EVZ nach sechster Niederlage in Serie in der Krise
Reto Suri platzt der Kragen

Nach jeder Pleite erklären EVZ-Spieler woran es hapert und was besser werden muss. Und was passiert im nächsten Spiel auf dem Eis? «Nichts», sagt Reto Suri nach dem 1:4 gegen den SCB.
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Reto Suri hat genug. Nach der sechsten EVZ-Niederlage in Serie redet er Klartext.
Foto: Pius Koller
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Eine Krise zur Unzeit. Auf der Zielgeraden der Qualifikation kommt der EVZ nicht mehr in Schwung – im Gegenteil. Die Zuger schaffen es bisher nicht, die Negativ-Serie zu stoppen. Sechs Pleiten in Folge sind happig, auch wenn Trainer Dan Tangnes (44) betont, dass nicht in allen Spielen alles schlecht gewesen ist. Nach dem 1:4 gegen den SCB – der sechsten Pleite in Folge – sagt der Norweger aber deutlich: «Wir spielen schreckliches Hockey. Wir sind weit weg von unserem Potenzial.» Ein verantwortungsloser Umgang mit dem Puck, unzählige Konter als Folge und kein Zug zum Tor.

SCB-Lehmann trickst in den leeren Kasten
3:23
EV Zug – SC Bern 1:4:SCB-Lehmann trickst in den leeren Kasten

Nach jeder vorangegangenen Niederlage hatten bereits diverse EVZ-Spieler Erklärungen für die Misere geliefert, gemahnt, dass jeder von ihnen in den Spiegel schauen müsse, dass jeder wisse, was jetzt zu tun ist. Und was passierte im darauffolgenden Match? «Nichts», antwortet Reto Suri direkt. «Wir reden von Teamsport, warten aber, bis jemand anders Verantwortung übernimmt.»

Für den 34-Jährigen ist der Wunsch, nach einer schweren Knie-Verletzung seine Karriere aktiv auf dem Eis zu beenden, in Erfüllung gegangen. Auf seiner Abschiedstour ärgern ihn nun die letzten Auftritte gewaltig. «Es ist später als nur fünf vor Zwölf. Mit Schönwetter-Hockey muss jetzt vorbei sein», fordert der Stürmer, «wir können noch lange lamentieren. Wir müssen stattdessen einfach bereit sein, den Preis dafür zu zahlen, und zwar vor beiden Toren.»

Auf den Berner Gegentreffer nach 30 Sekunden oder deren erneuten Führungstreffer 46 Sekunden vor der zweiten Pause können die Zuger in keiner Weise reagieren. «Es kann nicht sein, dass uns das den Stecker zieht», haut Suri weitere Kritik raus. Vier Spiele (Langnau, Zürich, Genf, Lausanne) stehen für den EVZ noch an. Vier Spiele also, um eine Trendwende einzuleiten. «Denn den Knopf, dass dann plötzlich alles wieder funktioniert, habe ich in den letzten 15 Jahren noch nie gefunden», so Suri, «das ist jetzt eine Charakterprobe vor den Playoffs.»

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
41
50
87
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
41
39
77
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
43
10
76
4
HC Lugano
HC Lugano
41
31
74
5
Lausanne HC
Lausanne HC
43
19
71
6
ZSC Lions
ZSC Lions
41
22
70
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
41
-9
64
8
SCL Tigers
SCL Tigers
42
5
59
9
EV Zug
EV Zug
41
-15
58
10
SC Bern
SC Bern
41
-13
53
11
EHC Biel
EHC Biel
41
-20
51
12
EHC Kloten
EHC Kloten
41
-18
50
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
41
-40
46
14
HC Ajoie
HC Ajoie
42
-61
34
Playoffs
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