Fazit
Danach ist die Pressekonferenz vorbei. Genauso wie am 30. April auch die Ära von Marc Lüthi (64). Nach 28 Jahren und sieben Meistertiteln tritt der CEO an der Spitze der operativen Leitung ab. «Ein kompletter Rückzug», wie er ankündigt. Auch seine Anteile am Klub gibt er ab. Es müsse ein kompletter Rückzug sein, so Lüthi, der mit einem gesunden Mass an Selbstironie festhält: «Neu und Marc Lüthi, das passt nicht zusammen. Es ist Zeit, um Goodbye zu sagen.»
Seine Nachfolge tritt Jürg Fuhrer (53) an, der schon seit zwei Jahren im Verwaltungsrat hockt. «Ein Emmentaler übernimmt den SCB – das klingt in etwa so komisch, wie Donald Trumps Aussagen zu Grönland», beginnt der aus Konolfingen stammende Unternehmer sein Statement, stellt aber klar, dass er sich dem SCB immer näher gefühlt habe, als den Tigers. «Ich bin kein Langnauer Dorf-Original, sondern ein Berner Unternehmer und hier am richtigen Ort.»
Über grosse Pläne für die Zukunft wollte der designierte CEO aber noch nicht sprechen. «Es ist nicht der richtige Zeitpunkt hierfür.» Stattdessen erbittet er sich von den Journalisten eine kleine Schonfrist, bis er am 1. Mai offiziell für den scheidenden Marc Lüthi übernehmen wird.
Engagement bei anderem Klub ausgeschlossen
Mit einem Augenzwinkern kommt die Bemerkung aus dem Saal, dass in Olten aktuell ein Sportchef gesucht werde. Für Lüthi aber keine Option – nicht mal zum Spass. Er stellt klar: Nach 28 Jahren beim Verein wird er in der Schweiz für keinen anderen Klub in irgendeiner Form tätig sein. «Ich kann nicht 28 Jahre lang diese drei Buchstaben atmen, und dann andernorts anheuern. Das geht einfach nicht.» Auf die Bemerkund, dass es aber unterhaltsam wäre, entgegnet er: «Ich habe euch jetzt 28 Jahre lang unterhalten. Das muss reichen.»
«Kann ja kein Stadionverbot bekommen»
Wie er seine Rolle in der Zukunft interpretiere, wird Lüthi gefragt. «Ich will mich zurückhhalten», stellt er klar, dass er sich nach seinem Rückzug nicht mehr ins operative Geschäft einmischen wolle. Gleichzeitig will er sich aber auch in Zukunft Spiele im Stadion anschauen. «Es kann ja nicht sein, dass ich ein Stadionverbot erhalte», witzelt er.
«Laden läuft relativ rund»
Der Klub habe unter ihm nicht den Anschluss an die Moderne verpasst, verneint Lüthi eine Journalistenfrage. «Nur aktuell etwas den Anschluss in der Tabelle. Aber im Laden läuft es relativ rund. Doch das können wir in der laufenden Saison auch noch korrigieren.»
«Alter Sack braucht manchmal etwas länger Zeit»
Sein Rücktritt habe rein gar nicht mit der aktuellen sportlichen Situation zu tun, erklärt Marc Lüthi. «Ich habe in den Gesprächen mit dem Verwaltungsrat zunehmend gespürt, dass ich für die längerfristige Zukunft nicht der richtige Mann bin. Es dauert bei einem alten Sack manchmal etwas länger Zeit, das zu realisieren. Aber jetzt ist wirklich die Zeit gekommen, mich ganz beim SCB zurückzuziehen.»
Ab 1. Mai im Amt
Fuhrer, der seit zwei Jahren ein Teil des Verwaltungsrates ist und dort die Bereiche Future, Gastronomie und Finanzen verantwortete, holt weit aus, wie er beabsichtige, den Klub zu führen. Aktuell sei nicht der Moment für grosse Ankündigungen, stellt er klar. Dann erbittet er sich von den Journalisten eine kleine Schonfrist, bis er sein Amt am 1. Mai wirklich antritt.
Fuhrer: «Ich bin kein Langnauer Dorf-Original»
«Der Bär war mir näher als der Tiger», stellt der designierte SCB-CEO in einem seiner ersten Statement klar, auch wenn er geographisch aus dem Emmental stamme. «Ein Emmentaler übernimmt den SCB, das klingt in etwa so komisch wie Donald Trumps Aussagen zu Grönland. Doch ich bin kein Langnauer Dorf-Original, sondern ein Berner Unternehmer und hier am richtigen Ort.»
«Will die Saison gut abschliessen»
Es sei alles in allem eine geile Zeit gewesen, schaut Lüthi kurz auf seine 28 Jahre im Klub zurück. Was er in der Zukunft tun werde, wisse er noch nicht. «Sicher nicht nur unter den Palmen liegen», erklärt Lüthi. Davor will er bis zum 30. April aber noch eine erfolgreiche Saison erleben. «Da schmunzeln jetzt vielleicht einige, aber ich bin überzeugt, dass es gut kommt.»
Rücktritt Marc Lüthi
Jetzt ist der Grund für die PK klar: Marc Lüthi tritt nach 28 Saisons an der Spitze des Vereins zurück. «Neu und Marc Lüthi, das passt nicht zusammen. Deshalb ist die Zeit gekommen, um Goodbye zu sagen.» Lüthi wird sich auf Ende Saison komplett zurückziehen. Bis zum 30. April wird er noch im Amt bleiben. Danach wird Jürg Fuhrer die operative Führung im Klub übernehmen.
Gleich gehts los
Hier wird es jeden Moment losgehen, die SCB-Verantwortlichen haben angeführt von Marc Lüthi den Raum betreten.
Begrüssung
Hallo und herzlich willkommen im Ticker zur Pressekonferenz des SC Bern. Ab 11 Uhr wollen die Verantwortlichen darüber informieren, wie sich der Klub für die Zukunft neu organisieren will. Mehr ist zum heutigen Termin noch nicht bekannt. Mal schauen, was in wenigen Minuten verkündet wird.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 41 | 50 | 87 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 41 | 39 | 77 | |
3 | Genève-Servette HC | 43 | 10 | 76 | |
4 | HC Lugano | 41 | 31 | 74 | |
5 | Lausanne HC | 43 | 19 | 71 | |
6 | ZSC Lions | 41 | 22 | 70 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 41 | -9 | 64 | |
8 | SCL Tigers | 42 | 5 | 59 | |
9 | EV Zug | 41 | -15 | 58 | |
10 | SC Bern | 41 | -13 | 53 | |
11 | EHC Biel | 41 | -20 | 51 | |
12 | EHC Kloten | 41 | -18 | 50 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 41 | -40 | 46 | |
14 | HC Ajoie | 42 | -61 | 34 |
