in Davos viel Zeit, um in die Gänge zu kommen. Nur schon die Auslösung wird gegen den angriffslustigen HCD zur Geduldsprobe. Mal für Mal scheitern sie und müssen einen neuen Anlauf nehmen. Da verwundert es nicht, dass die Berner im Startdrittel mickrige drei Schüsse auf den Kasten von HCD-Aeschlimann hinkriegen. Hilfreich ist dann, wenn der vierte Schuss – bei Spielmitte – dafür bereits der Ausgleichstreffer ist. Serviert ist er allerdings von Fora, dessen Zuspiel nicht optimal bei Zadina ankommt.
Ohne den gesperrten Leitwolf Stransky – am Vorabend mit einem Slewfooting gegen Rappis Rask – ist der HCD-Paradesturm etwas weniger zwingend in seinen Chancen und hat etwas an Durchschlagskraft verloren. Den Platz neben Lemieux und Nussbaumer hat Gredig eingenommen. Die Davoser Dominanz widerspiegelt sich nicht in Toren. Vor allem lassen sie eine vierminütige Überzahl sausen. Doch steter Tropfen höhlt den Stein. Dass der am Vorabend überzählig gewesene Tambellini 13 Sekunden vor der zweiten Pause dem SCB das zweite Gegentor einschenkt, rückt die Kräfteverhältnisse ins realistischere Licht.
Denn dem Leader gelingt es einmal mehr, den Druck konstant hoch zu halten – dies unter den Augen von Fussball-Nationaltrainer Murat Yakin. So richtig in Fahrt kommt der SCB erst in der Schlussphase. Das ist zu spät gegen einen HCD mit diesem Selbstbewusstsein. So fährt er fast ungehindert den fünften Sieg in Serie ein.
Fans: 6547
Tore: 25. Ryfors (Asplund, Zadina/PP) 1:0. 28. Iakovenko 1:1. 40. Tambellini (Ryfors) 2:1.
Biel – ZSC Lions 1:5
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Der EHC Biel ist unter Christian Dubé wieder konkurrenzfähig, aber gegen die ZSC Lions gibt es für ihn erstmals in neuer Funktion keine Punkte. Zwar zeigen sich die Seeländer gegen den Doppel-Meister durchaus ebenbürtig, aber schlagen kein Kapital daraus und rasseln naiv ins Verderben. Das Schlussresultat von 1:5 fällt dann etwas gar brutal aus.
Cajka bringt Biel schon nach 51 Sekunden in Führung, als die Zürcher noch nicht ganz bei der Sache sind. Zur Drittelspause kann Sigrist den Spielstand wieder ausgleichen und dann fällt die Entscheidung. Biel nimmt zwei unnötige Strafen (Spielverzögerung von Dionico, Haken von Sablatnig) – der ZSC schlägt durch Grant und Kukan zweimal zu. Biel lässt derweil seine Chancen, in die Partie zurückzukehren aus.
In der Schlussphase legen die maximal clever aufspielenden Zürcher dann nochmals zwei Treffer nach. Es gibt für sie aber trotz des 5:1-Erfolgs und des Vorrückens auf Rang 3 in der Tabelle einen Wermutstropfen. Im Startdrittel verlieren sie ihren Nati-Verteidiger Marti, ein harter Schuss von Cajka trifft ihn im Gesicht. Ist für den Abräumer sogar Olympia in Gefahr?
Fans: 6382
Tore: 1. Cajka (Sever, Grossmann) 1:0. 20. Sigrist (Grant, Frödén) 1:1. 23. Grant (Lehtonen, Andrighetto/PP) 1:2. 31. Kukan (Balcers/PP) 1:3. 58. Baechler 1:4 (ins leere Tor). 60. Baltisberger (Sigrist, Weber) 1:5.
Fribourg – Kloten 3:2 n.V.
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Während bei Kloten der künftige Fribourg-Goalie Waeber im Tor steht, erhält der künftige Kloten-Goalie Berra bei Gottéron eine Pause. Bei den Saanestädtern steht erstmals der U20-Nati-Keeper Elijah Neuenschwander (19) zwischen den Pfosten. Der älterere Bruder von Biel-Supertalent Jonah Neuenschwander (16) spielt sonst leihweise in der Swiss League bei Chur, wo er schon letzte Saison zu gefallen wusste.
Auch bei seinem NL-Debüt macht er seine Sache gut. Dabei kann er sich zunächst nicht über zu viel Arbeit beklagen. Fribourg dominiert von Beginn an und geht durch einen Schuss von Rathgeb, der noch von Kloten-Verteidiger Lindroth abgelenkt wird, in Führung.
Neuenschwander muss erst kurz vor der ersten Pause eine Probe seines Talents abgeben, als Simic frei zum Abschluss kommt. Nach Wiederbeginn scheint der Seeländer, dessen Rechte sich die Anaheim Ducks letztes Jahr im NHL-Draft mit dem 104. Pick sicherten, dann geschlagen. Die Schiedsrichter entscheiden zunächst auf ein Tor von Morley, sehen dann im Video-Review aber, dass der Puck beim vermeintlichen Shorthander seitlich unter dem von Neuenschwander verschobenen Tor durchgerutscht war.
Der Ausgleich der Klotener fällt dann dennoch. Bei Weibels wuchtigen Schuss ist Neuenschwander machtlos. Der junge Goalie kassiert im Schlussabschnitt erneut einen Treffer. Doch die Schiedsrichter entscheiden noch auf dem Eis, dass Puhakka den Puck mit einem zu hohen Stock ins Tor befördert habe. Und die Video-Bilder können zumindest nicht das Gegenteil beweisen.
Kloten muss den nächsten Nackenschlag verkraften, als Gerber Gottéron wieder in Führung schiesst. Doch kurz darauf verliert Gottéron-Verteidiger Johnson durch einen Check von Leino den Puck vor dem eigenem Tor und Simic gelingt der Ausgleich.
Kloten ist einmal mehr nahe dran. Doch zum vierten Mal in Folge ist es der Gegner, der als Sieger vom Eis geht. Besonders bitter für die Zürcher Unterländer, wie das Tor in der Overtime fällt. Puhakka lenkt den Puck erst mit dem Schlittschuh Richtung eigenes Tor und wischt ihn dann gleich selbst über die Linie.
So gewinnt Gottéron zum neunten Mal in Folge und holt sich definitiv das Playoff-Ticket. Und Debütant Neuenschwander wird als bester Spieler seines Teams ausgezeichnet.
Fans: 9372
Tore: 17. Rathgeb (Schmid, Rattie) 1:0. 38. Weibel (Kellenberger, Morley) 1:1. 47. Gerber (Marchon, De la Rose) 2:1. 50. Simic 2:2. 62. Borgström (Eigentor Puhakka) 3:2.
Zug – Lausanne 1:4
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Vor dem Direktduell trennten Zug und Lausanne am Strich neun Punkte. Mit einem Sieg hätte der EVZ das Rennen um die direkte Playoff-Qualifikation noch einmal heiss machen können, zumal sie noch ein Spiel in der Hinterhand haben. Doch ein Fehlstart sabotiert das Unterfangen. Bereits in der 2. Minute schafft es Vozenilek im Duell mit Marti nicht, den Puck aus der Zone zu befreien. So gelangt der Puck zu Kahun, der Oksanen den Führungstreffer serviert.
Danach erwacht der EVZ zwar und bestimmt das Spielgeschehen. Lausanne verlässt sich auf seine Defensive und Goalie Pasche. 12:3 lautet das Verhältnis der Schüsse aufs Tor zugunsten der Zuger im 1. Drittel, 13:6 im zweiten Abschnitt. Den zweiten Treffer erzielen aber die Gäste durch Douay, nachdem sich Prassl gegen mehrere Zuger durchsetzt.
Mehr als der Anschlusstreffer durch den künftigen Tigers-Stürmer Eggenberger gelingt dem Team des neuen Trainers Groulx (49) an dessen Geburtstag nicht. Zu wenig Durchschlagskraft entwickelt seine Mannschaft. Obwohl die Zuger sehr engagiert spielen, ist von einem Effekt des Trainerwechsels nicht mehr viel zu spüren. Nach zwei Siegen zu Beginn hat man nun zweimal verloren. Immerhin: Weil Biel ebenfalls verloren hat, beträgt der Vorsprung auf den unteren Strich und Platz 11 beträgt nur sechs Punkte.
Fans: 7371
Tore: 2. Oksanen (Kahun, Marti) 0:1. 30. Douay (Prassl, Vouardoux) 0:2. 52. Eggenberger (Vozenilek) 1:2. 58. Czarnik (Oksanen, Rochette) 1:3. 59. Brännström 1:4 (ins leere Tor).
Ajoie – SCRJ Lakers 2:5
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Im Anschluss an ein Powerplay kombinieren sich die Lakers zum Führungstreffer, Rask schliesst erfolgreich ab. Beim 2:0 bekommen sie Hilfe von Ajoie-Verteidiger Anttoni Honka, dem Bruder des an diesem Abend bei Rappi überzähligen Julius Honka, der sich den Puck etwas gar einfach von Fritz abnehmen lässt und erhöht. Es lässt sich gut an für die zuvor während vier Spielen sieglosen Lakers.
Und als Fritz dann in der 33. Minute den Doppelpack schnürt, biegen die SCRJ Lakers vorzeitig auf die Siegesstrasse ein. Ajoie kann mit einem Kunstschuss von Mottet zwar auf 1:3 verkürzen und als Cavalleri gar das Anschlusstor gelingt, wird es nochmals brenzlig. Aber nur kurzzeitig - denn Taibel sorgt nach einem souverän vorgetragenen Konter für die Entscheidung.
Zum Schluss gibt es dann noch ein Kuriosum, als Ajoie den Goalie durch einen sechsten Feldspieler ersetzt und Sopa bei einem Rückpass seinen Mitspieler verfehlt und mit einem unfassbaren Eigentor ins verlassene Tor trifft. Da es im Eishockey keine Eigentore gibt, ist es eine Sisyphusarbeit, herauszufinden, welcher Rapperswiler als letzter am Puck war. Man stösst dann auf Rask, der so unverhofft noch zum Doppeltorschützen wird.
Dieser Dreier ist eine riesige Erleichterung für die SCRJ Lakers, durch die Resultate der letzten Wochen sind sie unter Druck geraten, müssen trotz ihrer phantastischen ersten Saisonhälfte nun plötzlich um die Play-In’s bangen. Ajoie konnte derweil zuletzt einige in den Strichkampf involvierte Teams ärgern, nicht aber die Rapperwiler, die in dieser Saison von 12 möglichen Punkten gegen den Tabellenletzten deren 11 geholt haben.
Fans: 4153
Tore: 3. Rask (Jensen, Larsson) 0:1. 18. Fritz 0:2. 33. Fritz (Rask, Dufner) 0:3. 47. Mottet (Pedretti, A. Honka) 1:3. 53. Cavalleri (Mottet) 2:3. 46. Taibel (Hofer, Nyffeler) 2:4. 59. Rask (Eigentor Sopa ins leere Tor) 2:5.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 45 | 58 | 99 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 46 | 45 | 88 | |
3 | ZSC Lions | 45 | 29 | 80 | |
4 | HC Lugano | 45 | 30 | 78 | |
5 | Genève-Servette HC | 45 | 7 | 77 | |
6 | Lausanne HC | 46 | 21 | 76 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 46 | -14 | 67 | |
8 | EV Zug | 45 | -18 | 64 | |
9 | SC Bern | 45 | -9 | 61 | |
10 | SCL Tigers | 45 | 1 | 61 | |
11 | EHC Biel | 45 | -21 | 58 | |
12 | HC Ambri-Piotta | 45 | -41 | 52 | |
13 | EHC Kloten | 45 | -24 | 51 | |
14 | HC Ajoie | 46 | -64 | 39 |










