Drohnenvideos zeigen abgebranntes Gebäude
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Massive Zerstörung:Drohnenvideos zeigen abgebranntes Gebäude

Feuer bei Zürcher Freimaurern
Brandstiftung rückt ins Zentrum der Ermittlungen

Die Kantonspolizei ermittelt wegen Brandstiftung im historischen Freimaurerhaus am Lindenhof in Zürich. Einsturzgefahr erschwert die Untersuchungen. Der Sachschaden beträgt mehrere Hunderttausend Franken.
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Beim Lindenhof in der Zürcher Innenstadt ist in der Nacht auf Montag ein Brand ausgebrochen.
Foto: BRK News

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Grossbrand zerstört Zürcher Altstadthaus, Ermittlungen wegen Brandstiftung laufen
  • Gebäude gehört Zürcher Freimaurer-Loge «Modestia com Libertate»
  • Sachschaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Franken
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Nach dem Grossbrand in der Nacht auf Montag im Zürcher Altstadthaus auf dem Lindenhof hat die Kantonspolizei nun die Ermittlungen von der Stadtpolizei übernommen. Die Ermittlungen deuten inzwischen darauf hin, dass der Brand mutwillig gelegt wurde. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen Brandstiftung gegen Unbekannt eröffnet.

Die Untersuchungen rund um den Grossbrand im historischen Haus laufen auf Hochtouren. Ein Sprecher der Kantonspolizei Zürich, welche nun für die Ermittlungen zuständig ist, sagte am Dienstag aber auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA: «Wir stehen noch ganz am Anfang.» In Zwischenzeit sei auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden.

Freigabe durch Statiker steht noch aus

Noch hindert die Einsturzgefahr des Gebäudes die Arbeit der Ermittler. Diese konnten das Brandobjekt bis am Dienstagmittag noch nicht betreten, wie der Polizeisprecher weiter sagte. Der Statiker eines unabhängigen Unternehmens habe die Stabilität des einsturzgefährdeten Gebäudes noch nicht abschliessend beurteilt und noch nicht freigegeben.

Die Feuerwehr hingegen beendete ihren Einsatz auf dem Lindenhof am Montagabend, nachdem sie noch eine Lüftungsanlage aus dem Dachstock gehoben habe, wie eine Sprecherin von Schutz und Rettung Zürich am Dienstag gegenüber Keystone-SDA sagte.

«Wir möchten auf jeden Fall wieder an diesen Ort zurück»

Das durch das Feuer zerstörte Haus gehört der Freimaurer-Loge «Modestia com Libertate», sie liessen es Mitte des 19. Jahrhunderts erbauen. Die Zürcher Freimaurer wollen das Vereinslokal, wieder so aufbauen, wie es war. Bisher darf das Gebäude noch nicht betreten werden.

Mit grösster Wahrscheinlichkeit werde das Gebäude wieder in seinem ursprünglichen Zustand rekonstruiert. «Wir möchten auf jeden Fall wieder an diesen Ort zurück», sagte Raoul Würgler, Stuhlmeister der Zürcher Freimaurer, am Mittwoch auf Anfrage von Keystone-SDA. Nach dem Brand stehen die Freimaurer in engem Kontakt mit den Behörden und den zuständigen Stellen, um möglichst rasch die Brandursache zu ermitteln, wie er sagte.

Die Freimaurer hatten bereits festgestellt, dass nach dem Brand eine Stocksammlung fehlte. Ob weitere Gegenstände abhanden kamen, konnte Würgler noch nicht sagen. «Erst wenn wir das Gebäude wieder betreten dürfen, können wir uns einen genauen Überblick verschaffen», teilte er mit. Das könne aber noch dauern.

Anspruchsvolle Löscharbeiten

Das Feuer war in der Nacht auf Montag gegen 1 Uhr im Dachstock des historischen Altstadtgebäudes ausgebrochen. Die Löscharbeiten erwiesen sich als anspruchsvoll, weil das Dach einzustürzen drohte. Verletzt wurde niemand.

Zum Zustand des Gebäudes konnte Würgler am Tag nach dem Brand noch keine weiteren Angaben machen. Bauingenieure seien vor Ort. Die Loge im Untergeschoss blieb vom Feuer verschont, es entstand aber Wasserschaden. Laut der Stadtpolizei beträgt der entstandene Sachschaden «mehrere Hunderttausend Franken».

Kurz nach dem Brand hatten Freimaurer gegenüber Medien den Verdacht auf Brandstiftung geäussert und von einem möglichen Einbruch berichtet. Am Nachmittag teilte die Stadtpolizei dann mit, dass ein Delikt nicht ausgeschlossen werden könne. Es sei ein Einbruch in einem Nebengebäude angezeigt worden. Ob dieser Einbruch im Zusammenhang stehe mit dem Brand, werde untersucht.

Sammlung von Gehstöcken verschwunden

Würgler sagte dazu, dass eine Sammlung von Gehstöcken verschwunden sei. Diese seien in einer Glasvitrine aufbewahrt worden. In einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» sagte er, dass die Gehstöcke nicht unbedingt finanziell wertvoll seien, aber einen emotionalen Wert besässen, da sie von einem ehemaligen Mitglied seien.

Ob noch weitere Sachen verschwunden seien, konnte Würgler auf Anfrage von Keystone-SDA nicht sagen. Auch dieses Thema sei Teil der Besprechung vom Abend.

«Gefahr besteht, dass es auf andere Gebäude übergreift»
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Brand am Lindenhof Zürich:«Gefahr, dass es auf andere Gebäude übergreift»

Am Tag vor dem Brand hatte die «Weltwoche» ein Video zum Thema Freimaurer veröffentlicht. Dieses Video mit Roger Köppel und Christoph Mörgeli löste unzählige Kommentare aus, in denen die Freimaurer auch als «okkulter Geheimbund» bezeichnet wurden. Ob es zwischen Video und Brand einen Zusammenhang gibt, ist unklar.

Bereits 2007 war es in der Zürcher Altstadt zu einem Grossbrand gekommen. Am frühen Morgen des 14. Novembers kämpfte ein Grossaufgebot der Feuerwehr gegen die Flammen, die aus dem Zunfthaus zur Zimmerleuten am Limmatquai schlugen.

Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten durch den einstürzenden Dachstuhl getötet, mehrere Personen wurden verletzt. Die kantonale Denkmalpflege stufte das Zunfthaus damals als eines der bedeutendsten historischen Gebäude der Altstadt ein. Drei Jahre später war das fast völlig zerstörte Gebäude wieder aufgebaut.

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