Neues Video zeigt den Brandausbruch
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Im Le Constellation:Neues Video zeigt den Brandausbruch

«Muss neues Gesicht akzeptieren»
Inferno-Opfer Mélanie (32) fordert Wiedergutmachung

In Crans-Montana kam es in der Silvesternacht zu einem verheerenden Brand, der 41 Todesopfer forderte. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Das Ehepaar Moretti steht momentan im Rampenlicht der Medien und Ermittler.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die verheerende Brandkatastrophe in der Bar Le Constellation forderte 41 Todesopfer
  • Gegen das Barbetreiberpaar Jacques und Jessica Moretti wird ermittelt
  • Das Feuer wurde durch Sprühkerzen an Champagnerflaschen ausgelöst
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Blick Newsdesk
10.03.2026, 15:22 Uhr

Brandopfer Mélanie wünscht sich Gerechtigkeit und Entschädigung

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Mélanie Van de Velde (32) erlitt bei der Brandkatastrophe in der Silvesternacht schwerste Verletzungen. Über 40 Prozent ihres Körpers wurden vom Feuer in der Inferno-Bar Le Constellation verbrannt. Mehrere Wochen musste die Mutter auf der Verbrennungsstation der Universitätsklinik Nantes verbringen. Trotz vieler Hauttransplantationen hat sich ihr Körper für immer verändert. «Es ist wirklich verheerend. Sie muss ihr neues Gesicht akzeptieren, sie muss sich selbst akzeptieren, und auch ihre zweijährige Tochter muss sie akzeptieren», erzählt Mélanies Anwältin in der Fernsehsendung «ICI Mayenne».

Mélanie war vor ihrem Unfall gerne auf Reisen. (Credit: Facebook)

Die Brandkatastrophe prägt das Leben der 32-Jährigen auch noch lange nach dem Aufenthalt im Spital. «Sie hat keine Kraft mehr in den Armen, keine Kraft mehr in den Beinen. Es gibt noch viel zu tun. Jede Bewegung ist schmerzhaft», meint die Anwältin. Das Schlimmste für die Mutter ist aber, dass die Beziehung zu ihrer Tochter von ihrer andauernden Therapie beeinflusst wird. Laut der Anwältin könne Mélanie ihr Kind nämlich nicht häufiger als einmal im Monat sehen. «Anders ist es aufgrund der Rehabilitation nicht möglich. Das ist eine weitere grosse Tragödie.»

Mélanie ist wütend. Wütend auf die Behörden und wütend auf die Betreiber von Le Constellation. «Sie hat es satt, dass sich alle gegenseitig die Verantwortung zuschieben. Sie fordert, dass die Täter bestraft werden und Wiedergutmachung für ihre Tat leisten», so die Anwältin.

Die schwerverletzte Mutter ist nicht die einzige, deren Leben und Aussehen die Brandkatastrophe für immer verändert hat. Im Verbrennungszentrum im französischen Metz wird noch immer ein Überlebender behandelt, bei dem sogar 60 Prozent des Körpers verbrannt wurden. «Es geht vor allem darum, den Patienten zu unterstützen, damit er seine Haut berühren kann, akzeptiert, dass es sein Gesicht ist», erzählt einer der zuständigen Psychologen dem französischen Radiosender RTL. «Manche Patienten wollen nie wieder in den Spiegel schauen.»

10.03.2026, 11:19 Uhr

«Dringende» Anfrage an Facebook gestellt

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Nur wenige Stunden nach der Brandkatastrophe wurden mehrere Facebook-Konten der Morettis, darunter das Profil der Bar Le Constellation gelöscht. Auf diesen Konten waren etwa Fotos der Renovierungsarbeiten in ihrem Club veröffentlicht (insbesondere Jacques Moretti, der Akustikschaum an der Decke anbrachte) sowie Aufnahmen von Abenden, in denen Champagnerflaschen mit Wunderkerzen durch die Bar getragen wurden. 

Fotos auf Facebook zeigten etwa Umbaumassnahmen im Le Constellation. Bild: Facebook

Die Walliser Staatsanwaltschaft hat im Zuge ihrer Ermittlungen ihr Augenmerk daher auch auf die verschwundenen Facebook-Konten gerichtet. Ein Anliegen an Facebook und eine «dringende» Anfrage nach einem Rechtshilfeersuchen wurde Ende Februar an die zuständigen Justizbehörden in den USA weitergeleitet. Ein entsprechender Antrag liegt Blick vor. 

Darin fordert die Staatsanwaltschaft die US-Behörde auf, sämtliche Inhalte von acht (mittlerweile gelöschten) Profilen wiederherzustellen, darunter die von Jacques und Jessica Moretti sowie einige, die mit der Bar Le Constellation selbst in Verbindung stehen. Auch Kommentare Dritter auf den Facebook-Seiten könnten bedeutend für die Ermittlungen sein. 

10.03.2026, 09:03 Uhr

Gemeindepräsident muss zur Einvernahme antraben

Von Martin Meul, Reporter Wallis

Im Zusammenhang mit dem Inferno von Crans-Montana wird gegen weitere Beamte ermittelt. Wie am Montag bekannt wurde, richtet sich die Untersuchung gegen drei zusätzliche Verantwortliche aus den Bereichen Sicherheit, Feuerwehr und Brandschutz der Gemeinde Crans-Montana sowie gegen Gemeindepräsident Nicolas Féraud und den für die Sicherheit zuständigen Gemeinderat Kévin Barras.

Gemeindepräsident Nicolas Féraud.
Foto: Keystone

Inzwischen steht auch fest, wann die nächsten Befragungen stattfinden. Diese beginnen am 7. April mit einer erneuten Einvernahme von Jacques Moretti. Ab dem 9. April folgen weitere Anhörungen, die – wie bereits frühere Befragungen – an der Fachhochschule in Sitten durchgeführt werden.

Gemeindepräsident Nicolas Féraud wird am 13. April befragt. Zwei Tage später, am 15. April, muss Kévin Barras aussagen. Der heutige Gemeinderat sitzt inzwischen auch im Walliser Kantonsparlament und wird als letzter der neu vorgeladenen Personen einvernommen.

Damit wird nun gegen insgesamt neun Personen ermittelt.

09.03.2026, 08:18 Uhr

Moretti hatte Luxusuhren und Pistole in seiner Wohnung

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Den Kaufbeleg für den Akustikschaumstoff hätten die Ermittler bei der Razzia in der Wohnung von Jacques Moretti Mitte Februar in Lens finden können. Sie lag in einem Aktenkoffer, wurde aber nicht entdeckt. Dafür konnte die Polizei andere Dinge sicherstellen. Sechs Luxusuhren von Marken wie Rolex und Hublot, Computerzubehör, USB-Sticks und eine Glock 19-Pistole samt Munition. Das berichtet «24 Heures».

Ob Moretti eine Waffenerlaubnis besitzt, ist unklar. Ein langjähriger Freund Morettis berichtet, dass sie gemeinsam in Schiessständen trainiert hätten. Interessant ist auch die Frage nach Morettis finanziellen Mitteln. Während seiner ersten Vernehmung am 9. Januar hatte er angegeben, keine Wertgegenstände zu besitzen, so dass seine Kaution auf 200'000 Franken festgesetzt wurde. Der Anwalt eines der Opfer forderte nun, die Höhe der Kaution angesichts des Luxusbesitzes und möglicher finanzieller Unregelmässigkeiten zu überprüfen. 

09.03.2026, 08:09 Uhr

Akustikschaumstoff als «nicht entflammbar» verkauft

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Plötzlich stand die Decke im Le Constellation in Flammen. Der Akustikschaumstoff fing Feuer. Woher Jacques Moretti das Material hatte, war zunächst unklar. Er selbst hatte angegeben, dass er den Akustikschaumstoff für die Decke seines Lokals im Jahr 2015 bei Hornbach in Riddes VS gekauft habe. Doch diese Aussage stellte sich als falsch heraus. Am 20. Februar 2026 legte Moretti freiwillig eine Rechnung bei der Polizeiwache in Sitten vor, die belegt, dass er den Schaumstoff tatsächlich bei einem Lieferanten in Ostdeutschland erwarb, wie «​​24 Heures​​» berichtet. 

Die Rechnung ist vom 3. September 2015 und dokumentiert den Kauf von 1360 Schaumstoffplatten des Modells «Pyramidal Acoustic Foam PRO 90 cm/45 cm/6 cm P085» für 13'464 Euro. Dieses Modell wurde laut archivierten Webseiten des Verkäufers als «nicht entflammbar» und «selbstverlöschend» beschrieben. Es sei für «Kindergärten, Schulen, Restaurants und Bars» geeignet.

Die Walliser Staatsanwaltschaft hat am 27. Februar ein dringendes internationales Rechtshilfeersuchen an die deutschen Behörden gestellt. Ziel ist es, die genauen Eigenschaften des Schaumstoffs sowie weitere Details zur Transaktion zu ermitteln. 

09.03.2026, 07:43 Uhr

Féraud im Visier der Behörden

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud (55), steht seit dem 5. März unter formeller Untersuchung – wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung, Brandstiftung und Pflichtverletzung. Das berichtet «​Le Nouvelliste​». 

Wird er als Gemeindepräsident in den Ausstand treten? Haben die Ermittlungen Auswirkungen auf sein politisches Amt? Auf Anfrage von Blick will sich Féraud nicht äussern und verweist auf seine Anwältin.

Die Behörden ermitteln nicht erst jetzt und nicht nur gegen den Gemeindepräsidenten, sondern bereits gegen die ehemaligen und aktuellen Sicherheitschefs der Gemeinde sowie die Clubbesitzer Jacques und Jessica Moretti. 

Die Vorwürfe gegen die Behörden wiegen schwer. «Es gibt hinreichende Gründe für die Annahme, dass die Gemeinde ihrer Pflicht zur Durchsetzung der Vorschriften nicht nachgekommen ist, um das Leben der Besucher der Bar Le Constellation zu schützen», heisst es in den Ermittlungsdokumenten. 

Neben Féraud stehen auch fünf weitere Personen im Fokus der Ermittlungen, darunter Kévin Barras, ehemaliger Sicherheitsverantwortlicher und derzeit Abgeordneter im Kantonsrat.

Nach dem Inferno steht die Gemeinde in der Kritik. ​Die Schlinge zieht sich um die Behörden.​ Blick hat alle kommunalen Verantwortlichen aufgespürt. Ein Ex-Gemeinderat (zuständig für die Sicherheit) ist im Brandschutz-Business tätig. ​Hier geht es zum Artikel.

08.03.2026, 14:06 Uhr

«Wie viele meiner Lieben kann ich wohl auf einmal sehen?» – Rückkehr von Brandopfer

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Freudentränen am Bahnhof Termini in Rom: Nach 67 Tagen Krankenhausaufenthalt in Mailand durfte das Brandopfer Manfredi M.* (16) wieder nach Hause zurückkehren, berichtet der «Corriere della Sera». Der Jugendliche hatte in der Silvesternacht in der Bar Le Constellation schwere Verbrennungen erlitten. 40 Prozent seines Körpers sind von Verbrennungen betroffen, einige Zeit lang lag der 16-Jährige im künstlichen Koma. 

Manfredi M. durfte wieder nach Hause zurückkehren. Bild: Social Media

Doch nun ist der Jugendliche voller Hoffnung, will sich in sein normales Leben zurück kämpfen. «Ich möchte sofort meine Freunde und Mitschüler sehen. Ich würde sie am nächsten Dienstag gerne besuchen und sie in der Pause umarmen», sagte Manfredi bei seiner Ankunft in Rom am Samstag gegenüber der Zeitung. Seine Familie empfing ihn am Bahnhof voller Freudentränen. 

«Ich kann es kaum erwarten, alle, die mich lieben, wiederzusehen. Etwas mit ihnen zu unternehmen, zusammen essen zu gehen. Wie viele kann ich wohl auf einmal sehen?», seien seine ersten Worte an seine Familie gewesen, schilderte sein Vater gegenüber «Corriere della Sera». 

In der Silvesternacht hatte M. mit seinem engen Freund Riccardo M. gefeiert. Dieser verstarb in den Flammen. Bild: Social Media

Noch ist Manfredi M. auf einen Rollstuhl angewiesen und befindet sich wegen der Verbrennungen an seinem Körper und einem Problem mit der Luftröhre weiterhin in Behandlung. Doch die Hoffnung und Wiedersehensfreude überwiegen: «Wir sind froh, dass er wieder in Rom ist», sagte sein Vater gegenüber der Zeitung. In der Brandnacht hatte sein Vater ihn sowie weitere Brandopfer, darunter die Italienerin Elsa R.* (15), selbst mit dem Auto ins Spital in Sitten gefahren. 

In der Silvesternacht hatte Manfredi mit Freunden im Le Constellation gefeiert. Seinen engen Freund Riccardo M.* (†16) verlor er dabei in den Flammen. 

*Namen bekannt

07.03.2026, 17:42 Uhr

Mailand will öffentlichen Garten dem Gedenken an Brandopfer widmen

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

In den Flammen der Inferno-Bar verloren auch zwei Mailänder Schüler ihr Leben. Zum Andenken an Chiara C.* (†16) und Achille B.* (†16) soll in Mailand nun ein öffentlicher Garten nach den beiden Opfern benannt werden, wie «La Repubblica» berichtet. Auch eine Gedenktafel soll an die verlorenen jungen Leben erinnern. 

Die Schülerin Chiara C. verlor in Crans-Montana ihr Leben. Bild: Instagram

Der Gemeinderat habe den Vorschlag der Regionalpartei Lega bereits angenommen. Der Fraktionsvorsitzende Alessandro Verri fordert nun den Bürgermeister und Stadtrat von Mailand auf, die Gedenkgeste umzusetzen. «Die Erinnerung an die jungen Menschen, deren Leben so früh beendet wurde, ist eine moralische Pflicht für die Institutionen», heisst es hierzu in dem Antrag. 

Der Schüler Achille B. feierte zusammen mit Chiara C. im Le Constellation. Auch er verlor sein Leben. Bild: Social Media

Chiara und Achille gehörten beide zu einer grösseren Freundesgruppe, die die Silvesternacht in der Bar Le Constellation feierte. Viele ihrer Freunde liegen weiterhin mit schweren Verbrennungen und Lungenschäden im Spital, berichtet «La Repubblica». 

Andrea C., Chiaras Vater, zeigt sich gegenüber «La Repubblica» gerührt über dieses Andenken: «Eine noble Geste. Es ist richtig, dass auch Mailand dieser beiden jungen Menschen gedenkt, die in dieser Stadt gelebt haben. Und die sie geliebt haben.» 

* Namen bekannt

06.03.2026, 17:54 Uhr

Waadtländer Politiker soll verstorbenes Crans-Montana-Opfer bestohlen haben

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Es sind brisante Vorwürfe, die nur wenige Tage vor den Kommunalwahlen in Pully VD gegen einen kandidierenden Politiker erhoben wurden. Der 18-Jährige, der Mitglied der rechtsextremen Partei Rassemblement Romand Patriote (RRP) ist, soll einem Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana nach dessen Tod mehrere Gegenstände geklaut haben. Das berichtet «24 heures».

Bei dem Opfer soll es sich um einen Kollegen des RRP-Vertreters gehandelt haben. Die Familie des Verstorbenen erklärt in einer Anzeige, der Beschuldigte habe sich nach dem Tod seines Kollegen einige Tage lang im Wohnsitz von dessen Mutter aufgehalten. So habe er mit der Familie trauern wollen. 

Einen Tag nachdem er diese auf «ausdrücklichen Wunsch des Vaters» wieder verliess, habe die Familie festgestellt, dass «eine Vielzahl persönlicher Gegenstände» des Verstorbenen fehlten. Darunter würden sich unter anderem Markenhemden, eine Reisetasche, ein Paar Schuhe und zwei Jacken befinden.

Der Vater des Brandopfers beschuldigt den 18-Jährigen nun, die Gegenstände beim Verlassen der Wohnung oder sogar vor der Beerdigung gestohlen zu haben – dieser wehrt sich gegen die Vorwürfe. «Ich empfinde das als einen echten Verrat. Dieser Freund stand mir nahe, und ich bin empört, dass man mir so etwas vorwirft», so das RRP-Mitglied gegenüber «24 heures».

Die Anschuldigungen nennt er «haltlos», seine Version der Geschichte unterscheidet sich drastisch von der Darstellung der Familie. Er betont, er habe bereits vor der Brand-Tragödie bei der Familie gewohnt, um mit seinem verstorbenen Kollegen, der ebenfalls RRP-Mitglied war, seine Wahlkampf-Strategie auszuarbeiten. «Er war mein Wahlkampfleiter für die Gemeinde.» Ausserdem habe die Mutter ihn nach dem Tod ihres Sohnes gebeten, noch einige Tage in der Wohnung zu bleiben.

Vor einem Einfluss auf sein Wahlergebnis geht der 18-Jährige nicht aus. ««Die Bevölkerung von Pully kennt mich gut. Sie weiss, wer ich bin und warum ich kandidiere», erklärt er. Nichtsdestotrotz will er nun rechtliche Schritte prüfen.

06.03.2026, 11:30 Uhr

Lockert das Wallis nun den Brandschutz?

Von Sandra Marschner, Redaktorin Newsdesk

Bereits Mitte September wurde darüber diskutiert, das Schweizer Brandschutzrecht einer Totalrevision zu unterziehen. Die Vereinigung der Kantonalen Feuerversicherungen (VKF) legte in einem Entwurf für neue Brandschutzvorschriften den Fokus auf Verhältnismässigkeit, Deregulierung und mehr Eigenverantwortung. Kurz nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana sorgten diese möglichen Lockerungen für gehörigen Zündstoff, wie mein Kollege Fabian Eberhard in diesem Artikel analysiert. 

Die Vorschriften sollten schweizweit von Kantonen und Gemeinden umgesetzt werden. Geplant war das Inkrafttreten für Frühling 2027, doch kurz nach der Brandkatastrophe kam es zum Marschhalt, wie mein Kollege Sven Altermatt in diesem Artikel erklärt. 

Regelmässigkeit der Kontrollen anpassen

Nun scheint ein Entwurf für die März-Session des Walliser Parlaments für neuen Zündstoff zu sorgen. Die darin vorgeschlagenen Gesetzesänderungen beziehen sich auf die Verordnung zum Gesetz zum Schutz gegen Feuer und Naturelemente, berichtet «Pomona» unter Berufung auf den Dokumententwurf. 

Konkret soll kategorisiert werden, welche Einrichtungen als «sensibel und prioritär» eingestuft werden und damit jährlich zu kontrollieren seien. Für weitere Einrichtungen des öffentlichen Raums soll die Regelmässigkeit der Kontrollen angepasst werden. Bei der Kontrolle privater Gebäude soll hingegen die Aufgaben- und Verantwortungsverteilung überprüft werden. 

Sicherheitsbeauftragte sollen kantonal weitergebildet werden. Geprüft werden soll zudem, ob bei baulichen Veränderungen oder Innenrenovationen in besonders sensiblen Betrieben eine Meldepflicht an die Gemeinde bestehen sollte. Auch das Verhältnismässigkeitsprinzip soll bei Umbaumassnahmen in Bezug auf Brandschutzmassnahmen verstärkt werden. 

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