Darum gehts
- National League startet am 15. September mit «Red Bull Overtime»
- Sponsoring-Modell in Schweden löste heftige Fan-Proteste aus
- In Playoffs gibt es nur ein Powerbreak pro Drittel
Die National League geht in der am 15. September startenden Saison den nächsten Schritt bei der Vermarktung ihres Produkts: Energiedrink-Riese Red Bull weitet sein Engagement spürbar aus.
Nachdem die Marke bisher eher dezent in Erscheinung getreten ist – mit Werbeflächen im hinteren Netzbereich der Tore sowie Kühlschränken bei den Spielerbänken –, gehört der Verlängerung ab sofort die grosse Sichtbarkeit. Die Extra-Spielzeit heisst künftig offiziell «Red Bull Overtime».
Ganz neu ist dieses Sponsoringmodell im europäischen Eishockey allerdings nicht. In Schweden verkaufte die höchste Liga die Rechte an der Verlängerung vor einem Jahr ebenfalls an Red Bull. Die Reaktionen dort waren heftig: Fans protestierten lautstark und mit gezielten Aktionen gegen die Kommerzialisierung eines traditionellen Spielabschnitts. Teilweise verliessen Fan-Gruppierungen ausgerechnet vor der Verlängerung – dem eigentlich aufregendsten und entscheidenden Teil des Spiels – das Stadion.
Es wird spannend zu verfolgen sein, welche Reaktionen die «Red Bull Overtime» bei den Fans in der Schweiz nach sich ziehen wird. Im internationalen Vergleich geht es in der National League in Sachen Vermarktung jedoch weiterhin eher moderat zu. Die Powerbreaks zu TV-Werbezwecken während der Spiele werden in anderen Ligen üppig eingesetzt. In der National League hingegen kommen diese nur in den Playoffs zum Einsatz – und das mit lediglich einem Powerbreak pro Drittel.














