Während bei Kloten der künftige Fribourg-Goalie Waeber im Tor steht, erhält der künftige Kloten-Goalie Berra bei Gottéron eine Pause. Bei den Saanestädtern steht erstmals der U20-Nati-Keeper Elijah Neuenschwander (19) zwischen den Pfosten. Der älterere Bruder von Biel-Supertalent Jonah Neuenschwander (16) spielt sonst leihweise in der Swiss League bei Chur, wo er schon letzte Saison zu gefallen wusste.
Auch bei seinem NL-Debüt macht er seine Sache gut. Dabei kann er sich zunächst nicht über zu viel Arbeit beklagen. Fribourg dominiert von Beginn an und geht durch einen Schuss von Rathgeb, der noch von Kloten-Verteidiger Lindroth abgelenkt wird, in Führung.
Neuenschwander muss erst kurz vor der ersten Pause eine Probe seines Talents abgeben, als Simic frei zum Abschluss kommt. Nach Wiederbeginn scheint der Seeländer, dessen Rechte sich die Anaheim Ducks letztes Jahr im NHL-Draft mit dem 104. Pick sicherten, dann geschlagen. Die Schiedsrichter entscheiden zunächst auf ein Tor von Morley, sehen dann im Video-Review aber, dass der Puck beim vermeintlichen Shorthander seitlich unter dem von Neuenschwander verschobenen Tor durchgerutscht war.
Der Ausgleich der Klotener fällt dann dennoch. Bei Weibels wuchtigen Schuss ist Neuenschwander machtlos. Der junge Goalie kassiert im Schlussabschnitt erneut einen Treffer. Doch die Schiedsrichter entscheiden noch auf dem Eis, dass Puhakka den Puck mit einem zu hohen Stock ins Tor befördert habe. Und die Video-Bilder können zumindest nicht das Gegenteil beweisen.
Kloten muss den nächsten Nackenschlag verkraften, als Gerber Gottéron wieder in Führung schiesst. Doch kurz darauf verliert Gottéron-Verteidiger Johnson durch einen Check von Leino den Puck vor dem eigenem Tor und Simic gelingt der Ausgleich.
Kloten ist einmal mehr nahe dran. Doch zum vierten Mal in Folge ist es der Gegner, der als Sieger vom Eis geht. Besonders bitter für die Zürcher Unterländer, wie das Tor in der Overtime fällt. Puhakka lenkt den Puck erst mit dem Schlittschuh Richtung eigenes Tor und wischt ihn dann gleich selbst über die Linie.
So gewinnt Gottéron zum neunten Mal in Folge und holt sich definitiv das Playoff-Ticket. Und Debütant Neuenschwander wird als bester Spieler seines Teams ausgezeichnet.
Fans: 9372
Tore: 17. Rathgeb (Schmid, Rattie) 1:0. 38. Weibel (Kellenberger, Morley) 1:1. 47. Gerber (Marchon, De la Rose) 2:1. 50. Simic 2:2. 62. Borgström (Eigentor Puhakka) 3:2.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 45 | 58 | 99 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 46 | 45 | 88 | |
3 | ZSC Lions | 45 | 29 | 80 | |
4 | HC Lugano | 45 | 30 | 78 | |
5 | Genève-Servette HC | 45 | 7 | 77 | |
6 | Lausanne HC | 46 | 21 | 76 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 46 | -14 | 67 | |
8 | EV Zug | 45 | -18 | 64 | |
9 | SC Bern | 45 | -9 | 61 | |
10 | SCL Tigers | 45 | 1 | 61 | |
11 | EHC Biel | 45 | -21 | 58 | |
12 | HC Ambri-Piotta | 45 | -41 | 52 | |
13 | EHC Kloten | 45 | -24 | 51 | |
14 | HC Ajoie | 46 | -64 | 39 |




