«Spielerinnen nicht im Stich lassen»
Und plötzlich steht der CEO an der Ambri-Bande

Als CEO gleist Andreas Fischer die Neuausrichtung von Ambri aus. Aus der Not heraus hat er im Klub noch ein weiteres Amt übernommen – als Trainer des Frauen-Teams.
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Mangels Alternativen hat Ambri-CEO Andreas Fischer das Frauen-Team als Trainer übernommen.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ambris Frauen-Team steht in der Halbfinal-Serie gegen Bern vor dem Aus
  • CEO Andreas Fischer ist mangels Trainer eingesprungen und übernahm das Team
  • Fischer führte Ambri zu klaren Siegen im Pre-Playoff gegen Davos
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Ambris Frauen-Team steht im Playoff-Halbfinal der Women’s League mit dem Rücken zur Wand: 0:2-Rückstand in der Serie gegen die Bernerinnen nach deutlichen Niederlagen (0:4, 0:3). Spiel 3 der Best-of-5-Serie steht am Dienstag in Bern an. Aufmerksamkeit erregt hat bei den Leventinerinnen jedoch ein neuer Mann an der Bande – weil er kein Unbekannter ist: Andreas Fischer, seit 2024 Klub-CEO und davor Schiedsrichter-Chef des Verbandes.

Hat er etwa eine neue Berufung gefunden? Der 59-Jährige klärt auf: «Das Team stand kurzfristig ohne Headcoach da und es war schwierig, in der verbleibenden Zeit einen neuen Trainer zu finden. Da bin ich eingesprungen, um die Spielerinnen nicht im Stich zu lassen.»

Die Hintergründe: Benjamin Rogger (38), der 2023 nach dem Aus von Luganos Frauen-Truppe zu Ambri gewechselt ist, tritt nach der Regular Season aus persönlichen Gründen zurück. Sein Assistent Christian Agustoni (48) verlässt den Klub ebenfalls. Mangels Alternativen – sowohl auf dem Markt als auch intern – übernimmt Fischer selbst. In den Pre-Playoffs führt er die Tessinerinnen gegen Davos souverän in den Halbfinal (4:1, 3:1).

Fischer befürchtet Zweiklassen-Gesellschaft

Allerdings fällt auf: Auf den Matchblättern ist Celine Abgottspon (30) als Trainerin eingetragen. Die Ex-Verteidigerin ist Kondi-Trainerin bei Ambri – und im Besitz der entsprechenden Trainer-Lizenz. Im Gegensatz zur National League ist diese in der Women’s League zwingend. Abgottspon, die die Mannschaft bestens kennt, und Fischer sind als Duo an der Bande.

Ob ihm sein neues Amt Freude macht? «Ich würde lügen, wenn ich Nein sagen würde. Ich sehe das Potenzial der Spielerinnen», so Fischer. Abends leitet er auch die Trainings, «in meiner Freizeit, wohlbemerkt. Auch das macht Spass und spart dem Klub gleichzeitig Geld.»

Dem einstigen Stürmer (Chur, Zug, Ambri, Fribourg, Bern) ist es jedoch ein Anliegen, auf den Umstand aufmerksam zu machen, dass für einen Klub wie Ambri die Trainer-Suche trotz des vielzitierten Aufschwungs des Schweizer Frauen-Hockeys ein grosses Problem ist. Er äussert die Befürchtung, dass die Women’s League zu einer Zweiklassen-Gesellschaft werden könnte, wenn man das Thema der Förderung national nicht nochmals grundlegend diskutiert.

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