Moser ist laut einer Einschätzung von NHL-Insidern «a defensive rock» – ein Fels in der Abwehr. Seine Defensivkünste führten ihn zuletzt auf den fünften Platz einer Zwischenwertung im Rennen für die Norris Trophy, die Auszeichnung für den besten Verteidiger der Liga. In dieser Wertung wird Mosers Abwehrarbeit gar höher bewertet als die der Norris-Favoriten Cale Makar (Ka, Colorado) oder Moritz Seider (De, Detroit), nur bezüglich Offensivleistung (Makar verbucht im Schnitt mehr als einen Skorerpunkt pro Partie) kommt Moser nicht ganz an die Werte seiner Konkurrenten heran. Tampa Bay hat den Mann mit der aktuell besten Plus-/Minus-Wertung der Liga mit einer Vertragsverlängerung bis 2034 an sich gebunden, Moser wird dafür mit durchschnittlich 6,75 Millionen Dollar pro Saison entschädigt. Die Vertragslaufzeit beginnt im nächsten Sommer, im ersten Jahr wird der Bieler nebst einem Basis-Salär von 881’000 Dollar auch noch einen Unterschrifts-Bonus von 7,9 Millionen Dollar in Empfang nehmen können.
Seit Josi nach einer Handverletzung wieder auf dem Eis steht, geht es mit Nashville aufwärts, das Team aus dem Gliedstaat Tennessee im Süden der USA hat den Rückstand auf die Playoff-Plätze reduzieren können. Josi schultert wieder die meiste Eiszeit aller Predators-Spieler und ist die Symbolfigur für die Trendwende, auch wenn er die Skorerpunkte nicht mehr so fleissig sammelt wie auch schon.
Während sich andere Schweizer Stürmer zuletzt mit dem Toreschiessen schwergetan haben, liefert Fiala. Der Ostschweizer trifft nach einer Baisse im November wieder regelmässig. In drei der letzten fünf Spiele schoss er ein Tor und ist mit 16 Treffern auch in dieser Saison der beste Schweizer Torschütze. Bemerkenswert ist dabei, dass der dynamische und trickreiche Flügel zwölfmal bei Gleichbestand erfolgreich war.
Der einzige Schweizer Goalie in der NHL ist bereits 22-mal zum Einsatz gekommen und hat dabei zwei Shutouts eingefahren. Er weist auch die besseren Statistiken auf als seine Konkurrenten Carter Hart, Carl Lindbom und Nummer 1 Adin Hill, der seit dem 21. Oktober wegen einer Verletzung nicht mehr spielte. Weil sich nun auch Hart verletzt hat, dürfte es Schmid auch in den kommenden Wochen nicht an Spielpraxis und Chancen, sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen, mangeln.
Der Captain der Devils beendete am Silvester eine schwarze Serie von 13 Spielen ohne Tor. Mit 32 Punkten ist der Walliser zwar derzeit der beste Schweizer Skorer vor Fiala (31). Er hinkt aber hinter seinen Offensivwerten der letzten Jahre her. Zudem ist New Jersey nach einem guten Start abgestürzt und droht nach drei Niederlagen den Anschluss an die Playoff-Plätze zu verlieren. Da ist Hischier als Leader besonders gefragt. «Das ist peinlich», sagte er nach dem 0:9-Debakel gegen die New York Islanders. «Ich erwarte eine grosse Reaktion im nächsten Spiel.» Diese fiel dann aber flau aus. Die Devils verloren gegen Pittsburgh 1:4 und Hischier blieb im dritten Spiel in Folge ohne Punkt.
Der Absturz in der Tabelle und die Torflaute der Devils, die in den letzten drei Spielen nur zwei Treffer erzielten, führten dazu, dass auch die gut bezahlten Schweizer Stars Hischier (8 Mio. Dollar in dieser Saison) und Meier (10,75 Mio.) in die Kritik geraten. Der Appenzeller war fast einen Monat ohne Tor geblieben, wobei er im Dezember fünf Spiele aus familiären Gründen verpasste. In den letzten drei Spielen blieb auch Meier punktlos.
Die New Jersey Devils sind nach einem fulminanten Saisonstart abgestürzt und kämpfen im Mittelfeld der Eastern Conference um den Anschluss. Ungefähr so ergeht es auch Jonas Siegenthaler im Mannschaftsgefüge der Devils: Er ist bezüglich Eiszeit die Nummer fünf unter den Verteidigern und sucht wie viele seiner Teamkollegen nach der Bestform. Bei der 0:9-Ohrfeige gegen die Islanders stand Siegenthaler bei drei Gegentoren auf dem Eis, wobei ihn keine Schuld traf.
Nach sehr gutem Saisonstart war Niederreiter bis in die Nacht auf Samstag seit 17 Spielen und dem 29. November (Doublette in Nashville) ohne Skorerpunkt geblieben, ehe ihm nun beim 5:1-Sieg gegen Fialas Kings ein Assist gelang. Dazwischen wurde er von Coach Scott Arniel für ein Spiel auf die Tribüne verbannt. Die Jets sind komplett abgestürzt: Letzte Saison noch Qualisieger, sind sie nach elf Niederlagen in Serie jetzt zusammen mit Vancouver das schlechteste Team der Liga. «Für mich ist es nichts Neues, dass ich in dieser Zeit der Saison in einem Tief bin. Neu ist aber, dass wir gleichzeitig so viele Spiele verlieren, was es noch schwieriger macht», sagte Niederreiter, der in seiner Karriere immer wieder kalte und heisse Phasen hatte. Immerhin konnte er ein Highlight feiern: Als erster Schweizer erreichte er die Marke von 1000 Spielen in der Regular Season.
Kurashev ist seit dem 13. Dezember mit einer Handverletzung out. Läuft alles nach Plan, sollte er rechtzeitig für Olympia wieder fit sein. Davor war er zwölf Spiele ohne Tor geblieben, nachdem er Anfang November von der NHL noch als einer der drei Stars der Woche ausgezeichnet worden war.
Suter zog sich am 27. Dezember eine Knöchelverletzung zu. Die Blues rechnen damit, dass er vier Wochen pausieren muss. So sollte er Nati-Coach Patrick Fischer beim Olympia-Start gegen Frankreich am 12. Februar zur Verfügung stehen. Nach einem guten Start bei seinem neuen Klub kühlte der smarte Stürmer ab und brachte in den letzten zehn Spielen vor seiner Verletzung keinen Skorerpunkt mehr zustande.
Bichsel wird im Verlauf des Januars aufs Eis zurückkehren, seit Ende November fehlt er wegen einer Verletzung am linken Bein. Zuvor hatte er sich eine gute Position im starken Abwehrverbund der Stars erarbeitet. Er fehlt der Nati aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit dem Schweizer Eishockey-Verband bis nach der Heimweltmeisterschaft 2026.

