Letzte Woche war in der «NZZ» zu vernehmen, dass Philipp Kurashev (26) noch im Lauf der Woche einen Vertrag in der Schweiz unterschreiben soll. Geschehen ist bisher allerdings nichts in dieser Richtung – und dies offenbar aus gutem Grund: Der Wind soll nochmals gedreht haben.
So ist zu hören, dass Kurashev, der sich aktuell in der Schweiz aufhalten soll und kürzlich knapp zwei Wochen beim HC Thurgau trainiert hat, in Nordamerika seinen Agenten gewechselt hat und dadurch doch noch auf einen NHL-Vertrag hofft. Gegenüber Schweizer Klubs hat er sich dahingehend geäussert, dass dies vorerst absolute Priorität habe.
Agentenwechsel als neue NHL-Hoffnung?
Bislang wurde Kurashev in Nordamerika von Crosby-Manager Pat Brisson vertreten. Neu soll Allain Roy – der Agent von Kurashevs gutem Freund Nico Hischier – versuchen, für Kurashev doch noch eine Tür in der NHL zu öffnen. Da Brisson keine Agentenlizenz für Europa besitzt, hat Kurashev mit den Schweizer Interessenten, zu denen nach Blick-Informationen Lausanne, Davos, Zug, die ZSC Lions, Bern und Fribourg gehören, bislang selbst verhandelt. Darüber staunen mitunter auch die hiesigen Agenten, die sich dafür interessiert haben, sein Dossier zu übernehmen.
Kurashev soll – zumindest teilweise – seine üppigen Lohnvorstellungen und die bevorzugte Vertragsdauer kundgetan sowie auf den Einbau einer Klausel bestanden haben, die ihm jederzeit die Rückkehr in die NHL ermöglicht. Auf Gegenofferten einiger Klubs (etwas weniger Lohn, moderatere Ausstiegsklauseln) soll Kurashev bislang nicht reagiert haben. Darüber hinaus ist auch immer wieder von Interessenten und einem möglichen Transfer in die russische KHL zu hören. Das Ganze gleicht einem Verwirrspiel, es bestehen viele Fragezeichen.
Lausanne hat grossen Bedarf
Sollte es aber doch zu einem Vertragsabschluss in der Schweiz kommen, so könnte nach Blick-Einschätzung Lausanne in der Poleposition stehen. Nach dem Abgang von Théo Rochette nach Nordamerika haben die Waadtländer grossen Bedarf – und hohe Lohnsummen haben sie noch selten abgeschreckt. Bei anderen Klubs geht man offensichtlich vorsichtig damit um, mitten in der Saison die Hierarchie im Team (finanziell und sportlich) um jeden Preis durcheinanderzuwirbeln.
Im Sommer hatte Kurashev die Schweizer Klubs mit dem Argument, dass er ein erneutes Engagement in der NHL anstrebe, abblitzen lassen. Erst vor etwas mehr als einer Woche signalisierte er kurz vor dem NHL-Start, dass er nun verhandlungsbereit sei. Und jetzt kam es offenbar bei ihm wieder zu einem Meinungsumschwung.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 8 | 16 | 23 | |
2 | Genève-Servette HC | 10 | 3 | 18 | |
3 | SCL Tigers | 9 | 5 | 15 | |
4 | HC Ambri-Piotta | 9 | -5 | 14 | |
5 | HC Ajoie | 9 | 1 | 14 | |
6 | HC Fribourg-Gottéron | 9 | 5 | 14 | |
7 | HC Davos | 9 | 0 | 13 | |
8 | Lausanne HC | 9 | -4 | 12 | |
9 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 9 | -8 | 11 | |
10 | EV Zug | 6 | 8 | 10 | |
11 | EHC Biel | 8 | -1 | 10 | |
12 | SC Bern | 7 | -2 | 9 | |
13 | HC Lugano | 7 | 0 | 8 | |
14 | EHC Kloten | 9 | -18 | 6 |