Darum gehts
Am Mittwoch stand Mike Sgarbossa (33) erstmals in Bern auf dem Eis. Er nahm mit Kindschi, Baumgartner (steht vor Comeback), Bemström, und Frauen-Nati-Goalie Maurer am Skills-Training teil.
Tags davor hatte Lugano den Kanadier bis Ende Saison an den SCB ausgeliehen. «Es hat nicht zusammengepasst, es hat nicht geklickt. Aus welchem Grund auch immer passte mein Stil nicht», sagt der Center zu Blick. «So versuche ich einen positiven Neuanfang. Ich freue mich darauf.»
Luganos Trainer Tomas Mitell liess ihn zuletzt dreimal auf der Tribüne schmoren – und trat nur mit fünf Ausländern an. Ein Wink mit dem Zaunpfahl. «Wir waren mit seinen Leistungen überhaupt nicht zufrieden. Mike war auch in einer Situation, die ihn nicht glücklich machte. Er war verpflichtet worden, um eine wichtige Rolle zu spielen. Doch nach der Ankunft von Sanford hatte er weniger Eiszeit, als er erwartet hatte», so der Schwede gegenüber RSI. Und Sgarbossa sagt: «Es war eine schwierige Zeit. Ich fühlte mich ein wenig unerwünscht.»
Vier NL-Klubs waren an Sgarbossa interessiert
Zum Glück war er auf dem ausgetrockneten Spielermarkt gefragt. Neben dem SCB waren drei weitere NL-Klubs an ihm interessiert. «Ich habe mir das Kader der Berner angeschaut. Ich dachte, dass ich gut zu ihnen passen und ich als offensiver Spieler helfen könnte.» Ihm war nicht entgangen, dass der SCB Probleme mit dem Toreschiessen hat – nur Schlusslicht Ajoie (77) hat weniger Treffer erzielt als die Berner (82).
Als Sgarbossa im Interview mit SCB-Moderator Brian Abey seine Spielweise erklärt und sagt, dass er ein Playmaker und Skorer sei, leuchten dessen Augen und er sagt begeistert: «Skorer? Das klingt grossartig!» Obwohl Sgarbossa im Tessin nicht wunschgemäss auf Touren kam, hat beim SCB nur der derzeit verletzte Bemström (10), mit dem erst nach Olympia wieder zu rechnen ist, mehr getroffen als er. In Lugano kam er auf 9 Tore und 9 Assists in 27 Partien.
Aus Lugano ist zu hören, dass Sgarbossa keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit gemacht habe. «Wenn man nicht spielt, ist man natürlich frustriert. Aber ich war nicht negativ.»
Familie bleibt in Lugano
Nicht zuletzt wegen seiner Familie war Sgarbossa nach Jahren des ständigen Auf und Ab zwischen AHL und NHL in die Schweiz gekommen. Seiner Frau Kylie, den Söhnen Vincent (3) und Santino (5), der in eine internationale Schule geht, und ihm gefiel es denn auch in Lugano. Deshalb ist er froh, dass seine Familie im Tessin bleiben kann, während er in einem Apartment-Hotel in der Nähe der Arena einquartiert wurde.
Am Freitag trifft der SCB auf Lugano. Sgarbossa dürfte sein Debüt allerdings erst am Samstag in Zürich geben und sich das Spiel gegen seinen Ex-Klub von der Tribüne anschauen, obwohl er spielberechtigt wäre.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 40 | 47 | 84 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 40 | 34 | 74 | |
3 | Genève-Servette HC | 41 | 10 | 73 | |
4 | HC Lugano | 39 | 27 | 69 | |
5 | Lausanne HC | 41 | 19 | 68 | |
6 | ZSC Lions | 39 | 21 | 66 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 39 | -8 | 62 | |
8 | EV Zug | 39 | -10 | 58 | |
9 | SCL Tigers | 40 | 3 | 55 | |
10 | SC Bern | 39 | -11 | 51 | |
11 | EHC Biel | 40 | -15 | 51 | |
12 | EHC Kloten | 39 | -20 | 46 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 40 | -37 | 46 | |
14 | HC Ajoie | 40 | -60 | 31 |





