Erster Halbfinal-Akt gegen HCD
Keine Skorerpunkte, aber viel Ärger für ZSC-Malgin

Beim ZSC ist Denis Malgin im Fokus, aber anders als noch gegen Lugano. In Davos kurvt ein Namenloser übers Eis. Und dann gab es da noch einen, der zwei Tore schiesst, aber trotzdem nicht glücklich ist.
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Ein Duell, das zu Reden gab: Denis Malgin (l.) gegen Filip Zadina.
Foto: Freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • ZSC verliert Halbfinal-Auftakt in Davos 2:4
  • Denis Malgin blieb gegen Davos ohne Skorerpunkt nach drei Spielen
  • ZSC-Stürmer Baltisberger traf zweimal, dennoch Niederlage vor 11'200 Fans
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HCD hat Malgin im Griff

3 Tore und 6 Assists hat ZSC-Zauberer Denis Malgin in den vier Viertelfinalspielen gegen Lugano zelebriert. In der Quali waren es gegen die Tessiner in drei persönlichen Einsätzen nochmals 2 Tore und 4 Assists. Das ergibt gegen Lugano ein grandioses Saison-Gesamttotal von 5 Toren und 10 Assists. Weniger geschmeidig läuft es für den Nati-Stürmer gegen Davos – da wartet Malgin auch nach seinem dritten Saisonspiel (zwei verpasste er verletzt) noch auf den ersten Skorerpunkt.

Bei der 2:4-Niederlage im ersten Halbfinal-Akt hatte Malgin vor allem Ärger. Immer wieder wurde er von den Davosern gezielt hart angegangen. Trainer Marco Bayer dazu: «Er ist einer der besten Spieler auf Schweizer Eis. Es ist klar, dass man versucht, ihn zu traktieren. Denis kann das wegstecken, er findet immer eine Lösung. Auch wir nehmen die Davoser dran und versuchen physisch zu spielen.» Das zeigte auch Malgin selbst, als er HCD-Stürmer Filip Zadina mit einem Crosscheck in die Schulter zu Boden wuchtete. Zunächst zeigten die Schiris eine Fünfminutenstrafe an, die nach dem Videostudium jedoch auf zwei Minuten herunterkorrigiert wurde.

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ZSC hadert mit Knaks Gegenschlag

Die ZSC Lions hatten vor allem zu Beginn des Spiels ihre liebe Mühe mit den Davosern. «Es war eine ziemliche Wucht, die auf uns zukam», konstatierte Trainer Marco Bayer. «Aber es ist uns trotz des Davoser Momentums gelungen, zurückzukehren und unsere Stärken auszuspielen.» Just als die Zürcher nach dem Ausgleich zum 2:2 ihre dominanteste Phase hatten und dem Siegestreffer nahe waren, holte aber der HCD durch Simon Knak, der auf die nächste Saison zu den ZSC Lions wechseln wird, zum Gegenschlag aus und entschied die Partie. Bayer: «Es ist meistens so – wenn du drückst und sie nicht machst, bekommst du sie dann selbst.»

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Unglücklicher Doppeltorschütze

Als Zürcher Doppeltorschütze konnte Chris Baltisberger glänzen. Nur hatte er am Ende nicht viel davon, wenn die Partie mit 2:4 verloren geht. «Es ist schade, mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit hätten wir den Sieg holen können», so der Stürmer. Baltisberger ist überzeugt davon, dass der ZSC noch nachlegen kann – und muss. Er betont: «Der Favorit ist Davos, die sind schon die ganze Saison im Flow. Aber für uns ist es eine coole Herausforderung und eine Frage des Mindsets – wir kennen unsere Stärken.» 

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Der namenlose Davoser

Teenager Niklas Aebli ist befördert worden. Der 18-Jährige darf nach knapp zwei Minuten Eiszeit im Viertelfinal gegen Zug im Halbfinal an der Seite von Rasmus Asplund (Sd) und Filip Zadina (Tsch) acht Minuten ran – aber niemand weiss es. Denn der Junior mit der Nummer 35 trägt keinen Namen auf seinem Leibchen. In manchen Teams gibt es Regeln, nach denen ein Rookie eine gewisse Anzahl Spiele absolviert haben muss, bis er sich den Namen auf dem Dress verdient hat. In Aeblis Fall ist der Grund jedoch ein anderer: Obwohl nach dem letzten Viertelfinal-Match gegen Zug klar wird, dass für den verletzten Valentin Nussbaumer die Saison zu Ende ist und Aebli spielen wird, schafft es der Ausrüster bis zum Halbfinal-Start sechs Tage später nicht, dessen Leibchen mit dem Namen zu bedrucken.

Die Nummer 35 ist Niklas Aebli – leider noch ohne Namen auf seinem Dress.
Foto: Freshfocus

Blonde HCD-Meister

In der ersten Drittelspause des ersten Playoff-Halbfinalspiels wird die Davoser Meistermannschaft der U16 Elit geehrt und darf sich von den Fans feiern lassen. Wenn man sich die erfolgreichen Teenager anschaut, fällt rasch auf: Alle sind blond. Werden die etwa im hohen Norden gezüchtet? Des Rätsels Lösung verrät der 15-jährige Meisterspieler Jari Reichmuth, der übrigens als Lehrling auf dem HCD-Sekretariat arbeitet: «Wir haben vor den Playoffs beschlossen, dass wir alle die Haare blond färben. Und dann fanden wir, dass das nicht lustig ist, wenn wir nicht auch Meister werden.» Das ist mal eine gelungene Ansage, wurde aber von der ersten Mannschaft (noch) nicht kopiert.

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ZSC-Nachwuchs muss nachsitzen

Um seinen Meistertitel auf U21-Stufe zittern müssen dagegen die GCK Lions. Den ersten Matchpuck hat Biel im Playoff-Final mit einem 4:1-Sieg abgewehrt, das 16-jährige Ausnahmetalent Jonah Neuenschwander glänzte mit einem Tor und zwei Assists. Jetzt kommt es am Ostermontag um 14 Uhr in Biel zum Showdown. Gleich ergeht es den ZSC Lions auf U18-Stufe. Da hat Kloten am Samstag mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung die Final-Serie ausgeglichen, dem 17-jährigen Elia Liniger, Sohn von Ex-EVZ-Trainer Michael Liniger, gelang das entscheidende Tor in der 81. Minute. Am Montag um 13 Uhr kommt es in der Swiss Life Arena zum Entscheidungsspiel.

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