Während der Festtage haben altmodische Diebe in Gelsenkirchen die Schliessfächer einer Sparkasse im Stil einer «Ocean’s Eleven»-Operation leergeräumt. Mithilfe einer Tunnelbohrmaschine. Der Lärm, der beim Durchbruch einiger Mauern entstanden ist? Hat keinen gestört, weil keiner da war.
Die Sicherheit? Die gibt es schon, allerdings nur während der Bürozeiten, also Montag bis Freitag, neun bis fünf. Gut, man dachte sich wohl, Cybersicherheit sei ja rund um die Uhr, nur hat man dabei vergessen, dass in Schliessfächern keine Guthaben lagern, die man via Tastatur abgreifen kann, sondern was tatsächlich Greifbares. Gold in Barren, Knete in Noten, seltene Münzen, Schmuck, zwielichtige Akten, oder was man halt sonst noch so in Schliessfächern deponiert.
Alter Wein in neuen Schläuchen?
Handwerk hat also doch noch goldenen Boden. Der beste Beweis dafür ist der Sport, der im Grund genommen vor allem aus Handwerk besteht, auch wenn das die Computerkolonne nicht wahrhaben möchte. Mithilfe von Datenlawinen werden Analysen erstellt, die Algorithmen dann in Vorhersagen verwandeln.
Beim Eishockey zum Beispiel werden schon die Kleinsten statistisch vermessen und dann kategorisiert. Wofür? Man wird den Verdacht nicht los, dass dabei auch eine gewisse Hilflosigkeit im Spiel ist. Man macht es, weil der digitale Fortschritt nicht hinterfragt werden soll, selbst wenn dabei nur alter Wein in neuen Schläuchen verkauft wird. Oder macht man einfach mit, weil man nicht in den Verdacht geraten möchte, altmodisch zu sein?
Warum nicht mal Fragen stellen?
Dabei würde es sich bestimmt lohnen, zwischendurch mal Fragen zu stellen, der Sportler zum Beispiel ist zwischendurch unberechenbar und launenhaft, dagegen kann keine KI und keine Tastatur der Welt was ausrichten. Oder ist ein Algorithmus bekannt, der voraussagte, dass SCB-Stürmer Miro Aaltonen plötzlich das Tor nicht mehr trifft?
Altmodisch ist nicht immer schlecht, auch wenn früher nicht alles besser war. In Gelsenkirchen hätte wahrscheinlich ein einziger altmodischer Wachmann gereicht, um den altmodischen Panzerknackern das Handwerk zu legen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 46 | 61 | 102 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 47 | 42 | 88 | |
3 | HC Lugano | 46 | 34 | 81 | |
4 | ZSC Lions | 46 | 27 | 80 | |
5 | Genève-Servette HC | 46 | 3 | 77 | |
6 | Lausanne HC | 46 | 21 | 76 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 46 | -14 | 67 | |
8 | EV Zug | 46 | -16 | 67 | |
9 | SC Bern | 46 | -4 | 64 | |
10 | SCL Tigers | 46 | 4 | 64 | |
11 | EHC Biel | 46 | -22 | 59 | |
12 | EHC Kloten | 46 | -23 | 53 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 46 | -44 | 52 | |
14 | HC Ajoie | 47 | -69 | 39 |
