Der grosse Final-Verlierer
HCD-Frick droht ein schmerzvoller Hattrick

Der «ewige Zweite» Lukas Frick will nicht zurückschauen. Verständlich. Schliesslich hat der HCD-Verteidiger schon eine Sammlung von vier Silbermedaillen und immer noch kein Gold.
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Verteidiger Lukas Frick (r.) und Davos sind mit 1:2 im Rückstand gegen Fribourg.
Foto: Nico Ilic/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lukas Frick kehrt zu HC Davos zurück, spielt dritten Final in Folge
  • Bisher vier Silbermedaillen, HCD liegt 1:2 in der Finalserie zurück
  • Frick: «Wir nutzen Chancen und Powerplay zu wenig»
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Nach acht Jahren bei Lausanne kehrte Lukas Frick (31) in den Osten des Landes zurück. Der St. Galler unterschrieb gleich für fünf Jahre beim HC Davos und erlebte die mit Abstand produktivste Qualifikation seiner Karriere. Mit 36 Punkten war er der beste Skorer der Liga unter den Schweizer Verteidigern.

Und in den Playoffs? Da kommt er bisher auf drei Punkte. Doch was viel wichtiger ist: Er steht zum dritten Mal in Folge im Final. Wie die Serie gegen Fribourg im Vergleich zu den letzten zwei Jahren sei, wird Frick nach der 2:3-Niederlage in der zweiten Verlängerung gefragt. «Ich will gar nicht zurückschauen. Ich will mich nur darauf konzentrieren, was jetzt läuft.» Zum Niveau der Serie sagt er: «Es ist extrem schnell, hart. So wie man sich einen Playoff-Final vorstellt. Es ist wirklich geil zum Spielen.»

Verständlich, dass sich Frick nicht damit beschäftigen will, dass er einen Hattrick von Finalniederlagen erleben könnte.

Verheerende Bilanz

Vor zwei Jahren hatten er und seine Lausanner ein siebtes Spiel gegen die ZSC Lions erzwungen, mussten sich dann aber in der «Finalissima» geschlagen geben und zuschauen, wie die Zürcher daheim den Titel feierten.

Ein Jahr später hatten die Waadtländer als Qualisieger den Heimvorteil in der Final-Revanche auf ihrer Seite – und mussten da zwei Niederlagen in der Vaudoise-Arena einstecken. Wie im Vorjahr schoss der Schwede Jesper Frödén das entscheidende Tor. Und Frick musste vor eigenem Anhang zum Abschied eine Meisterfeier des Gegners ansehen.

Es versteht sich von selbst, dass der Verteidiger, der seine Hockey-Laufbahn beim EHC Uzwil startete, nicht einen weiteren Final als Verlierer beenden will, zumal er ja bereits 2014 mit Kloten am ZSC gescheitert war. Nach vier Silbermedaillen, wenn man auch jene der WM 2018 dazuzählt, soll es endlich Gold werden. Doch in der Serie liegt der HCD 1:2 zurück. «Ich glaube, wir haben übers ganze Spiel gesehen besser gespielt. Wir nutzen aber die Chancen und auch das Powerplay zu wenig. Von dem her haben sie trotzdem verdient gewonnen.» 

Das sagt er über die Schiris

Eine Erklärung, warum es bisher nur Auswärtssiege gab, hat auch er nicht. «Es sind enge Spiele, die auf beide Seiten fallen können. Für uns ist es bitter, dass wir zum zweiten Mal zu Hause verloren haben. Aber es geht weiter.»

Für Aufregung sorgte am Mittwochabend der unbestrafte Stockhieb von Gottéron-Schwede Lucas Wallmark in die Kniekehle von Filip Zadina in der zweiten Overtime. Die Szene war auf dem Videowürfel wiederholt zu sehen. «Klar ist es frustrierend», sagt Frick. «Man kann es ja nicht ändern. Ich hoffe, in den nächsten Spielen sehen sie das eine oder andere ein bisschen besser.»

Wallmark wird nachträglich mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegt, aber nicht gesperrt. Der HCD verzichtet auf einen Rekurs. «Wir fokussieren uns darauf, eine Reaktion auf dem Eis zu zeigen», antwortet Sportchef Jan Alston auf Blick-Anfrage.

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