Hier verkündet Marc Lüthi seinen SCB-Rückzug
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«28 Jahre sind genug»:Hier verkündet Marc Lüthi seinen SCB-Rückzug

Lüthi trennt sich vom SCB
Der Wettermacher geht

Die Verdienste gross, der Unterhaltungswert ebenso. Jetzt braucht der SCB neues Geld und frische Ideen für den Gesamtsport. Dafür ist Lüthi nicht der Richtige.
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Trennt sich vom SCB: Marc Lüthi.
Foto: keystone-sda.ch
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Der SCB liegt auf den Brettern und Lüthi geht. Gut kommt das in dieser Saison nicht mehr, auch wenn sportlich noch alles möglich ist – was natürlich nicht stimmt, weil tatsächlich nie alles möglich ist. Das Image ist beschädigt, die Zuschauerzahlen tief – selbst ein Meistertitel (apropos: alles ist möglich) könnte diesen Schaden kurzfristig nicht mehr ausbeulen. 

Lüthi war der Wettermacher

Der SCB benötigt neues Geld, frische Ideen für den Gesamtsport, das Gastro-Prinzip funktioniert höchstens, wenn der Laden brummt, die Tribünen im Dreivierteltakt wackeln, Banden und Schwarten krachen. Aber der SCB spielt zu Hause so, als ob ihm die Angst im Nacken sitzt. Früher wurde in dieser Arena Wetter gemacht, ein eigenes Klima, unter dem Dach brauten sich manchmal dunkle Wolken zusammen, die in Form von Blitz und Donner auf Freund und Feind niedergingen. Und Marc Lüthi war der Wettermacher. 

Grausames 0:0 – nichts passiert

Neues Geld und frische Ideen – dafür ist Lüthi der Falsche. Die Finger vom Sport zu lassen war nie sein Ding, manchmal hatte er ein gutes Gespür für den Augenblick, manchmal nicht. Ein gutes Gespür hatte der Lüthi für den eigentlichen Geist des Geschäfts: die Unterhaltung. Aber wenn Lüthi nach einem grausamen 0:0 gegen Ambri im Januar nicht im Eiltempo ins Trainerbüro stürmen kann, um diesen Trainer sofort und ohne Widerrede zu feuern – ja, dann ist es tatsächlich vorbei. 

Neben dem Wettermacher war kein Platz für andere, das war der Top-Down-Führungsstil und der hat funktioniert, solange es funktionierte. Lüthi geht, mit erhobenem Haupt und reich an Verdiensten. Das kann ihm keiner nachmachen.

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Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
41
50
87
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
41
39
77
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
43
10
76
4
HC Lugano
HC Lugano
41
31
74
5
Lausanne HC
Lausanne HC
43
19
71
6
ZSC Lions
ZSC Lions
41
22
70
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
41
-9
64
8
SCL Tigers
SCL Tigers
42
5
59
9
EV Zug
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41
-15
58
10
SC Bern
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41
-13
53
11
EHC Biel
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41
-20
51
12
EHC Kloten
EHC Kloten
41
-18
50
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
41
-40
46
14
HC Ajoie
HC Ajoie
42
-61
34
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