Calvin Thürkauf, Lugano steht vor dem Spiel der letzten Chance. Es ist nicht das erste Mal, dass Sie ein solches erleben. Wie gehen Sie es an?
Calvin Thürkauf: Es ist «do or die». Entweder machen wir es jetzt, oder wir gehen in die Ferien. Wir müssen nochmals alles in die Waagschale werfen, daheim noch mal alles geben. Denn wir wollen nicht mit 0:4 aus dieser Serie rausgehen, wir wollen sie am Sonntag wieder nach Zürich zurückbringen für ein fünftes Spiel. Aber jetzt gilt unser Fokus zunächst dem Freitag. Damit wir unser bestes Spiel hinbringen und es gewinnen.
Würde es helfen, wenn bei den ZSC Lions Sven Andrighetto ausfällt oder befasst man sich als Gegner nicht mit solchen Dingen?
Wir müssen Zürich schlagen, nicht einen einzelnen Spieler wie Sven Andrighetto – Eishockey ist ein Mannschaftssport. Logisch ist er einer der besseren Spieler der Zürcher, aber sie hätten auch ohne ihn noch eine gute Mannschaft. Den Fokus müssen wir ohnehin auf uns legen. Wir müssen unser Spiel anschauen, wir müssen unsere Fehler korrigieren und jene Sachen, die zuletzt gefehlt haben, am Freitag aufs Eis bringen.
Welche Sachen?
Es gilt vor allem, die Fehlerquote viel tiefer zu halten. Aber wir brauchen auch deutlich mehr Gefahr vor ihrem Tor, mehr Abschlüsse und vor allem müssen wir die Tore dann auch machen. Diese fehlen uns derzeit am meisten.
Nach der Juniorenzeit beim EV Zug zog Calvin Thürkauf (28) als 18-Jähriger nach Nordamerika weiter. Via der Junioren-Liga WHL und der AHL brachte er es auf drei NHL-Spiele für Columbus, kehrte aber 2020 zum EVZ zurück. Ein Jahr später lockte ihn der HC Lugano ins Tessin, dort entwickelte er sich zum Leitwolf, der als Captain die Mannschaft anführt. Auch in der Nati gehört Thürkauf seit fünf Jahren zum Stammpersonal und gewann 2024 in Prag WM-Silber.
Nach der Juniorenzeit beim EV Zug zog Calvin Thürkauf (28) als 18-Jähriger nach Nordamerika weiter. Via der Junioren-Liga WHL und der AHL brachte er es auf drei NHL-Spiele für Columbus, kehrte aber 2020 zum EVZ zurück. Ein Jahr später lockte ihn der HC Lugano ins Tessin, dort entwickelte er sich zum Leitwolf, der als Captain die Mannschaft anführt. Auch in der Nati gehört Thürkauf seit fünf Jahren zum Stammpersonal und gewann 2024 in Prag WM-Silber.
Gibt es eine Erklärung, weshalb ihr am Mittwoch beim 0:4 in Zürich gegenüber den ersten beiden Partien derart abgebaut habt? Oder lag es daran, dass die ZSC Lions eine Schippe draufgelegt haben?
Ich weiss es nicht. In diesem dritten Spiel hat vieles von Anfang an nicht gepasst, die Zuspiele waren ungenau, wir waren zu langsam in den Zweikämpfen und haben dadurch zu viele Zweikämpfe verloren. Wenn wir da nicht besser sind, ist es schwierig, eine Chance auf den Sieg zu bekommen. Wenn der Gegner diese Zweikämpfe gewinnt, müssen wir stets dem Puck nachrennen und da kommt es zu Fehlern. Das hat Zürich ausgenützt.
Was ist die Lösung, um die letzte Chance zu wahren?
Wir müssen mehr Puckbesitz haben, dann können wir auch das Spiel bestimmen. Wenn wir mehr Puckbesitz haben, geschehen auch automatisch weniger Fehler. In den letzten drei Spielen sind eindeutig zu viele Fehler geschehen, das geht gegen eine Mannschaft wie Zürich nicht. Die machen dann die Tore und das schmerzt, weil man dann ständig einem Rückstand hinterherrennen muss. Wir müssen jetzt alles, was es braucht, tun, damit diese Serie weitergeht.


