Die Gewinner und Verlierer der Woche
Trainer-Duo mischt Liga auf – und der SCB hat neuen Helden

Die ZSC Lions haben einen Rekord in Sichtweite. Ein SCB-Spieler und die Fans gehören zu den Profiteuren der letzten Tage. So war die zweite National-League-Woche.
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Gewinner – die Weltmeister-Trainer

Im Frühling spuckten sie der Nati gemeinsam als Assistenten von Antti Pennanen im WM-Final in die Suppe (1:0 n. V.). Jetzt mischen sie die National League auf: die Finnen Jussi Tapola (52, Ambri) und Ville Peltonen (53, Ajoie). Dabei figurierten ihre Teams vor der Saison in allen Prognosen (auch bei Blick) in den dunkelsten Tiefen der Tabelle. Doch nun stehen die Underdogs auf den Plätzen 2 und 6 und blieben in der abgelaufenen Woche nur gegen den Dominator aus Zürich punktlos. Ambri, das unter Ex-SCB-Coach Tapola beeindruckend hochtourig spielt, gewann in Biel und vor allem in Lugano, was die weiss-blaue Seele jauchzen lässt. Ajoie punktete dank seiner Finnen-Combo gegen Bern (3:2 n. V.) und die SCRJ Lakers (4:5 n. V.) und war mit drei Punkten noch schlecht bedient.

Ex-SCB-Trainer Jussi Tapola und Ambri haben gut lachen.
Foto: keystone-sda.ch

Gewinner – die Fans

Spektakel pur! 3,4 Tore haben die NL-Klubs bisher im Schnitt pro Spiel geschossen. In der letzten Quali waren es noch 2,75 Treffer gewesen. Den Fans wird also noch mehr Spektakel geboten.

Die Fans kommen in der laufenden Saison bisher auf ihre Kosten.
Foto: keystone-sda.ch

Verlierer – Abwehrreihen und Goalies

Die Kehrseite der Medaille der Spektakel-Statistik: Defensiv wird (noch) nicht auf höchstem Niveau gearbeitet. Da gibt es noch viel Luft nach oben. Es braucht wohl Zeit, bis sich die Teams an die neuen Gegebenheiten gewöhnt haben. Schliesslich haben mit den ZSC Lions (Claude Julien), Ajoie (Ville Peltonen), Zug (Lauri Marjamäki), Bern (Serge Aubin), Servette (Sam Hallam) und Kloten (Michael Liniger) sechs Teams neue Trainer.

In der Abwehrarbeit haben gleich mehrere Klubs noch einiges zu tun.
Foto: keystone-sda.ch

Gewinner – Anttoni Honka

Der offizielle Jobbeschrieb des neuen Ajoie-Captains Anttoni Honka (25)? Verteidiger. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Der Finne stürmt nur zu gerne nach vorn. Zum Beispiel am Dienstag, als er einen Zaubertrick vor Connor Hughes aufführt, zwischen den eigenen Beinen hindurchschiesst und so den SCB-Keeper bezwingt. Applaus, Applaus, Applaus! Die Latte liegt schon einmal sehr hoch für das Tor der Saison.

Erzielt Honka das Tor der Saison bereits im September?
2:47
SC Bern – HC Ajoie 2:3 n. V.Erzielt Honka das Tor der Saison bereits im September?

Verlierer – Luganos neue Ausländer

Nach dem Derby-K.o. gegen Ambri ist Lugano Letzter. Dramatisch ist das noch nicht. Zumal die Südtessiner zwei Spiele weniger auf dem Konto haben als das Gros der Konkurrenz. Bereits letzte Saison hatten die Bianconeri unter dem damals neuen Trainer Tomas Mitell Startschwierigkeiten, ehe sie auf Touren kamen. Verändert wurde das Team fast nur auf den Ausländerpositionen. Und da sind die neuen Hoffnungsträger Lassi Thomson, Jere Innala (beide Fi) und Olle Lycksell (Sd) den Erwartungen noch nicht gerecht geworden.

Gewinner – Christof von Burg

Es vergingen 642 Tage seit seiner Vertragsunterschrift beim SCB, ehe Goalie Christof von Burg (25) endlich in einem NL-Spiel seine Visitenkarte abgeben durfte. Der Aargauer, der in den letzten zwei Saisons in der Swiss League bei Winterthur und Thurgau überragend spielte, strahlt in Kloten (4:1) viel Ruhe aus. Und bereits brodelt es in der Gerüchteküche, weil sein Vertrag beim SCB nach dieser Saison ausläuft. Mittendrin der EHC Biel.

«Wie lange bleibt von Burg beim SCB?»
4:27
Musste oft in die Swiss League:«Wie lange bleibt von Burg beim SCB?»

Gewinner – ZSC Lions

Sechs Spiele, sechs Siege. Noch drei Erfolge fehlen, um den Startrekord von neun Siegen von Davos (letzte Saison) und Servette (2012) zu egalisieren. Die nächsten Gegner? Biel, Lausanne und Lugano.

«Hey Guys – wir haben 1:3 verloren – und dann wurde es plötzlich kalt!»
0:46
Selma litt mit Kloten mit:«Hey Guys – wir haben 1:3 verloren – und dann wurde es plötzlich kalt!»
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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
6
12
18
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
6
1
11
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
6
-2
9
4
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
6
-3
9
5
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
6
0
8
6
HC Ajoie
HC Ajoie
6
-1
8
7
EV Zug
EV Zug
4
6
7
8
SC Bern
SC Bern
4
3
7
9
EHC Biel
EHC Biel
5
4
7
10
HC Davos
HC Davos
6
-4
7
11
Lausanne HC
Lausanne HC
5
-4
6
12
SCL Tigers
SCL Tigers
6
-4
6
13
EHC Kloten
EHC Kloten
6
-7
6
14
HC Lugano
HC Lugano
4
-1
5
Playoffs
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