Darum gehts
- Das «Swatch Beach Pro Gstaad» findet vom 1.–5. Juli statt
- Anouk und Zoé Vergé-Dépré nutzen getrennte Chats für Beruf und Privatleben
- 2025 gewannen sie in Gstaad die Bronzemedaille im Beachvolleyball
Fussball-WM, Wimbledon – und auch im Berner Oberland kommt es zu einem sportlichen Sommer-Leckerbissen: Ab Mittwoch findet mit dem «Swatch Beach Pro Gstaad» das Schweizer Beachvolleyball-Highlight des Jahres statt.
Bevor die ersten Bälle fliegen, stellen sich bei der offiziellen Kickoff-Medienkonferenz auch die teilnehmenden Schweizer Top-Duos den Fragen – darunter das Schwestern-Duo Anouk Vergé-Dépré (34)/Zoé Vergé-Dépré (28). Dabei nahmen sie unter anderem Stellung dazu, wie sie den Spagat zwischen Privatleben und Spitzensport meistern. Wie sieht es aus, als Geschwister-Duo Privates von Beruflichem abgrenzen zu müssen?
Kommunikation ist das A und O
Laut Anouk ist die Kommunikation entscheidend: «Gerade wenn wir uns verabreden, sagen wir ganz klar: Jetzt machen wir etwas Privates zusammen oder jetzt geht es um die Arbeit. Wichtig ist, dass man das auch wirklich so kommuniziert und es so gut wie möglich versucht einzuhalten.» Dennoch gebe es natürlich Momente, in denen sich die Bereiche vermischen.
Damit dies nur selten vorkommt, haben die Schwestern beschlossen, zwei Whatsapp-Chats zu nutzen: einen für die Arbeit, einen für Privates. «Wenn ich im privaten Chat schreibe, weiss Anouk, dass ich als Schwester komme, die einen Rat braucht, und nicht als Partnerin, die Taktik besprechen will», wird Zoé in einem Bericht im «Red Bulletin» – dem Magazin des Sponsors der beiden – zitiert.
Angesprochen auf dieses Chat-Modell sagt Zoé: «Das mit dem Chat hilft.» Und Anouk ergänzt: «Wir haben noch x andere Familienchats – mit der Familie aus Guadeloupe oder der Verwandtschaft aus dem Berner Oberland.» Man könne so gut zwischen Beruf und Privatleben wechseln.
Laut der jüngeren Vergé-Dépré-Schwester gelinge dieser «Switch» unter anderem so gut, weil die beiden diese Rollen schon in den vergangenen Jahren innehatten, da sie oft gegeneinander trainiert haben und Konkurrentinnen waren: «Wir machen den Switch zwischen ‹Family-Time› und ‹Schaffe-Time› schon länger.» Ihr persönlich sei dieser Switch in den letzten anderthalb Jahren deshalb gar nicht mehr so schwergefallen.
Eine Sache wurde jedoch angepasst: «Da wir uns jetzt natürlich viel mehr sehen, planen wir nicht auch noch ständig gemeinsame Familienzeit ein und treffen uns nicht mehr so oft zu viert mit unseren Eltern. Zum Teil sprechen wir uns einfach ab, so dass entweder die eine oder die andere zu Besuch geht», so Zoé.
Bronzemedaille im Vorjahr
Im vergangenen Jahr feierten die Vergé-Dépré-Schwestern in Gstaad einen sensationellen dritten Platz. Mit dem Vorjahr vergleichen wollen sie das diesjährige Turnier aber nicht: «Wir durften letztes Jahr ein ‹mega Highlight› erleben – jetzt wollen wir Spiel für Spiel nehmen und nicht anfangen zu vergleichen», betont Zoé. Die Vorfreude, wieder daheim zu spielen, sei natürlich riesig.