HCD-Lemieux rastet nach Check aus
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Schlägerei gegen Sansonnens:HCD-Lemieux rastet nach Check aus

77 Strafminuten auf einen Schlag
20-Jähriger legt sich mit HCD-Haudegen Lemieux an

Die Ambri-Fans tuckern auf dem Schiff zum Derby-Sieg. Ein Lugano-Star wird nachträglich bestraft. Und beim ZSC nutzt Altmeister Chris Baltisberger jede Sekunde. Hier kommt das Liga-Inside.
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Davos-Haudegen Brendan Lemieux (links) liefert sich einen Fight mit Lausanne-Youngster Basile Sansonnens.
Foto: Roger Albrecht/freshfocus

20-Jähriger legt sich mit Lemieux an

Lausanne-Talent Basile Sansonnens (20) ist der neue Strafenkönig der Liga. Auf einen Schlag handelt er sich 50 Strafminuten ein. Der 1,93 Meter grosse Verteidiger stösst erst HCD-Haudegen Brendan Lemieux (30) gegen die Bande und steht danach seinen Mann in der Prügelei mit dem ehemaligen NHL-Stürmer. Die Schiedsrichter sprechen dafür zweimal fünf Strafminuten sowie zwei Spieldauerdisziplinarstrafen gegen ihn aus. Auch Rächer Lemieux kommt nicht ungeschoren davon. Fürs Anzetteln der Prügelei («Instigator») erhält er eine Zweiminutenstrafe und für den Fight selbst ebenfalls fünf Minuten plus einen Restausschluss. Das ergibt für Lemieux 27 Strafminuten und damit für den Fight insgesamt 77 Strafminuten.

Järventie spielt jetzt auch an zwei Tagen in Folge

Der neue Ambri-Finne Roby Järventie (24) hat seinen Spass am ersten Derby (5:3). «Es ist grossartig», schwärmt er in der ersten Pause im Mysports-Interview über die Stimmung in Lugano. Auch nicht von schlechten Eltern ist sein Laserschuss zum 1:1. In den letzten Jahren hatte der Stürmer viel durchgemacht. Er musste um die Fortsetzung seiner Karriere bangen und sich an beiden Knien operieren lassen. Um die Belastung zu dosieren, spielte er letzte Saison in der AHL bei den Bakersfield Condors nie an zwei Tagen in Folge, wie er bestätigt. In Ambri kommt er in Back-to-back-Spielen zum Zug: Am Freitag gelingt ihm gegen Leader ZSC ein Hattrick, ehe er tags darauf im Derby erneut trifft, nachdem er am Donnerstag im Training nicht mit dem Team auf dem Eis stand.

Fazzini nachträglich bestraft

Die Ligajustiz fällt den Schiedsrichtern des Tessiner Derbys einen Tag nach dem Spiel in den Rücken: Luca Fazzini erhält nachträglich eine Spieldauerdisziplinarstrafe und eine Busse von 1700 Franken. Der Lugano-Star hatte in der Endphase Roby Järventie mit dem Stock zwischen den Beinen getroffen. Die Unparteiischen hatten sich nach Ansicht der Video-Bilder nur für eine Zweiminutenstrafe entschieden. «Die Haltung des Stocks (Schaufelspitze nach oben) spricht dafür, dass dies zwischen den Beinen und nicht am Oberschenkel erfolgt, sonst hätte der Stock nicht ‹gegriffen› und wäre der Gegenspieler nicht so zurückgezogen worden», heisst es im Urteil des Einzelrichters. «Solche Aktionen will man auf dem Eis nicht sehen, zumal das Spiel auch noch unterbrochen war. Die Wucht des Impacts war allerdings nicht so gross, dass Spielsperren angemessen wären.»

Fazzinis Stockschlag in die Weichteile von Järventie
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Im Tessiner Derby:Fazzinis Stockschlag in die Weichteile von Järventie

Ambri-Fans kommen mit dem Schiff

Die Laune könnte derzeit bei den Ambri-Fans kaum besser sein. So feiern die Tifosi die Spieler am Freitag trotz der Niederlage gegen die ZSC Lions wie Sieger und stimmen sie so aufs Derby ein. Tags darauf verbringt eine lautstarke Gruppe einen Teil der Reise nach Lugano auf dem Schiff. Der Abend endet mit einem Derby-Triumph und der Montanara in der Cornèr-Arena. Das Team, das in den Saison-Tipps vielerorts (auch bei Blick) auf Platz 14 landete, grüsst von Rang 2. Als ob das nicht schon süss genug für die Ambri-Anhänger wäre, rutscht Lugano auch noch auf den letzten Platz ab.

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Meister-Schweden bleiben

Die schwedischen Stürmer Marcus Sörensen (34) und Jacob de la Rose (31) haben ihre Verträge um zwei Jahre bis 2029 verlängert, wie der Meister im Rahmen des Heimspiels gegen die SCL Tigers (4:3 n.V.) am Samstag bekannt gibt. Sörensen bereitet dabei drei Tore vor und schiebt sich auf Rang 3 der NL-Skorerliste.

Baltisberger zeigt die Zähne

Den 3:0-Sieg vor einer Woche gegen Servette sah sich Chris Baltisberger als überzähliger Stürmer in der ZSC-Fankurve an. Offenbar holte er sich dort reichlich Energie, denn sowohl am Dienstag beim 4:2 gegen Ajoie (zum 2:1) wie auch am Samstag beim 3:2-Derbyerfolg gegen Kloten (zum 1:1) gelingen ihm kapitale Treffer. «Im Moment ist Chris an einem Punkt, an dem er jede Eiszeit, die ich ihm gebe, optimal nutzt», zeigt sich ZSC-Trainer Claude Julien zufrieden.

Derungs-Brüder wieder vereint

Acht Verletzte hat Kloten derzeit zu beklagen. Deshalb helfen sich die Zürcher Unterländer für das Zürcher Derby gegen die ZSC Lions mit Thurgau-Stürmer Ian Derungs (26), dem Bruder des regulären Kloten-Stürmers Keanu Derungs (24) aus. Die Derungs-Brüder sind damit erstmals seit der Saison 2017/18, damals noch in Klotens U20-Junioren, wieder an einem Spiel im selben Team vereint. Ian Derungs kommt als 13. Stürmer auf eine Eiszeit von 4:25 Minuten und holt die Strafe heraus, die zum Klotener Anschlusstreffer zum 2:3 führte. Zugleich ist dies auch das Schlussresultat.

Ajoie-Trainer Peltonen zählt auf seine Finnen

Nach sechs Spielen stehen die Jurassier mit acht Punkten auf dem fünften Platz. Die Saison ist zwar noch jung, doch Ajoie ist drauf und dran, den Ruf des Ewigletzten abzulegen. Doch wie nachhaltig ist dies? Obwohl das Team von Ville Peltonen am Freitag gegen Bern (3:2 n.V.) wie auch am Samstag gegen Rapperswil (4:5 n.V.) die bessere Mannschaft ist, liegen nicht mehr als drei Punkte drin. Das könnte daran liegen, dass beinahe ausschliesslich eine Linie Tore produziert. Mit Hilfe der Verteidiger-Brüder Anttoni und Julius Honka tragen Liga-Topskorer Kristian Tanus mit seinen Flügeln Jerry Turkulainen sowie Julius Nättinen die Torproduktion des Teams auf ihren Schultern. Daniel Carr und Kyen Sopa sind die einzigen Nicht-Finnen, die sich mit je einem Assist am Freitag an Toren beteiligen können. Am Samstag kommt Jesse Zgraggen noch zu einem Assist. Sollten die restlichen Spieler der Jurassier mit ihrer Produktion nachziehen, liegt diese Saison für Ajoie wohl einiges drin. Ansonsten haben Peltonens Finnen noch viel Arbeit vor sich.

Geburtstagsflut beim Derby

Am Samstag feierten gleich vier Protagonisten beim Tessiner Derby ihren Geburtstag. Wobei so richtig feiern konnte nur einer: Ambri-Verteidiger Dario Wüthrich, der am Tag seines 27. Wiegenfestes und 250 NL-Spiels als Derby-Sieger vom Eis geht. Bei Lugano mussten die Jubilare, Präsidentin Vicky Mantegazza (61), Verteidiger David Aebischer (26) und Premieren-Torschütze Nick Shore (34) eine Niederlage einstecken.

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
6
12
18
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
6
1
11
3
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
6
-3
9
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
6
0
8
5
HC Ajoie
HC Ajoie
6
-1
8
6
EHC Biel
EHC Biel
4
6
7
6
EV Zug
EV Zug
4
6
7
8
SC Bern
SC Bern
4
3
7
9
HC Davos
HC Davos
6
-4
7
10
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
5
-4
6
10
Lausanne HC
Lausanne HC
5
-4
6
12
SCL Tigers
SCL Tigers
6
-4
6
13
EHC Kloten
EHC Kloten
6
-7
6
14
HC Lugano
HC Lugano
4
-1
5
Playoffs
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