Darum gehts
- Eric Cantona erklärte Kung-Fu-Kick 1995 mit mysteriösem Möwen-Zitat
- Später gab Cantona zu, dass sein Zitat keinen Sinn machte
- Cantona erhielt nach dem Vorfall eine Sperre von neun Monaten
Zwei Monate nach dem Kung-Fu-Kick im Selhurst Park von Crystal Palace hat Eric Cantona geredet. Cantona, der französische Fussballer, eine Legende von Manchester United, hatte nach einem Platzverweis einen gegnerischen Fan getreten, war hingefallen, hatte sich wieder erhoben und eine rechte Gerade nachfolgen lassen. Man war gespannt, was Cantona zu seiner Verteidigung vorbringen würde. Was er dann sagte, hat ihn wohl selbst auch umgehauen: «Wenn die Möwen den Fischkuttern nachfliegen, tun sie das, weil sie wissen, dass gleich Sardinen ins Meer geworfen werden.» Zwischendurch nahm er einen Schluck Wasser, danach stand er auf und ging. Ein Journalist hat ihm noch nachgerufen: «Auf Französisch, bitte!» Aber da war Cantona längst aufgestanden.
Was gemeint war? Müsst ihr schon selber rausfinden
Das ist Krisenbewältigung. Statt Antworten zu liefern, einfach verschiedene neue Fässer aufmachen, und am Schluss weiss keiner mehr, um was es ging. Den Kung-Fu-Kick? Die Möwen? Den Fan? Die Sperre – oder doch die Sardinen? Und wo war Cantona? Jahre später klärte er auf und machte gleich wieder ein neues Fass auf. Was er mit seinem Satz gemeint habe? Das müsse man schon selbst rausfinden, liess er ausrichten. Cantona sei ein Philosoph, wurde dann vermutet. Bis er wirklich sagte, um was es ging. In einer französischen Talkshow gab er zu, einfach irgendetwas gesagt zu haben, ohne Zusammenhang, wirres Zeugs.
Stecker ziehen – und weg
Der Sport ist eine ironiefreie Zone, das wollte er vielleicht sagen. Die Journalisten wollten damals Antworten, stattdessen mussten sie sich mit noch mehr Fragen befassen – ein Skandal nach dem Skandal, die Kausalkette auf links gekrempelt. Eine Kunst.
Vielleicht hätte sich der Schweizer Eishockey-Verband beim Versuch, die Fischer-Krise zu bewältigen, bei Cantona bedienen sollen. Ein wirrer Satz aus dem Mund von Präsident Urs Kessler, der dann aufgestanden und gegangen wäre. Beziehungsweise den Stecker gezogen hätte – es war ja eine Videokonferenz. Ein Tessiner Journalist hätte vielleicht noch in den leeren Bildschirm gebrüllt: «Auf Italienisch, bitte!» Aber da wäre Kessler längst weg gewesen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Österreich | 0 | 0 | 0 | |
1 | Finnland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Deutschland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Großbritannien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Ungarn | 0 | 0 | 0 | |
1 | Lettland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Schweiz | 0 | 0 | 0 | |
1 | USA | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 0 | 0 | 0 | |
1 | Tschechische Republik | 0 | 0 | 0 | |
1 | Dänemark | 0 | 0 | 0 | |
1 | Italien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Norwegen | 0 | 0 | 0 | |
1 | Slowakei | 0 | 0 | 0 | |
1 | Slowenien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Schweden | 0 | 0 | 0 |
