Darum gehts
- NHL-Legende Glenn Hall, Erfinder des «Schmetterling-Stils», stirbt mit 94 Jahren
- 502 komplette NHL-Spiele in Serie ohne Maske, Rekord seit 1962
- 13 Teilnahmen am All-Star-Game als Goalie sind bis heute Rekord
Er gilt als Erfinder des bis heute gängigen «Schmetterling-Stils» von Eishockey-Goalies: Die NHL-Legende Glenn Hall ist am Mittwoch im Alter von 94 Jahren verstorben.
1961 gewann die Torhüter-Ikone mit den Chicago Blackhawks seinen einzigen Stanley-Cup-Titel. Später führte er die St. Louis Blues dreimal in den Stanley-Cup-Final. Hall hält bis heute den Rekord der längsten Serie an gespielten Partien: Zwischen 1955 und 1962 hat der Goalie 502 NHL-Partien hintereinander gespielt, ohne eine Minute zu verpassen – damals noch ohne Maske.
13 Mal war er beim All-Star-Game dabei und stand dabei 540 Minuten auf dem Eis – jeweils Rekord bei den Goalies. Hall gehört der Hall of Fame an und wurde als einer der 100 besten NHL-Spieler der Geschichte geehrt.
Die Blackhawks trauern um «einen der einflussreichsten Goalies in der Geschichte unseres Sports und unserer Franchise», wie das Team in seiner Mitteilung schreibt: «Liebevoll als ‹Mr. Goalie› bekannt, ist Glenns Vermächtnis monumental. Er hat mit dem Schmetterling-Stil das Goalie-Spiel revolutioniert und alle nachfolgenden Generationen geprägt.»
Goalie-Ikone Brodeur trauert
NHL-Commissioner Gary Bettman (73) ehrt Hall: «Glenn war ein echter Star, dessen Karriere voller Erfolge und Auszeichnungen war. Von dem Moment an, als er zum ersten Mal das NHL-Tor betrat, glänzte Hall mit herausragenden Leistungen.»
Martin Brodeur (53), mit drei Stanley-Cup-Titeln (New Jersey Devils) selbst eine Goalie-Ikone der NHL-Geschichte, äussert auf X sein Beileid. «Ich bin ein grosser Fan von ihm. Er setzte Massstäbe für alle Torhüter, die nach ihm kamen», schreibt der zweifache Olympiasieger zum letzten gemeinsamen Bild mit Hall.
