Darum gehts
- Die Nati verliert 1:8 gegen Schweden bei der Euro-Hockey-Tour
- Im zweiten Drittel kassiert die Schweiz vier Gegentore in zwölf Minuten
- Rund 15 aktuelle Spieler nehmen an der Heim-WM in zwei Wochen teil
Es ist die heftigste Klatsche der Nati in der Neuzeit. Im fünften Spiel von Nati-Trainer Jan Cadieux (46), dem ersten in seiner Amtszeit gegen einen grossen Brocken. Dieses 1:8 gegen Schweden, im Rahmen der ersten von zwei Euro-Hockey-Tour-Wochen, die als direkte WM-Vorbereitung dienen, verlangt nach Erklärungen. Cadieux versucht sie nach dem Spiel gegenüber SRF zu liefern.
«Das war nicht schön, das war nicht gut, das war nicht unser Gesicht. Wir haben jeden Zweikampf verloren, Schweden wollte es mehr als wir», bilanzierte der Nati-Trainer. Einfach als Betriebsunfall abhaken will er diese Schmach nicht: «Wir müssen dies dazu nutzen, zu wachsen. Manchmal muss man einen schweren Tag haben, um dazuzulernen.»
Erschreckender Totalzusammenbruch
Seit die Mannschaft am Montag für die dritte WM-Vorbereitungswoche zusammengekommen ist, hat sie im Hinblick auf die Heim-WM bewusst drei harte Trainingstage eingeschaltet. Dies kann ein Mitgrund für diesen blutleeren Auftritt sein, «aber eine Entschuldigung ist es nicht. Wenn man müde ist, muss man eben mehr mit dem Kopf arbeiten, aber das haben wir nicht getan.»
Das Aufgebot für die Heim-WM
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)
Schweizer WM-Spiele (alle in Zürich)
15. Mai: USA – Schweiz 1:3
16. Mai: Schweiz – Lettland 4:2
18. Mai: Deutschland – Schweiz 1:6
20. Mai: Österreich – Schweiz 0:9
21. Mai: Schweiz – Grossbritannien 4:1
23. Mai: Schweiz – Ungarn 9:0
26. Mai: Schweiz – Finnland 4:2
28. Mai: Viertelfinal, Schweiz – Schweden 3:1
30. Mai: Halbfinal, Schweiz – Norwegen 6:0
31. Mai: Final, Schweiz – Finnland 20.20 Uhr
Das Aufgebot für die Heim-WM
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)
Schweizer WM-Spiele (alle in Zürich)
15. Mai: USA – Schweiz 1:3
16. Mai: Schweiz – Lettland 4:2
18. Mai: Deutschland – Schweiz 1:6
20. Mai: Österreich – Schweiz 0:9
21. Mai: Schweiz – Grossbritannien 4:1
23. Mai: Schweiz – Ungarn 9:0
26. Mai: Schweiz – Finnland 4:2
28. Mai: Viertelfinal, Schweiz – Schweden 3:1
30. Mai: Halbfinal, Schweiz – Norwegen 6:0
31. Mai: Final, Schweiz – Finnland 20.20 Uhr
Erschreckend war der Totalzusammenbruch im zweiten Drittel, als die Schweiz innert zwölf Minuten vier Gegentore kassierte und als Kollektiv den Betrieb einstellte. Dabei kämpft jeder Einzelne dieser Spieler gerade um das Ticket für die in zwei Wochen beginnende Heim-WM. Ein Highlight, das die meisten nur einmal in ihrer Karriere erleben können.
In Tschechien auf dem Prüfstand
Nicht gut ist diese Klatsche auch für Cadieux. Begleitet von viel Unruhe hat er vor zwei Wochen unter schwierigen Umständen die Nachfolge des entlassenen Patrick Fischer angetreten. Nun muss er nach fünf Spielen am Wochenende bereits unter Beweis stellen, dass er die Lage noch im Griff hat.
Am Freitag reist die Nati von Schweden nach Tschechien weiter und trifft dort in Budweis am Samstag auf Finnland und am Sonntag auf den Gastgeber. Man sollte den heftigen Ausrutscher vom Donnerstag nicht überdramatisieren, denn letztlich ist es nicht mehr und nicht weniger als ein WM-Vorbereitungsspiel. Aber weitere Auftritte dieser Art sollten in Tschechien nach diesem 1:8-Aufreger dringend vermieden werden. Andernfalls wird unmittelbar vor der Heim-WM mit Garantie neuerliche Unruhe aufkommen.
Etwa 15 sind auch an der WM dabei
Vom aktuellen Nati-Kader werden rund 15 Spieler auch dort einen wesentlichen Teil des Teams bilden. Ergänzt durch die weiteren NHL-Spieler um die hoffentlich zur Verfügung stehenden Leaderfiguren Roman Josi, Nico Hischier und Nino Niederreiter sowie Spieler der Playoff-Finalisten Fribourg und Davos. Klar scheint schon jetzt, dass es von den Neuankömmlingen einen grossen Impact braucht, um die grossen Ziele an der Heim-WM nicht aus den Augen zu verlieren.
Der bislang einzige eingerückte NHL-Spieler Pius Suter zeigte am Donnerstag, als das Spiel noch offen war, an der Seite von Denis Malgin einige gute Ansätze. Er wurde anschliessend von den Schweden aber genauso überrollt wie der Rest des Teams.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 7 | 32 | 21 | |
2 | Finnland | 7 | 20 | 18 | |
3 | Lettland | 7 | 7 | 12 | |
4 | USA | 7 | 4 | 11 | |
5 | Deutschland | 7 | 1 | 10 | |
6 | Österreich | 7 | -12 | 9 | |
7 | Ungarn | 7 | -24 | 3 | |
8 | Großbritannien | 7 | -28 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 7 | 20 | 20 | |
2 | Norwegen | 7 | 11 | 15 | |
3 | Tschechische Republik | 7 | 2 | 13 | |
4 | Schweden | 7 | 11 | 12 | |
5 | Slowakei | 7 | 2 | 11 | |
6 | Dänemark | 7 | -11 | 6 | |
7 | Slowenien | 7 | -12 | 6 | |
8 | Italien | 7 | -23 | 1 |

