«Wir konnten den Leuten heute etwas zeigen»
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Rohrbach nach Sieg:«Wir konnten den Leuten heute etwas zeigen»

Die Gewinner und Verlierer der Woche
Es rohrt und knakt in der National League

Ajoie macht plötzlich seltsame Dinge, Sam Hallam ist offenbar noch immer schwedischer Nati-Trainer und ein Königstransfer-Trio regiert gemeinsam. So war die erste National-League-Woche.
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Darum gehts

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Marcel AllemannReporter Eishockey

Gewinner: Aufstand der Kleinen

Sie sind in vielen Prognosen für die hintersten Plätze vorgesehen, aber leisten zum Saisonstart hartnäckigen Widerstand: Ajoie und Kloten haben in jedem Spiel gepunktet, Ambri zwei Siege eingefahren. In der sechsten Saison nach dem Aufstieg scheint Ajoie sich erstmals ernsthaft zu weigern, seine zementierte Position als Dauerletzter einzunehmen. Kloten lässt sich derweil selbst mit aktuell nur vier gesunden Ausländern, aber dafür mit jungen Talenten wie Trainer-Sohn Elia Liniger (18) nicht aus der Ruhe bringen. Und Ambri ist unter Jussi Tapola nicht bereit, den prognostizierten nächsten Niedergang umzusetzen. Dieses Trio liegt tatsächlich auf den Rängen 3 bis 5. Wer die nach drei Runden nicht aussagekräftige Tabelle als aussagekräftig wahrnimmt, kommt zur Aussage: Kloten, Ambri und Ajoie qualifizieren sich auf direktem Weg für die Playoffs.

Jubeln statt immer verlieren: Ajoie mit Anttoni Honka (l.) und Kristian Tanus.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus

Verlierer: Sam Hallam

Schon dreimal auf die Kappe gekriegt – unter anderem daheim gegen Ajoie. Allen grossen Plänen für diese Saison zum Trotz ist Servette folgerichtig nach der ersten Hockey-Woche Letzter. Dabei haben die Genfer mit dem schwedischen Meistertrainer Sam Hallam als Chef und dem Schweizer Meistertrainer Marco Bayer als Assistenten neuerdings so viel Kompetenz im Trainerbüro. Doch Hallam scheint tief im Herzen noch immer schwedischer Nati-Trainer zu sein. Und da war er in den letzten vier Jahren notorisch erfolglos.

Schwieriger Start für Genf-Trainer Sam Hallam.
Foto: keystone-sda.ch

Gewinner: Drei Königstransfers

Es rohrt und knakt gerade ordentlich in der Liga. Vinzenz Rohrer (Zug), Dario Rohrbach (Bern) und Simon Knak (ZSC) müssen als Königstransfers ihrer erwartungsfrohen Klubs mit einer gehörigen Portion Druck umgehen. Und was macht dieses Trio damit? Königlich abliefern. Rohrer hat nach zwei Spielen unfassbare 6 Skorerpunkte (2 Tore, 4 Assists) auf dem Konto – hält er diesen Schnitt, kommt er diese Saison auf 156 Punkte. Rohrbach hat in zwei Spielen bereits stolze 2 Tore und 2 Assists produziert, ist so gesehen auf dem Weg zu 104 Skorerpunkten. Und Knak stellt mit seinen 4 Toren in drei Spielen derzeit sogar seine Linienkollegen Andrighetto/Malgin in den Schatten – hochgerechnet ergibt das für ihn 69 Saisontore. Ganz so wild wird es natürlich nicht werden, aber den Hut vor diesem Trio darf man allemal ziehen.

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Eingeschlagen: Königstransfer Dario Rohrbach (Bern).
Foto: Claudio De Capitani/freshfocus
EVZ-Tatar schiesst den HCD mit einem Viererpack ab
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Davos – Zug 2:6:EVZ-Tatar schiesst den HCD mit einem Viererpack ab

Verlierer: Mission 32

Letzte Saison legte der HCD von Anfang an einen Durchmarsch in der Quali hin und am Ende fehlte im April ein Tor zum 32. Meistertitel. Aktuell ist in Davos noch nichts mit Fliegen – zuletzt gab es zwei heftige Pleiten gegen Bern und Zug sowie die bislang zweitmeisten Gegentore aller Teams. Die Mission 32 ist im September 2026 ein ordentliches Stück weiter in die Ferne gerückt.

«Wir bringen es nicht hin über 60 Minuten»
1:00
Frick über Klatsche gegen Zug:«Wir bringen es nicht hin über 60 Minuten»

Gewinner: Jeff Skinner

Wie herrlich: Da steht der langjährige NHL-Star Jeff Skinner am Dienstag nach dem Sieg gegen Fribourg als Matchwinner vor den Bieler Fans und ist mit der Welle überfordert. Aber strahlt dazu wie ein kleiner Bub vor dem Weihnachtsbaum – und verspricht tags darauf, er wisse inzwischen, was beim nächsten Mal zu tun ist. Wie bitter, dass sich der Kanadier dann am Samstag gegen die SCL Tigers doch tatsächlich ohne Fremdeinwirkung beim Toreschiessen (seinem insgesamt dritten Treffer) verletzt. Die Diagnose steht noch aus. Nicht nur im Seeland hoffen die Hockey-Liebhaber, dass es nicht allzu schlimm ist und die neue Liga-Attraktion bald zurückkehrt. Dieses schelmische Grinsen inklusive perfekter Welle will man einfach sehen.

«Die Welle war cool - das habe ich noch nie gesehen»
1:16
Skinner nach Traumeinstand:«Die Welle war cool - das habe ich noch nie gesehen»

Verlierer: Meisterrausch

Da sagt der verletzte Captain Andrea Glauser im Rahmen des Meisterbanner-Aufzugs am Freitag in der Fribourger BCF-Arena, dies sei zwar noch einmal eine wunderschöne Sache, aber damit müsse es mit den Meisterfestivitäten dann gut sein, man sei schliesslich in einer neuen Saison. Angekommen sind die mahnenden Worte aber nicht wirklich. In zwei seiner bisherigen drei Partien verspielt Gottéron eine im ersten Drittel sauber herausgespielte Führung und verliert: gegen Biel nach einem 2:1 (am Ende 2:4) und gegen Rappi nach einem 2:0 (am Ende 2:3). Das klingt nach rauschendem Übermut.

Wetter schiesst Rappi zum ersten Saisonsieg
2:35
SCRJ Lakers – Fribourg 3:2:Wetter schiesst Rappi zum ersten Saisonsieg
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